Die Türkei hat seit Anfang 2026 im Rahmen von 680 Einsätzen 47.493 illegale Wettwebseiten gesperrt und 5.629 Verdächtige festgenommen. Die Behörden gehen zunehmend gegen die Zahlungsinfrastruktur hinter diesen Webseiten vor; jüngste Ermittlungen richteten sich gegen Tausende von Bankkonten und Krypto-Wallets, die mutmaßlich zur Weiterleitung von Wettgewinnen genutzt wurden.
Die Türkei sperrt 47.493 illegale Wettseiten, während die Razzien gegen Krypto-Konten ausgeweitet werden

Das Wichtigste im Überblick
- Die Türkei hat im Jahr 2026 47.493 Wettseiten gesperrt und 5.629 Verdächtige festgenommen.
- Im Rahmen einer Untersuchung in Istanbul wurden Geldtransfers in Höhe von 4 Mrd. US-Dollar mit Krypto-Wallets und Spielmanipulationen in Verbindung gebracht.
- Die Staatsanwaltschaft sperrte zum Start des WM-Finales 6.314 Bankkonten.
Krypto-Wallets werden immer häufiger zum Ziel von Strafverfolgungsmaßnahmen
Die Türkei hat seit dem 1. Januar den Zugang zu 47.493 illegalen Wettwebseiten gesperrt, da die Behörden eine landesweite Kampagne gegen Online-Anbieter und deren Zahlungsnetzwerke ausweiten. Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unter Berufung auf Quellen aus dem Innenministerium, dass Polizei- und Gendarmerieeinheiten 680 Einsätze durchführten, 5.629 Verdächtige festnahmen, für 3.231 Personen Untersuchungshaft anordneten und weitere 1.515 unter richterliche Aufsicht stellten.
Einheiten zur Bekämpfung der Cyberkriminalität überwachen rund um die Uhr illegale Wettseiten, Werbung in sozialen Medien und digitale Verbindungen zu Zahlungssystemen. Die Ermittler verfolgen zudem Bankkonten, E-Geld-Dienste und Krypto-Konten, die im Verdacht stehen, Betreibern bei der Einziehung von Wetteinsätzen oder der Übertragung von Erträgen aus Straftaten zu helfen.
Die landesweiten Zahlen knüpfen an eine Reihe konzentrierter Razzien im Mai an. Im Rahmen von vier über acht Tage angekündigten Einsätzen wurden rechtliche Schritte gegen mehr als 670 Verdächtige eingeleitet, wobei bei einer Ermittlung in Adana Kryptowährungsplattformen als mutmaßliche Kanäle zur Geldwäsche von Wettgewinnen identifiziert wurden.
In einer Erklärung der Hauptstaatsanwaltschaft für Anatolien in Istanbul vom 5. Juni wurden sieben gemeinsam genutzte Krypto-Wallets außerhalb der Türkei identifiziert, die angeblich regelmäßig Überweisungen von einer illegalen Wettorganisation erhielten. Die Staatsanwaltschaft bezifferte das gesamte Transaktionsvolumen des Netzwerks auf 4 Milliarden US-Dollar (192,37 Milliarden TL) und teilte mit, dass alle mit den Verdächtigen in Verbindung stehenden Bank- und Kryptokonten gesperrt worden seien.
Die Ermittler behaupteten, das Netzwerk, das von einem als İ.Ö.Ö. identifizierten Verdächtigen koordiniert wurde, habe Einnahmen aus illegalen Wetten und aus Spielen erzielt, deren Ergebnisse im Voraus abgesprochen worden waren, sowie aus Wetten, die über das legale Wettsystem der Türkei platziert wurden. Die Erlöse sollen über Wechselstuben und Juweliere im Großen Basar geflossen sein, bevor sie Krypto-Wallets erreichten, deren Nutzer nicht identifiziert werden konnten. Der Fall wurde von der Abteilung für Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche der Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Finanzaufsichtsbehörde MASAK bearbeitet.
Die Staatsanwaltschaft behauptete, die Organisation habe Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren ohne regelmäßiges Einkommen oder gewerbliche Tätigkeit rekrutiert, regelmäßig Einzahlungen in Höhe von etwa 2.080 US-Dollar (100.000 TL) auf deren Konten überwiesen und diese im Gegenzug für eine Provision von 1 % als „Wettpool-Konten“ genutzt. Selbst der Verdächtige mit dem geringsten Umsatz wies einen Kontoumsatz von rund 1,9 Millionen US-Dollar (90 Millionen TL) auf. Die Behörden nahmen 80 Verdächtige in 24 Provinzen fest und beschlagnahmten 11 Unternehmen, 45 Fahrzeuge, 16 Wohnimmobilien und 11 Grundstücke im Wert von etwa 7,3 Millionen US-Dollar (350 Millionen TL).
Im Rahmen einer separaten Operation der Gendarmerie mit Schwerpunkt in Adana wurden 4.742 Bankkonten und sechs Krypto-Konten gesperrt, die Verdächtigen gehörten, denen vorgeworfen wird, illegale Wettplattformen betrieben und Geldtransfers ermöglicht zu haben. Das Innenministerium teilte mit, dass bei Auswertungen der Finanzermittlungsdaten Kontobewegungen in Höhe von rund 104 Millionen US-Dollar (5 Milliarden TL) bei 47 Verdächtigen in 23 Provinzen festgestellt wurden; zudem wurden eine Briefkastenfirma, 23 Wohnimmobilien, 29 Fahrzeuge und 13 Grundstücke gesperrt.
Das Vorgehen zielt nun auch auf eine Unterbindung in Echtzeit ab. Die Staatsanwaltschaft in Istanbul schätzte, dass während der Weltmeisterschaft 2022 etwa 35 Milliarden US-Dollar illegal gesetzt wurden, und prognostizierte für das Turnier 2026 rund 50 Milliarden US-Dollar; dabei konzentrierte sie ihre Bemühungen auf das Finale als das Spiel mit dem höchsten Umsatzvolumen. Justizminister Akın Gürlek erklärte, die Staatsanwaltschaft habe 6.314 Bankkonten identifiziert, die für illegale Wettgeschäfte genutzt wurden, und den Banken zu Beginn des Spiels gleichzeitig Anweisungen zum Einfrieren dieser Konten erteilt. Türkische Medien berichteten, dass die Konten mithilfe eines KI-gestützten Analysesystems namens AVCI ermittelt worden seien.
Gürlek erklärte, im Rahmen derselben Operation seien 19 Offshore-„Finanzhäuser“ aufgedeckt worden, die mit illegalen Wettseiten vernetzte Wettplattformen betrieben; gegen 23 Verdächtige seien bereits gerichtliche Schritte eingeleitet worden. Im Februar erklärte er, die Türkei müsse „den Sumpf trockenlegen“, anstatt sich auf vereinzelte Strafverfolgungen zu verlassen, und wies die Generalstaatsanwälte aller 81 Provinzen an, der Koordination, der Sicherung digitaler Beweismittel und der Vermögenssicherung Vorrang einzuräumen.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












