Bereitgestellt von

Kalshi beantragt bei der CFTC die Genehmigung für unbefristete Wetten auf 500 Aktien und Kupfer

Kalshi hat bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Genehmigung für unbefristete Futures beantragt, die an einen US-Large-Cap-Aktienindex und den Kupferpreis gekoppelt sind, und setzt damit seine Expansion von Prognosemärkten hin zu etablierten Finanzprodukten fort.

GESCHRIEBEN VON
TEILEN
Kalshi beantragt bei der CFTC die Genehmigung für unbefristete Wetten auf 500 Aktien und Kupfer

Das Wichtigste im Überblick

  • Kalshi hat am 18. August einen Antrag für die unbefristeten Futures „US500“ und „COPPERPERP“ gestellt.
  • Die Kontrakte von Kalshi könnten den Zugang zu kontinuierlichen, gehebelten Marktexposures in den USA erweitern.
  • Die CFTC muss die beiden Anträge von Kalshi genehmigen, abändern oder ablehnen, bevor der Handel beginnen kann.

Die beiden am 18. August eingereichten Anträge zielen darauf ab, die Zulassung der Kontrakte „US500“ und „COPPERPERP“ zu erwirken. KalshiEX LLC ist ein bei der CFTC registrierter designierter Kontraktmarkt bzw. eine Börse. Der Handel mit keinem der beiden Kontrakte darf beginnen, solange die CFTC keine Genehmigung erteilt hat.

Was Kalshi notieren möchte

Ein Perpetual-Future, oft auch als „Perp“ bezeichnet, ermöglicht es einem Händler, auf steigende oder fallende Preise zu setzen, ohne die Aktien oder das Metall selbst zu kaufen. Im Gegensatz zu einem Standard-Futures-Kontrakt hat er kein festes Ablaufdatum. Kalshi beschreibt ihn in seinen Anträgen als „bar abgerechneten Futures-Kontrakt ohne festes Ablauf- oder Lieferdatum“.

Anstatt zu verfallen, sieht der Kontrakt eine periodische Ausgleichszahlung zwischen den Händlern auf den gegensätzlichen Seiten vor. Diese Zahlung soll den Kurs wieder in Richtung des zugrunde liegenden Marktes zurückführen. Einfach ausgedrückt zielt die Struktur darauf ab, zu verhindern, dass eine stets offene Wette auf den realen Markt zu weit von diesem abweicht.

US500 würde den MerQube US Large Cap Index nachbilden, einen Referenzindex, der sich aus den 500 größten in den USA notierten Unternehmen zusammensetzt. Ein Kontrakt entspräche 1 US-Dollar pro Indexpunkt und würde von Sonntagabend bis Freitagnachmittag gehandelt, wobei Barzahlungen anstelle einer Aktienlieferung erfolgen.

COPPERPERP würde den Spotpreis für Kupfer in Dollar pro Pfund anhand eines Preis-Feeds von Pyth Network nachbilden. Jeder Kontrakt würde 1.000 Pfund Kupfer repräsentieren, würde jedoch ebenfalls ausschließlich in bar abgerechnet. Kalshi schlägt eine Obergrenze von 25.000 Kontrakten für Netto-Long- oder Short-Positionen vor, wobei Ausnahmen für bestimmte legitime Absicherungs- und Spread-Geschäfte möglich sind.

Warum Kupfer und Aktien wichtig sind

In den Anträgen werden die Produkte als Instrumente für Unternehmen und Anleger dargestellt, deren Engagements nicht mit einem vierteljährlichen Verfallsdatum enden. Kupfer ist ein unverzichtbarer industrieller Rohstoff für Verkabelungen, im Bauwesen, in Fahrzeugen und bei Ausrüstung für Rechenzentren. Ein Hersteller, der sich Sorgen über anhaltend hohe Kupferkosten macht, könnte einen Kontrakt nutzen, der darauf ausgelegt ist, offen zu bleiben, anstatt auslaufende Positionen wiederholt zu ersetzen.

CFTC filing screenshot
CFTC-Antrag für unbefristete Kupfer-Futures.

Kalshi argumentiert, dass ein unbefristeter Kontrakt für Nutzer mit laufenden Engagements „Rollkosten und das Basisrisiko zum Roll-Datum beseitigen“ kann. Terminkontrakte mit festem Verfall bieten nach wie vor Funktionen, die manche Händler benötigen, darunter klare Abrechnungstermine und die Möglichkeit, die Beziehung zwischen verschiedenen Kontraktmonaten zu handeln.

Der Aktienindex-Kontrakt stellt eine weitere Herausforderung dar. Er würde Händlern an Werktagen nahezu kontinuierlichen Zugang zu einem breiten US-Aktienindex bieten, doch der Index selbst wird nur während der regulären Börsenzeiten berechnet. Die von Kalshi vorgeschlagene Berechnung der Finanzierung auf dem Prognosemarkt würde die Preise aus diesen regulären Handelszeiten verwenden, während der Kontrakt über Nacht weiter gehandelt werden könnte.

Die Regulierungsbehörden haben nun das Sagen

Kalshi entschied sich für den freiwilligen Prüfungsweg der CFTC gemäß Regulation 40.3, anstatt die Kontrakte einfach selbst zu zertifizieren. Das Unternehmen gibt an, dass es beabsichtigt, sie „kurz nach der Genehmigung durch die Kommission“ zu notieren, womit die Entscheidung der US-Aufsichtsbehörde zum unmittelbaren Meilenstein wird.

Die eingereichten Unterlagen sind zudem Teil einer breiteren Debatte darüber, wie US-Aufsichtsbehörden Perpetual-Kontrakte einordnen sollten. Kalshi argumentiert, dass es sich bei seinen Produkten um Futures handelt, da sie standardisiert, öffentlich gehandelt und zentral abgewickelt werden. Die CME Group hat den Ansatz der CFTC in Bezug auf Kalshis früheres Bitcoin-Perpetual-Produkt vor einem Bundesgericht angefochten und argumentiert, dass Perpetuals stattdessen als Swaps behandelt werden sollten – eine separate Kategorie mit anderen Regeln.

Vorerst stellen sich die praktischen Fragen, ob die CFTC einen der beiden Anträge genehmigt, welche Änderungen sie möglicherweise verlangt und ob Händler die neuen Produkte neben den etablierten Aktienindex- und Kupfer-Futures nutzen werden. Die Antwort wird zeigen, ob sich ein auf den Kryptomärkten populär gewordenes Handelsformat einen dauerhaften Platz im regulierten US-Finanzwesen sichern kann.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.

Tags in diesem Artikel