Der Bankenausschuss des US-Senats hat einen 309-seitigen aktualisierten Entwurf des CLARITY Act veröffentlicht, während das wegweisende Gesetz zur Strukturierung des Kryptomarktes auf eine formelle Abstimmung am 14. Mai 2026 zusteuert.Key Takeaways
US-Senat legt 309-seitigen Entwurf des „Crypto CLARITY Act“ vor der Abstimmung am 14. Mai vor

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- <li><span style="font-weight: 400;"> Der 309-seitige Entwurf des CLARITY Act des Bankenausschusses des Senats zielt auf eine Abstimmung am 14. Mai ab.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Der Gesetzentwurf überträgt der SEC die Zuständigkeit für den Verkauf neuer Token und der CFTC die Kontrolle über den gesamten Sekundärhandel. </span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Eine Verabschiedung am 14. Mai würde den CLARITY Act noch vor Ende 2026 zur Abstimmung im gesamten Senat bringen.</span></li>
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Klare Abgrenzung zwischen SEC und CFTC
Der Digital Asset Market Clarity Act, allgemein als CLARITY Act bezeichnet, ist diese Woche der Verabschiedung deutlich näher gekommen, nachdem der Bankenausschuss des Senats einen überarbeiteten 309-seitigen Entwurf veröffentlicht hat, der 31 Seiten länger ist als die im Januar veröffentlichte 278-seitige Fassung. Eine Abstimmung im Ausschuss ist für den 14. Mai angesetzt – der bislang konkreteste legislative Schritt zur Festlegung formeller Regeln für die Struktur des Kryptomarktes in den USA.
Der Gesetzentwurf zieht eine rechtliche Grenze zwischen zwei Bundesbehörden, die sich seit Jahren über die Krypto-Aufsicht streiten. Im Falle einer Verabschiedung würde die Securities and Exchange Commission (SEC) den Verkauf neuer Token und Erstemissionen regeln, während die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) den Handel auf dem Sekundärmarkt regulieren würde – also die Aktivitäten, die an Börsen stattfinden, sobald ein Token bereits eingeführt wurde.Dieser Rahmen soll das, was die Branche seit langem als das „Regulation-by-Enforcement“-Modell der SEC bezeichnet, durch ein klares gesetzliches Regelwerk ersetzen, auf das sich Krypto-Unternehmen tatsächlich einstellen können.
Stablecoin-Renditen und der Weg zur Gesetzgebung
Eine wichtige Ergänzung des aktualisierten Entwurfs ist ein Kompromiss zu Stablecoin-Renditen, der von den Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks gemeinsam verfasst wurde. Die Vereinbarung verbietet Renditen auf Stablecoins, die wie ein Bankeinlagenzins funktionieren, lässt jedoch Spielraum für das, was der Gesetzentwurf als „bona fide activities“ (gutgläubige Aktivitäten) bezeichnet. Coinbase und Circle haben den Kompromiss öffentlich unterstützt und sich mehr als 100 Krypto-Unternehmen in einem gemeinsamen Brief angeschlossen, in dem sie den Bankenausschuss des Senats dazu auffordern, den Gesetzentwurf voranzutreiben.
Der aktualisierte Gesetzentwurf legt zudem Cybersicherheits- und Compliance-Standards für zentralisierte Intermediäre fest, die mit DeFi-Protokollen (Decentralized Finance) interagieren, während Open-Source-Softwareentwickler und Peer-to-Peer-Transaktionen ausdrücklich geschützt werden. Diese Ausnahmeregelungen gehen auf Bedenken ein, die gegenüber früheren Entwürfen geäußert wurden, bei denen Kritiker davor warnten, dass eine zu weit gefasste Formulierung einzelne Entwickler einer regulatorischen Haftung aussetzen könnte.Bitcoin.com News berichtete zuvor über den Bewertungsdruck, dem der CLARITY Act im Vorfeld der Markup-Sitzung ausgesetzt war, mit Fragen dazu, wie das Congressional Budget Office die fiskalischen Auswirkungen des Gesetzentwurfs bewerten würde. Diese Hürde scheint vor dem 14. Mai genommen worden zu sein.
Die Markup-Sitzung findet schließlich in einer Woche statt, die Analysten als Meilenstein für die US-Krypto-Regulierung bezeichnen. Am selben Tag beruft das Ways and Means Committee des Repräsentantenhauses eine parteiübergreifende Sitzung hinter verschlossenen Türen ein, um die Krypto-Steuerreform zu erörtern (ein paralleler Gesetzgebungsprozess, der neben der Markup-Sitzung zum CLARITY Act läuft).
Wenn der Ausschuss den Gesetzentwurf am 14. Mai weiterbringt, geht er zur Abstimmung im gesamten Senat. Analysten, die die Gesetzgebung verfolgen, sagen, dass der CLARITY Act vor Ende 2026 in Kraft treten könnte, sofern der Prozess ohne größere Komplikationen verläuft, auch wenn weitere Änderungen im Plenum und Verhandlungen weiterhin wahrscheinlich sind.










