Ripple-Chef Brad Garlinghouse hat nach den US-Wahlen auf 67 Millionen Amerikaner verwiesen, die Kryptowährungen nutzen, und die Siege von Krypto-Befürwortern in beiden Parteien hervorgehoben. Damit unterstrich er das Ziel des Unternehmens, die Entwicklung digitaler Vermögenswerte mit klaren Regeln in den USA zu halten.
Ripple-CEO: Krypto bleibt, pro-Krypto-Politiker gewinnen

Das Wichtigste auf einen Blick
- Ripple-Chef Brad Garlinghouse hob nach den US-Zwischenwahlen hervor, dass Krypto-Befürworter in beiden großen Parteien Mandate gewonnen hätten.
- Dabei verwies er auf 67 Millionen Amerikaner, die laut einer Umfrage der von Ripple finanzierten National Cryptocurrency Association Kryptowährungen besitzen.
- Für den neuen Kongress nannte Garlinghouse dasselbe Ziel wie zuvor: klare Regeln für digitale Vermögenswerte, entwickelt in den USA.
Ripple-Chef Garlinghouse verweist auf 67 Millionen Krypto-Nutzer
Am 4. November schrieb Garlinghouse auf X, bei den US-Wahlen hätten krypto-freundliche Kandidaten in beiden Parteien gewonnen. Er zitierte dabei eine Stellungnahme von Ripple-Rechtschef Stuart Alderoty zur politischen Lage der Branche. In seinem Beitrag schrieb Garlinghouse:
„Krypto-Befürworter haben auf beiden Seiten des politischen Spektrums gewonnen … und die 67 Millionen Amerikaner (Tendenz steigend), die Kryptowährungen nutzen, werden nicht verschwinden. Ein neuer Kongress mit derselben Mission: klare Regeln, entwickelt in Amerika.“
Die Zahl von 67 Millionen Krypto-Besitzern stammt aus dem „2026 State of Crypto Holders Report“ der National Cryptocurrency Association (NCA), der am 13. Mai erschien. Die gemeinnützige Organisation, die über Kryptowährungen aufklären will, wird von Ripple finanziert, ihr Präsident ist Alderoty. Erstellt hat sie die Studie mit dem Marktforschungsunternehmen The Harris Poll, befragt wurden 10.000 Krypto-Besitzer in den USA. Demnach besitzt etwa jeder vierte erwachsene Amerikaner Kryptowährungen, ein Jahr zuvor war es jeder fünfte.
In Deutschland ist der Anteil deutlich kleiner. Knapp neun Millionen Erwachsene oder 12,8 Prozent besitzen laut einer repräsentativen Umfrage von Yougov im Auftrag der Beratungsfirma Bearingpoint Kryptowährungen, wie die Nachrichtenagentur dpa-AFX im August berichtete. Weitere 11,4 Prozent können sich einen Kauf vorstellen. Direkt vergleichbar sind die beiden Erhebungen allerdings nicht.
Fairshake-Erfolge spiegeln jahrelanges politisches Engagement wider
Alderoty schrieb Fairshake, einem Super-PAC, das krypto-freundliche Kandidaten unterstützt, bedeutende Erfolge in den Vorwahlen und bei der Hauptwahl zu. Super-PACs sind politische Aktionskomitees, die unabhängig von den Kampagnen der Kandidaten unbegrenzt Geld für Wahlausgaben sammeln dürfen. In seiner Stellungnahme zu den Wahlergebnissen führte der Ripple-Rechtschef die Lage der Branche auf jahrelange Arbeit von Basisaktivisten und Branchenorganisationen zurück. Manche Schlagzeilen würden das Ergebnis als Rückschlag für Krypto werten, schrieb er, die Fakten seien aber deutlich vielschichtiger.
Die Interessenvertretung Stand With Crypto führt Bewertungen von Kongresskandidaten, die deren Positionen zu digitalen Vermögenswerten festhalten. Alderoty erklärte: „Erste Daten von Stand With Crypto zeigen, dass in beiden Parteien eine beträchtliche Zahl krypto-freundlicher Abgeordneter gewählt wurde.“
Schon lange vor dieser Wahl unterstützte Ripple die Bemühungen auch finanziell. Im November 2024 gab das Unternehmen seine dritte Spende über 25 Millionen Dollar (rund 22,3 Millionen Euro) an Fairshake bekannt. Alderoty beschrieb sie damals als Teil von Ripples Versprechen, auch in den kommenden Jahren eine starke Kraft in Washington zu bleiben.
Politische Arbeit reicht über einen Wahlzyklus hinaus
Im September hatte Alderoty die Büros unentschlossener Senatoren aufgesucht, als der Senat über den Clarity Act beriet, ein Gesetz zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte. Er bat sie, sich vor der Abstimmung mit amerikanischen Krypto-Besitzern zu treffen. So wollte er die Erfahrungen von Wählern in die Debatte über das Bundesgesetz einbringen.
Am 15. September scheiterte der Gesetzentwurf im Senat, der Antrag auf Beendigung der Debatte erhielt nur 49 zu 50 Stimmen. Danach rief Alderoty die Branche auf, ihre politische Arbeit besser abzustimmen und ihre Botschaft zu schärfen. Nach der Wahl schrieb er:
„Herzlichen Glückwunsch an alle, die in dieser Woche gewählt wurden. Wir freuen uns darauf, mit Mitgliedern beider Parteien zusammenzuarbeiten, damit Amerika der beste Ort der Welt bleibt, um die Zukunft zu bauen. Klare Regeln für digitale Vermögenswerte waren nie ein Projekt für nur einen Wahlzyklus.“
Über die Wahlpolitik hinaus bezeichnete Alderoty Kryptowährungen als Teil des alltäglichen Finanzwesens und verwies darauf, dass Banken und Unternehmen sie einsetzen. Die Amerikaner nutzten digitale Vermögenswerte, um finanzielle Unabhängigkeit aufzubauen, ihre Unternehmen voranzubringen und Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Ripple will sich nach seinen Worten weiter politisch engagieren, über Super-PACs und andere Interessengruppen, und über gemeinnützige Organisationen wie die NCA über Kryptowährungen aufklären.
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Jetzt lesen: Ripple-Chef Garlinghouse: XRP wird Goldstandard für Krypto-ZahlungswegeDieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.
Über den Autor
GESCHRIEBEN VONKevin Helms
Kevin Helms ist ein Kryptowährungsjournalist, der sich auf Bitcoin, Blockchain-Regulierung und globale Märkte für digitale Vermögenswerte spezialisiert hat.


















