Der Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Michael Selig, hat die Mitarbeiter der Behörde angewiesen, einen alternativen Regulierungsrahmen für Kryptowährungsmärkte auszuarbeiten, falls es dem Kongress nicht gelingt, den ins Stocken geratenen „Clarity Act“ voranzubringen.
Selig erhöht den Druck, während die CFTC ihre eigenen Krypto-Vorschriften vorbereitet

Das Wichtigste im Überblick
- Selig wies die CFTC-Mitarbeiter am 20. August an, Ersatzvorschriften für den Kryptomarkt auszuarbeiten.
- Die CFTC-Vorschriften könnten den Börsen einen neuen Weg eröffnen, sollte der „Clarity Act“ 2026 ins Stocken geraten.
- Im September könnte der Senat die Beratungen wieder aufnehmen; für den „Clarity Act“ sind 60 Stimmen erforderlich.
Bei seiner Rede am Donnerstag auf der Eröffnungssitzung des CFTC-Innovationsbeirats in Washington erklärte Selig, dass er weiterhin den Weg über die Gesetzgebung bevorzuge, machte jedoch deutlich, dass die Behörde sich darauf vorbereite, ihre bereits bestehenden Befugnisse zu nutzen.
„Sollte der ‚Clarity Act‘ aufgrund der Obstruktion durch die Demokraten weiterhin ins Stocken geraten, wird die CFTC ihre bestehenden Befugnisse nutzen, um mit der Schaffung eines Regulierungsrahmens für Kryptomärkte zu beginnen“, erklärte Selig während der Sitzung.
Selig weist die CFTC an, einen Plan B auszuarbeiten
Selig sagte, er habe die CFTC-Mitarbeiter angewiesen, Regelungen zu prüfen, die eine bundesweite Marktstruktur für Krypto-Assets schaffen würden, ohne auf den Kongress zu warten. Der Rahmen könnte sowohl bestehende CFTC-Registrierte als auch Kryptowährungsbörsen umfassen, die derzeit außerhalb des Registrierungssystems der Behörde operieren.
Diese Plattformen könnten sich potenziell als eine spezielle Art von „Designated Contract Market“ (DCM) registrieren lassen, der als „Krypto-Asset-Markt“ bezeichnet wird. Diese Einstufung könnte es Plattformen ermöglichen, den Handel mit Kryptowährungen mit Hebelwirkung oder auf Margin-Basis nach Regeln anzubieten, die speziell für diese Märkte entwickelt wurden.
Selig hat zudem On-Chain-Software wie Hyperliquid im Visier. Er wies die Mitarbeiter an, gemeinsam mit den Entwicklern von On-Chain-Finanzprotokollen nach Wegen zu suchen, wie diese ihre Technologie in den Vereinigten Staaten legal anbieten könnten – ein Bereich, in dem seit Jahren Unsicherheit darüber herrscht, wann Softwareentwickler einer regulatorischen Haftung unterliegen.
„Clarity Act“ stößt im Senat auf Widerstand
Der regulatorische Ausweichplan kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der „Digital Asset Market Clarity Act“ Schwierigkeiten hat, den Kongress zu passieren. Der Gesetzentwurf würde den Kassahandel mit digitalen Rohstoffen weitgehend unter die Aufsicht der CFTC stellen, während Wertpapiere und bestimmte Anlageverträge weiterhin der Securities and Exchange Commission unterstehen würden.
Das Repräsentantenhaus verabschiedete seine Fassung im Jahr 2025, während Senatsausschüsse entsprechende Gesetzesvorlagen im Jahr 2026 vorlegten. Seitdem sind die Verhandlungen aufgrund von ethischen Beschränkungen für Regierungsangehörige, Renditen von Stablecoins, Schutzmaßnahmen für dezentrale Finanzen (DeFi) und anderen politischen Streitpunkten ins Stocken geraten.
Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, deutete Anfang August an, dass eine Abstimmung nicht vor der Augustpause stattfinden werde, wodurch sich eine mögliche Beratung auf Mitte September verschieben würde. Die Befürworter stehen vor einer weiteren Hürde, da 60 Stimmen erforderlich sind, um eine Filibuster-Blockade zu überwinden.
Washingtons Krypto-Uhr tickt
Selig und der Vorsitzende der SEC, Paul Atkins, haben argumentiert, dass ein Gesetz Kryptowährungsunternehmen mehr Rechtssicherheit biete als von Behörden erlassene Vorschriften. Ein Bundesgesetz lässt sich von einer künftigen Regierung wesentlich schwerer rückgängig machen.
Die Vorbereitungen der CFTC bauen zudem auf der früheren Zusammenarbeit mit der SEC auf, darunter das „Project Crypto“ – eine Initiative, die darauf abzielt, zu klären, welche digitalen Vermögenswerte in den Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Aufsichtsbehörde fallen, und sich überschneidende Anforderungen zu reduzieren. Es steht mehr auf dem Spiel als nur in Washington. Kryptowährungsunternehmen haben argumentiert, dass unklare Bundesvorschriften die Entwicklung von Produkten in den Vereinigten Staaten erschweren, während ausländische Rechtsordnungen klarer definierte regulatorische Rahmenbedingungen schaffen. Sollte der Kongress den „Clarity Act“ nicht verabschieden, könnten die von der CFTC erlassenen Vorschriften einen vorübergehenden Weg für Börsen und Entwickler bieten; diese wären jedoch weniger dauerhaft und könnten unter einer künftigen Regierung vor Gericht angefochten oder rückgängig gemacht werden.
Der September wird nun zum entscheidenden Zeitraum. Die CFTC bereitet sich darauf vor, den „Clarity Act“ umzusetzen, sollte der Kongress ihn verabschieden, während Seligs Anweisung sicherstellt, dass die Behörde auch darauf vorbereitet ist, ohne den Gesetzgeber zu handeln, falls die Gesetzgebung erneut ins Stocken gerät.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.











