Die Tschechische Republik ist das jüngste europäische Land, das Polymarket als nicht lizenziertes Glücksspiel gesperrt hat. Sie hat den kryptobasierten Prognosemarkt auf ihre offizielle Sperrliste gesetzt und den Internetanbietern 15 Tage Zeit gegeben, den Zugang zu sperren.
Tschechien sperrt Polymarket wegen unerlaubten Glücksspiels und ordnet eine 15-tägige Sperrung durch Internetdienstanbieter an

Das Wichtigste im Überblick
- Das tschechische Finanzministerium hat Polymarket am 13. Juli in seine Liste der nicht zugelassenen Internet-Glücksspiele aufgenommen.
- Internetprovider haben 15 Tage Zeit, den Zugang zu sperren; die Sperrliste des Ministeriums umfasst bereits mehrere tausend Websites.
- Die Entscheidung erfolgte nur wenige Tage, nachdem Gibraltar das weltweit erste spezielle Regulierungssystem für Prognosemärkte eingeführt hatte.
Eine weitere europäische Tür schließt sich, während sich in Gibraltar eine neue öffnet
Das tschechische Finanzministerium hat Polymarket am Montag in seine Liste der nicht zugelassenen Internet-Glücksspiele aufgenommen, wie das tschechische Institut für Glücksspielregulierung mitteilte, das am Dienstag auf die Aufnahme hinwies. Internetdienstanbieter haben nun 15 Tage Zeit, den Zugang zu der Plattform zu sperren. Das Ministerium, das die Liste führt, hat bereits mehrere tausend Websites darin erfasst.
Die tschechische Begründung spiegelt die Haltung wider, die Regulierungsbehörden in ganz Europa eingenommen haben: Unabhängig davon, wie sich Prognosemärkte selbst bezeichnen, funktionieren sie als Glücksspiel. Das Ministerium betrachtet Polymarket als unzureichend beaufsichtigt und daher als Risiko. Jan Řehola, Direktor des Instituts für Glücksspielregulierung – das die Entscheidung des Ministeriums begrüßte –, argumentierte, dass die Unterscheidung von grundlegender Bedeutung sei.
„Beim legalen Glücksspiel weiß der Staat, wer das Spiel betreibt, wer daran teilnimmt, welche Wetten verdächtig sind und welche Mechanismen zum Schutz der Spieler und der Marktintegrität vorgesehen sind“, sagte er. „Prognosemärkte hingegen ermöglichen Wetten auf praktisch jedes Ereignis – vom Wetter über politische Entscheidungen bis hin zu Sicherheitsoperationen –, jedoch ohne vergleichbare Aufsicht. Das ist keine Innovation ohne Risiko. Es ist ein Glücksspielprodukt außerhalb der Regeln.“ Řehola wies zudem auf ein für dieses Format spezifisches Risiko hin: Da sich die Kontrakte nach realen Ergebnissen richten, schaffen sie einen Anreiz, diese Ereignisse zu beeinflussen oder mit nicht öffentlichen Informationen zu handeln – das Äquivalent zum Insiderhandel auf Prognosemärkten. Diese Sorge hat Polymarket auch anderswo verfolgt, nachdem es zu Vorfällen gekommen war, bei denen Händler von Kontrakten auf geopolitische und sicherheitspolitische Ereignisse profitierten.
Die Struktur der Plattform ist ausschlaggebend dafür, warum sie immer wieder mit nationalen Glücksspielgesetzen in Konflikt gerät. Polymarket funktioniert als dezentrale Börse, die Abrechnungen in der Stablecoin USDC vornimmt, anstatt über einen lizenzierten lokalen Betreiber zu laufen, wodurch sie außerhalb der Rahmenbedingungen steht, die europäische Regulierungsbehörden zur Genehmigung und Beaufsichtigung von Wetten nutzen.
Das Institut stellte fest, dass eine Vielzahl von EU-Ländern die Plattform in den letzten Monaten eingeschränkt oder gesperrt hat – und der Druck hat sich in diesem Monat verstärkt, da Italien Polymarket erneut auf seine Sperrliste gesetzt hat und die Niederlande den Einspruch der Plattform zurückgewiesen haben. Die EU-Marktaufsichtsbehörde ESMA warnte diesen Monat separat, dass Ereignisverträge, die der Definition von Finanzinstrumenten entsprechen, gemäß den bestehenden Vorschriften für binäre Optionen bereits vom Verkauf an Privatkunden ausgeschlossen sind.
Entgegen diesem Trend gehen einige wenige Rechtsordnungen den umgekehrten Weg. Gibraltar hat diese Woche einen maßgeschneiderten Regulierungsrahmen für Prognosemärkte eingeführt – den ersten seiner Art weltweit –, der diesen Sektor aus dem allgemeinen Glücksspielgesetz herauslöst und Betreibern Lizenzen für die Bedienung des Marktes erteilt, anstatt sie zu verbieten. Malta hat angekündigt, ein ähnliches System zu prüfen. Das Ergebnis ist eine sich vertiefende Spaltung in Europa: Die meisten nationalen Regulierungsbehörden behandeln Prognosemärkte als nicht lizenziertes Glücksspiel und blockieren sie, während eine kleine Anzahl von Ländern darum konkurriert, zum regulierten Standort der Branche zu werden – und das zu einer Zeit, in der die Handelsvolumina an den Prognosemärkten auf Rekordhöhen gestiegen sind, was zum Teil auf die Fußball-Weltmeisterschaft zurückzuführen ist, ein Ereignis mit einem riesigen europäischen Publikum.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












