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Brasilien erwägt, Online-Casino-Spiele per Verordnung zu verbieten

Die brasilianische Regierung arbeitet derzeit an einem vorläufigen Gesetzentwurf, der Online-Casinospiele verbieten und Sportwetten einschränken würde, wie das brasilianische Nachrichtenportal UOL am Mittwoch unter Berufung auf Regierungsquellen berichtete. Bislang wurde noch kein Text veröffentlicht, und die Regierung hat dessen Inhalt noch nicht bestätigt.

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Brasilien erwägt, Online-Casino-Spiele per Verordnung zu verbieten

Das Wichtigste im Überblick

  • Die brasilianische Regierung arbeitet an einem Erlass, der Online-Casino-Spiele gänzlich verbieten würde.
  • Lizenzierte Betreiber zahlten jeweils 5,8 Millionen US-Dollar für Fünfjahreslizenzen, die nun auf dem Spiel stehen.
  • Fußballvereine beziffern ihre Sponsoring-Einnahmen auf etwa 194,9 Millionen US-Dollar pro Jahr.

Eine Bedrohung, die zum Aussterben führen könnte

Präsident Lula, der weniger als drei Wochen vor einer Wahl steht und mit negativen Zustimmungswerten zu kämpfen hat, bezeichnete Wetten diese Woche als Krankheit und nicht als Spiel und nannte sie die Heranführung Unschuldiger an eine Sucht. Das Instrument, das seine Regierung vorbereitet, ist eine einstweilige Verfügung, die ein vollständiges Verbot vorsieht.

Eine vorläufige Maßnahme tritt mit ihrer Veröffentlichung in Kraft und wird erst danach an den Kongress weitergeleitet, wo die Abgeordneten 60 Tage Zeit haben, sie in ein Gesetz umzuwandeln. Die regierende Arbeiterpartei hatte im April einen Gesetzentwurf zum vollständigen Verbot von Online-Glücksspielen eingereicht, der jedoch ins Leere lief, was diese Entscheidung erklärt.

Betreiber und Vereine hatten eher mit Einschränkungen bei Casinospielen oder mit Auflagen hinsichtlich der Platzierung und Sendezeiten von Werbung gerechnet als mit einem Verbot. Am Mittwochabend lautete die Entscheidung laut UOL, alles zu verbieten; die Reporter der Plattform beschrieben, dass die Regierung den Text so auslege, dass er fast einer vollständigen Abschaffung des Online-Glücksspiels im Land gleichkomme. Die Beschränkung für Sportwetten unterliegt noch einer endgültigen Anpassung, wobei mehrere Optionen auf dem Tisch liegen, doch Mitte der Woche lautete die Position noch „Verbot“.

Der regulierte Markt in Brasilien besteht seit Anfang 2025. Das Sekretariat für Preisausschreiben und Wetten, die dem Finanzministerium unterstellte Behörde, die Lizenzen für diesen Sektor vergibt, führt laut dem Betreiberverband ABRAJOGO derzeit 85 zugelassene Unternehmen. Jede Lizenz kostet 5,8 Millionen US-Dollar (30 Millionen R$, Stand: 17. September), gilt für bis zu drei Marken und hat eine Laufzeit von fünf Jahren; autorisierte Websites werden unter .bet.br-Domains betrieben. Der brasilianische Fußball rechnet damit, rund 194,9 Millionen US-Dollar (1 Milliarde R$) an Sponsoringeinnahmen zu verlieren. Flamengo, Corinthians, Palmeiras und São Paulo verfügen jeweils über Wettverträge im Wert von mehr als 19,5 Millionen US-Dollar (100 Millionen R$) pro Jahr, und die Vereine arbeiten derzeit an einer gemeinsamen Erklärung, in der sie die Initiative als Wahlkampfmanöver und als Folge des Versagens der Regierung bei der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels bezeichnen. Auch die Fernsehsender leisten Widerstand, da sie die Werbung ausstrahlen – Globo, der die Fußballspiele überträgt, besitzt einen eigenen Wettbetrieb.

Die Betreiber beabsichtigen, die Maßnahme vor Gericht anzufechten, und der regionale Präzedenzfall ist für einen „Decree-first“-Ansatz nicht gerade ermutigend: Die kolumbianischen Gerichte blockierten die von Präsident Gustavo Petro per Notverordnung verhängte Mehrwertsteuer auf Glücksspiele und zwangen ihn, stattdessen die Zustimmung des Kongresses einzuholen. In einem offenen Brief fordert die Aufsichtsbehörde ABC-BET die Regierung auf, den regulierten Markt nicht zu schwächen, sondern die wirtschaftliche Kette, die illegale Plattformen stützt, durch Zusammenarbeit mit Banken, Zahlungsdienstleistern und Werbenetzwerken zu durchbrechen. Brasilien hat bereits Schritte in diese Richtung unternommen: Im Juni erhielt die Behörde die Befugnis, die Gelder illegaler Anbieter einzufrieren, anstatt lediglich deren Websites zu sperren, und im Juli wurden Warnhinweise nach dem Vorbild der Tabakwarnungen für alle Wettanzeigen vorgeschrieben. Die Aufsichtsbehörde selbst hat sich für mildere Beschränkungen für lizenzierte Anbieter ausgesprochen und dafür plädiert, die Durchsetzung stattdessen auf illegale Plattformen zu konzentrieren.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.

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