Polymarket führt laut Bloomberg derzeit intensive Gespräche mit der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC), um ein Verbot aufzuheben, das den Zugang zu seiner wichtigsten Blockchain-basierten Börse für US-Händler seit 2022 verhindert. Die wichtigsten Punkte:
Bericht: Polymarket strebt vollständige Rückkehr in die USA an, während die Gespräche mit der CFTC voranschreiten

- Polymarket führte in den letzten Wochen Gespräche mit der CFTC, um das Verbot aus dem Jahr 2022 aufzuheben und seine Hauptbörse für US-Nutzer zugänglich zu machen.
- Eine vollständige Rückkehr in den US-Markt könnte Polymarket in direkten Wettbewerb mit Kalshi bringen und den Wettbewerb in einem Sektor verschärfen, in dem monatlich Milliardenumsätze erzielt werden.
- CFTC-Vorsitzender Michael Selig ist der einzige Kommissar, was bedeutet, dass die Genehmigung von einer einzigen Stimme abhängen könnte.
Polymarket bittet CFTC um Freigabe der Hauptbörse für amerikanische Händler
Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen, die mit Bloomberg sprachen, führte Polymarket in den letzten Wochen Gespräche mit CFTC-Vertretern über die Aufhebung des Verbots, das mit einer Durchsetzungsmaßnahme aus dem Jahr 2022 verbunden ist. Das Unternehmen, das seine Hauptbörse offshore betreibt, möchte diese Plattform direkt wieder für US-Nutzer zugänglich machen, anstatt sie über sein reguliertes inländisches Vehikel zu leiten.
Die CFTC hatte Polymarket, das damals unter dem Namen Blockratize Inc. firmierte, vor vier Jahren vorgeworfen, US-Personen nicht registrierte Event-Kontrakte ohne die erforderlichen behördlichen Genehmigungen angeboten zu haben. Das Unternehmen einigte sich auf einen Vergleich, indem es eine zivilrechtliche Geldstrafe in Höhe von 1,4 Millionen US-Dollar zahlte und sich bereit erklärte, amerikanische Händler von seiner internationalen Plattform auszuschließen.
Polymarket blieb nach diesem Vergleich nicht untätig. Im Juli 2025 erwarb das Unternehmen QCX LLC, eine bei der CFTC registrierte Derivatebörse und Clearingstelle, für rund 112 Millionen US-Dollar. QCX wurde in Polymarket US umbenannt und bot amerikanischen Händlern über lizenzierte Broker einen regelkonformen Zugang zur Plattform.
Die CFTC erließ Ende 2025 eine geänderte Ausweisungsverfügung, die einen begrenzten vermittelten Zugang für US-Nutzer ermöglichte. Polymarket startete eine inländische Version mit Schwerpunkt auf Sport und ausgewählten Veranstaltungen, obwohl das Handelsvolumen auf dieser Plattform nicht an das Ausmaß oder die Liquidität der wichtigsten Offshore-Börse heranreichte.
Diese Lücke scheint der treibende Faktor hinter den jüngsten Bemühungen zu sein. Mit den Gesprächen vertraute Personen teilten Bloomberg mit, dass sich die Verhandlungen auf die Integration der Blockchain-basierten Abläufe der Hauptbörse mit den inländischen QCX-Lizenzen konzentrieren, wobei die beiden möglicherweise unter einem einzigen regulatorischen Rahmen zusammengeführt werden sollen.
Die Intercontinental Exchange (ICE), die Muttergesellschaft der New York Stock Exchange (NYSE), tätigte eine strategische Investition von bis zu 2 Milliarden US-Dollar in Polymarket und bewertete das Unternehmen damit auf rund 8 Milliarden US-Dollar. Diese Unterstützung sowie eine Datenpartnerschaft mit Dow Jones haben dazu beigetragen, Polymarket als etablierte Finanzplattform zu positionieren, während das Interesse an Prognosemärkten für Wahlen, Sport und politische Ereignisse steigt.
Eine formelle Genehmigung würde wahrscheinlich eine Abstimmung der CFTC-Kommissare erfordern. Die Behörde hat derzeit nur einen amtierenden Kommissar, den Vorsitzenden Michael Selig, wobei mehrere Stellen unbesetzt bleiben. Diese Situation könnte eine Entscheidung beschleunigen, hat jedoch die Aufmerksamkeit von Gesetzgebern auf sich gezogen, die über eine Konzentration von Befugnissen besorgt sind.
Die CFTC äußerte sich nicht unmittelbar zu den Diskussionen. Auch Polymarket lehnte eine Stellungnahme ab. Im Falle einer Genehmigung würde eine voll funktionsfähige US-Börse Polymarket in direkten Wettbewerb mit Kalshi bringen, einem von der CFTC regulierten Markt für Ereignisverträge, der seit Erhalt der behördlichen Genehmigung in den USA tätig ist. Eine stärkere Beteiligung der US-Amerikaner würde zudem dazu führen, dass ein größeres Handelsvolumen unter Bundesaufsicht steht, anstatt unter fragmentierten Rahmenbedingungen auf Bundesstaatenebene.

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Die CFTC hat Schritte unternommen, um die ausschließliche Zuständigkeit für Prognosemärkte geltend zu machen, und Klagen gegen New York und Illinois wegen Konflikten mit den Glücksspielgesetzen der Bundesstaaten eingereicht. Kritiker haben Bedenken hinsichtlich der Marktintegrität und des Potenzials für Insiderhandel geäußert und dabei auf einen aktuellen Fall hingewiesen, in dem ein US-Soldat beschuldigt wird, ein VPN genutzt zu haben, um über die internationale Plattform von Polymarket mit geheimen Informationen zu handeln.
Polymarkets Weg von einem Vergleich im Jahr 2022 hin zu einem möglichen vollständigen Neustart in den USA spiegelt wider, wie krypto-native Prognosemärkte, gestützt durch institutionelles Kapital und eine sich wandelnde Bundespolitik, stetig auf einen regulierten Status hingearbeitet haben.









