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Polymarket hat laut WSJ gefälschte Gewinne in Höhe von 900.000 Dollar inszeniert, um gesperrte US-Nutzer anzulocken

Wie eine Untersuchung des „Wall Street Journal“ ergab, bezahlte Polymarket ein Netzwerk von Social-Media-Influencern dafür, Wetten und Gewinne auf nahezu identischen Nachbildungen seiner Website zu inszenieren. Dies war Teil einer Kampagne, die sich an Nutzer in den USA richtete; der Betrieb der Plattform ist dort gesetzlich untersagt.

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Polymarket hat laut WSJ gefälschte Gewinne in Höhe von 900.000 Dollar inszeniert, um gesperrte US-Nutzer anzulocken

Wichtigste Erkenntnisse

  • Das WSJ stellte fest, dass Polymarket-Creators in 118 Videos fast 900.000 US-Dollar an erfundenen Gewinnen zeigten.
  • Das Journal überprüfte 1.105 Videos; etwa 70 % zeigten Wetten, von denen keine echt war.
  • Polymarket zahlte den Erstellern laut WSJ monatlich 2 bis 3.000 US-Dollar und wies sie an, dies nicht öffentlich zu machen.

Wetten, die nie stattgefunden haben

Polymarket bezahlte vor allem Social-Media-Creators im College-Alter dafür, Wetten – und manchmal auch Gewinne – auf nahezu perfekten Nachbildungen der eigenen Website zu inszenieren, wie aus einer am Wochenende veröffentlichten Untersuchung des Wall Street Journal (WSJ) hervorgeht. Das Journal sichtete mehr als 1.100 Videos und stellte fest, dass die gezeigten Einsätze in Höhe von rund 1,9 Millionen Dollar nicht echt waren.

Das Aushängeschild der Kampagne war der Student George Makihara, der im Januar ein Video veröffentlichte, in dem er einen Gewinn von 100.000 Dollar aus einer Wette zeigte, dass Präsident Trump in diesem Monat das Wort „McDonald’s“ sagen würde. Es war eine von 145 Wetten im Gesamtwert von fast 410.000 Dollar, die Makihara offenbar zwischen Januar und Mitte Mai platziert hatte. Keine davon war echt, behaupten die WSJ-Reporter Katherine Long, Caitlin Ostroff, Neil Mehta und Brenna T. Smith. Auf der eigentlichen Website von Polymarket platzierten laut dem Journal in diesem Monat mehr als 50 Konten dieselbe „McDonald’s“-Wette. Alle gingen leer aus.

Um die Transaktionen zu inszenieren, so fand das Journal heraus, erstellte Polymarket nachgebildete Kopien seiner eigenen Website – darunter eine unter „poiymarket.com“ – und ließ die Creator dort statt auf der echten Plattform wetten. Von den 1.105 untersuchten Videos zeigten etwa 70 % eine Wette, und in den 778 Videos, in denen ein Creator scheinbar eine Wette platzierte, wurden ausnahmslos die gefälschten Websites genutzt. In 118 Videos, in denen Gewinne gefeiert wurden, präsentierten die Creator fast 900.000 Dollar an erfundenen Gewinnen; wären diese Positionen tatsächlich eingegangen, hätten sie nach Berechnungen des „Journal“ mehr als 166.000 Dollar verloren.

Die Creator erhielten monatlich etwa 2.000 bis 3.000 US-Dollar und wurden angewiesen, die Vereinbarung nicht offenzulegen; einige fügten erst dann „@polymarket partner“ zu ihren Biografien hinzu, als Reporter des „Journal“ begannen, Fragen zu stellen. Die Aktion lief über einen Marketing-Auftragnehmer namens Virality, der die Influencer nur dann bezahlte, wenn mindestens 60 % ihrer Zuschauer in den USA waren und sie laut dem vom „Journal“ zitierten Analyseunternehmen Tubular mehr als 140 Millionen Aufrufe auf TikTok, YouTube und Instagram erzielten.

Besonders bemerkenswert ist die Ausrichtung der Kampagne auf ein US-amerikanisches Publikum. Polymarket darf seine Hauptbörse seit einem Vergleich mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) aus dem Jahr 2022 nicht mehr für US-Amerikaner anbieten, obwohl US-Nutzer die Offshore-Plattform weiterhin über ein VPN erreichen können. Das Rohstoffrecht verbietet irreführendes Marketing, und die CFTC ist bereits zuvor gegen Unternehmen vorgegangen, die simulierte Handelsgeschäfte nutzten, um ihre Produkte zu verkaufen. Dennoch richteten sich die gefälschten Clips genau an dieses Publikum – entgegen einer Erkenntnis, die dieselbe Untersuchung zunichte machte: Eine separate Analyse des „Journal“ ergab, dass die meisten Polymarket-Nutzer Geld verlieren.

Die Kampagne ging über anonyme Clip-Ersteller hinaus. Polymarket schloss zudem einen millionenschweren Vertrag mit dem Streamer Adin Ross ab und bewarb Dutzende seiner Videos, von denen mehrere den Handel mit Insiderinformationen thematisierten. Diese Enthüllungen kommen nur wenige Wochen, nachdem eine Untersuchung von POLITICO am 5. Juni ergab, dass der Chief Marketing Officer von Polymarket mehr als zwei Dutzend Influencer mit mindestens 350.000 Dollar bezahlte, damit sie auf X für die Plattform warben – meist ohne die Vereinbarung offenzulegen.

Polymarket erklärte gegenüber dem Journal, man sei „der Aufrechterhaltung genauer, fairer und transparenter Märkte verpflichtet“ und werde eine umfassende Prüfung seiner aktiven Werbeinhalte durchführen. Die kritische Überprüfung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Plattform ihre Börse wieder ins Inland verlagert und Rekordvolumina auf dem Prognosemarkt anstrebt, die mittlerweile monatlich in die zweistelligen Milliarden reichen.

Für eine Plattform, deren gesamtes Verkaufsargument auf On-Chain-Transparenz beruht – also der Idee, dass jeder Handel öffentlich und anhand des Ledgers überprüfbar ist und die Nutzer niemandem vertrauen müssen –, stützte sich die Wachstumskampagne auf Gewinne, die nur in bearbeiteten Videos existierten, auf Websites, die keine Blockchain verifizieren konnte. Und aus Sicht der Nutzer lag der Beweis, dass diese Gewinne gefälscht waren, die ganze Zeit vor Augen. Doch es gab keine wirkliche Überprüfung, bis Mainstream-Journalisten an die Tür klopften.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.