Ein finnisches Gericht verurteilte den Streamer „Pottukoira“ zu einer Geldstrafe von rund 2.700 US-Dollar, weil er bei seinen lokalen Zuschauern für Offshore-Casinos geworben hatte, und entschied, dass die Staatsanwaltschaft nicht nachweisen müsse, dass er dafür jemals bezahlt worden sei – eine seltene strafrechtliche Verurteilung angesichts der weltweit verschärften Vorschriften für Glücksspielwerbung durch Influencer.
Finnland verurteilt einen Streamer wegen eines Glücksspielvergehens im Zusammenhang mit Casino-Werbeaktionen

Key Takeaways
- Das Bezirksgericht Nord-Savo verurteilte den Streamer Jouko „Pottukoira“ Kärkkäinen und verhängte gegen ihn eine Geldstrafe von rund 2.700 US-Dollar.
- Richterin Adelina Komulainen entschied, dass für die Verhängung der Geldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen kein Nachweis erforderlich sei, dass Kärkkäinen bezahlt worden sei.
- Zuvor hatte die finnische Polizeibehörde im Jahr 2024 bereits eine Verwaltungsstrafe in Höhe von rund 27.000 US-Dollar gegen ihn verhängt.
Ein seltener strafrechtlicher Schlag gegen einen Glücksspiel-Influencer
Ein Bezirksgericht in Nord-Savo, Finnland, verurteilte am 18. Juni den 44-jährigen Jouko „Pottukoira“ Kärkkäinen wegen eines Glücksspielvergehens, da er zwischen Mai 2023 und Februar 2024 auf seiner Website, auf Instagram und auf Kick finnische Zuschauer für andere Casinos als das staatliche Monopolunternehmen Veikkaus geworben hatte. Das Gericht verhängte 80 Tagessätze in Höhe von insgesamt etwa 2.700 US-Dollar (2.480 Euro) sowie einen Zuschlag von rund 90 US-Dollar.
Kärkkäinen bestritt jegliches Fehlverhalten und argumentierte, seine Streams seien eher Unterhaltung als kommerzielle Werbung, richteten sich nicht an Finnland und er habe keine Kontrolle über die Website, auf der die Casino-Links zu finden waren. Das Gericht wies diese Argumente zurück und verwies auf wiederholte Werbeanzeigen in finnischer Sprache – wie beispielsweise „150 Freispiele für nur 10 €“ –, die neben den Links zu seiner Website veröffentlicht wurden, und stellte fest, dass für eine Verurteilung wegen Glücksspielwerbung kein Nachweis erforderlich sei, dass der Werbetreibende bezahlt wurde oder einen Vorteil daraus gezogen habe; seine Absicht, für die Betreiber zu werben, reiche aus.
Der Fall ist vor allem wegen seiner großen Aufmerksamkeit ungewöhnlich. Finnische Influencer bewerben seit Jahren Offshore-Casinos, doch die Durchsetzung erfolgte bislang auf administrativem Wege – darunter eine bedingte Geldstrafe in Höhe von rund 27.000 US-Dollar, die die Nationale Polizeibehörde im Jahr 2024 gegen Kärkkäinen verhängte und die im Berufungsverfahren bestätigt wurde; daraufhin zog er nach Estland, um weiterhin mit ausländischen Betreibern zusammenzuarbeiten.
Das Veikkaus-Monopol wird derzeit abgebaut: Die Vergabe von Lizenzen begann im März 2026, und der regulierte Markt wird am 1. Juli 2027 in Kraft treten. Dennoch bleibt die Werbung für Betreiber, die nicht zu Veikkaus gehören, bis dahin illegal. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, und Kärkkäinen könnte bis zum 20. Juli Berufung einlegen, obwohl er angedeutet hat, dies nicht zu tun, und die Strafe mit einem Lachen abtat. Die Verurteilung passt in den Kontext einer allgemeinen Verschärfung der Glücksspielvorschriften in Europa – und der damit einhergehenden Spannungen. In den Niederlanden hat ein Werbeverbot den Marktanteil des lizenzierten Marktes unter die Hälfte gedrückt, was Befürchtungen schürt, dass Spieler zu nicht lizenzierten Seiten abwandern; Litauen treibt unterdessen das umfassendste Spielerkartensystem des Kontinents voran, ein für 2029 geplantes obligatorisches, betreiberovergreifendes System, von dem die Branche warnt, es könnte Spieler ins Ausland treiben. Der finnische Fall liegt auf derselben Bruchlinie: Die von Kärkkäinen beworbenen Offshore-Anbieter sind genau diejenigen, die diese Regelungen abgrenzen wollen – und je höher die Mauer, desto größer der Anreiz, sie zu umgehen.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












