Der Verkauf von 32 BTC durch Strategy löst laut einer von Cryptoquant veröffentlichten Analyse keinen weitreichenden Verkaufsdruck aus, doch die sich abschwächenden Gewinnindikatoren deuten darauf hin, dass das Vertrauen der Anleger schwindet, während sich auf dem Bitcoin-Markt zunehmend Angst breitmacht.
Analyst: Der BTC-Verkauf von Strategy ist trotz wachsender Bitcoin-Ängste kein bärisches Signal

Wichtige Erkenntnisse
- Der Analyse zufolge ist der Bitcoin-Verkauf von Strategy kein bärisches Signal, obwohl die Besorgnis am Markt über diesen Schritt wächst.
- Wichtige Rentabilitätskennzahlen sind rückläufig, was darauf hindeutet, dass Investoren Risiken abbauen, anstatt ihr Engagement zu erhöhen.
- Ein Durchbrechen wichtiger Unterstützungsniveaus könnte den Verkaufsdruck beschleunigen und die genaue Prüfung der Finanzierungsstrategie von Strategy verstärken.
Bitcoin-Kennzahlen zeigen, warum der BTC-Verkauf von Strategy kein bärisches Signal ist
Angst prägt zunehmend die Stimmung am Bitcoin-Markt, nachdem Strategy (Nasdaq: MSTR) den Verkauf von 32 BTC bekannt gegeben hat, was zu einer genaueren Beobachtung des Anlegerverhaltens und der Marktpositionierung geführt hat. Eine am 1. Juni von dem Datenanalyseunternehmen Cryptoquant veröffentlichte Analyse besagt, dass die Transaktion nicht auf einen bärischen Einbruch hindeutet, da On-Chain-Daten nur begrenzte Zuflüsse an Börsen und keine Anzeichen für eine breite Verteilung zeigen. Da sich BTC in der Nähe kritischer Unterstützungsniveaus bewegt, scheinen Anleger vorsichtiger zu sein, was das Risiko erhöht, dass Gewinnmitnahmen anhalten könnten, sollte das Vertrauen weiter schwinden. Cryptoquant veröffentlichte die Analyse zusammen mit Daten, die zeigen, dass sich wichtige Rentabilitätsindikatoren abschwächen, obwohl der allgemeine Verkaufsdruck gedämpft bleibt. Der Analyst verwies auf eine Fund-Flow-Ratio nahe 0,01, was darauf hindeutet, dass Bitcoin-Inhaber keine großen Mengen an BTC an Börsen transferieren. Gleichzeitig blieb der Net Unrealized Profit/Loss (NUPL) mit 0,27 positiv, was darauf hindeutet, dass Anleger weiterhin nicht realisierte Gewinne halten. Allerdings ist der Wert in den letzten Wochen gesunken, was signalisiert, dass die Rentabilität schrumpft und es schwieriger wird, die bullische Dynamik aufrechtzuerhalten. Der Analyst merkte an:
„Dies deutet darauf hin, dass keine großen Mengen an Bitcoin an Börsen fließen, was bedeutet, dass der Verkauf keinen weitreichenden Verkaufsdruck ausgelöst hat.“
Strategy gab am 1. Juni bekannt, dass es 32 BTC für 2,5 Millionen US-Dollar verkauft habe, wobei der Erlös voraussichtlich zur Finanzierung von Vorzugsaktienausschüttungen verwendet werden soll. Die Meldung schärfte die Aufmerksamkeit für Michael Saylors Bitcoin-gestütztes Kapitalmodell, da es sich um den ersten BTC-Verkauf von Strategy seit 2022 handelte. Saylor warb später für STRC, die Vorzugsaktie des Unternehmens, ohne direkt auf den Verkauf einzugehen, und lenkte die Aufmerksamkeit stattdessen auf die Dividendendeckung und den zukünftigen Finanzierungsbedarf.

Bitcoin-Gewinnkennzahlen zeigen nachlassende Dynamik ohne Panikverkäufe
Das Cryptoquant-Diagramm zeigte eine konkretere Sorge auf: Die Erholung des BTC-Preises verliert zunehmend die Unterstützung durch Rentabilitätskennzahlen. Obwohl Bitcoin in den letzten Monaten in Richtung der 80.000–85.000-Dollar-Marke geklettert ist, sind sowohl der NUPL als auch das Verhältnis von Marktwert zu realisiertem Wert (MVRV) von ihren jüngsten Höchstständen zurückgegangen. Der MVRV vergleicht den Marktwert von Bitcoin mit seinem realisierten Wert und hilft dabei zu beurteilen, ob der Vermögenswert überbewertet oder unterbewertet erscheint.
Die Analyse ergab einen MVRV-Wert von knapp 1,36, ein Niveau, das noch unter den Werten liegt, die üblicherweise mit bedeutenden Zyklushöhepunkten in Verbindung gebracht werden. Das deutet darauf hin, dass der Markt noch keinen überhitzten Höchststand erreicht hat. Der gleichzeitige Rückgang von MVRV und NUPL zeigt jedoch, dass die Dynamik nachlässt. Sollte BTC die Unterstützungszone von 70.000 bis 72.000 US-Dollar verlieren, könnte sich die Rentabilität für Anleger schneller verschlechtern und das Risiko eines zusätzlichen Verkaufsdrucks erhöhen. In der Analyse hieß es:
„Der Verkauf von 32 BTC durch Strategy ist für sich genommen kein bärisches Signal, könnte aber zu einem allgemeineren Umfeld der Gewinnmitnahmen beitragen. Derzeit überwiegt die Angst weiterhin den Optimismus am Markt.“
Die Sorge konzentriert sich nun darauf, ob der wachsende Fokus von Strategy auf STRC in Zukunft einen Finanzierungsdruck im Zusammenhang mit seinen Bitcoin-Beständen erzeugen könnte. Saylor hat BTC lange Zeit als den wichtigsten Vermögenswert des Unternehmens dargestellt, doch der Verkauf zeigte den Anlegern, dass Ausschüttungen Liquidität erfordern könnten. Für Anleger ist die zentrale Frage, ob künftige Verpflichtungen aus Vorzugsaktien mehr Liquidität erfordern könnten, falls sich die Marktbedingungen verschlechtern.












