Bitgo Korea hat gerade einen der anspruchsvollsten Kryptomärkte Asiens erobert: Das Unternehmen hat die behördliche Zulassung erhalten, um institutionellen Kunden in Südkorea Verwahrungs- und Transferdienste für Kryptowährungen anzubieten, und damit direkt auf einem der weltweit umsatzstärksten Märkte für digitale Vermögenswerte Fuß gefasst.
Bitgo erobert den koreanischen Markt – mit Hana und SK Telecom an seiner Seite

Das Wichtigste auf einen Blick
- Bitgo Korea erhielt am 18. August die VASP-Zulassung und bietet nun Verwahrungsdienste für institutionelle Kunden an.
- Hana hält 25 % an Bitgo Korea, da strengere VASP-Vorschriften die Anforderungen an die Compliance erhöhen.
- Bitgo hat bislang noch keinen Starttermin bekannt gegeben, obwohl das Unternehmen ein Volumen von 63 Milliarden US-Dollar auf seiner Plattform ausweist.
Die koreanische Finanzermittlungsstelle (Korea Financial Intelligence Unit) hat am 18. August die Registrierung von Bitgo Korea als Virtual Asset Service Provider (VASP) genehmigt. Bitgo gab diese Woche bekannt, dass grünes Licht erteilt wurde – nur einen Tag bevor Südkorea die Tür mit strengeren Zugangsvoraussetzungen für Kryptowährungsunternehmen noch fester zuschlug.
Bitgo wählt den schwierigen Weg nach Korea
Die Registrierung ermöglicht es Bitgo Korea, Verwahrungs-, Verwaltungs- und Transferdienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte sowie damit verbundene Vermittlungsdienste anzubieten. Die Kundenliste richtet sich an Finanzinstitute, Vermögensverwalter, Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors. Was Bitgo nicht erhalten hat, ist die Erlaubnis, eine Kryptowährungsbörse für Privatkunden oder eine auf Won basierende Handelsplattform zu betreiben.
Die eigentliche Geschichte ist, wie Bitgo den Einstieg geschafft hat. Anstatt ein koreanisches Unternehmen zu kaufen, das bereits über eine VASP-Registrierung verfügte, baute Bitgo seinen lokalen Betrieb im Jahr 2024 von Grund auf auf und führte das neue Unternehmen durch den gesamten regulatorischen Spießrutenlauf Südkoreas.
Das bedeutete die Einrichtung lokaler Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML), von Sicherheitssystemen und einer operativen Infrastruktur sowie die Erlangung der Zertifizierung für ein Informationssicherheits-Managementsystem. Bei der institutionellen Verwahrung sind diese Kontrollen keine reine Formalität, da die Verwahrer letztendlich die digitalen Schlüssel schützen, mit denen die Kundenvermögen kontrolliert werden. Chen Fang, CEO von Bitgo Korea, erklärte:
„Wir haben uns dafür entschieden, Bitgo Korea vor Ort zu gründen und den VASP-Registrierungsprozess direkt abzuschließen, da wir der Überzeugung sind, dass die Betreuung koreanischer Institutionen ein langfristiges Engagement für den Markt und dessen regulatorischen Rahmen erfordert.“
Hana und SK Telecom stellen ihre Kräfte hinter Bitgo
Bitgo Korea betritt den Markt keineswegs allein. Der südkoreanische Finanzriese Hana Financial Group hält rund 25 % an dem Joint Venture, während SK Telecom etwa 10 % kontrolliert. Diese Beteiligungen gehen auf den September 2024 zurück und folgen auf eine Vereinbarung über die Verwahrung digitaler Vermögenswerte aus dem Jahr 2023 zwischen der Hana Bank und Bitgo.
Durch diese Konstellation wird die Kryptowährungs-Verwahrungstechnologie von Bitgo mit der Finanzinfrastruktur von Hana und den Authentifizierungs-, Identitäts- und Sicherheitskompetenzen von SK Telecom kombiniert. Noch wichtiger ist, dass Bitgo dadurch etwas erhält, was ausländische Kryptowährungsunternehmen nicht von heute auf morgen aufbauen können: ernstzunehmende lokale Unterstützung gepaart mit direkter behördlicher Genehmigung.
Südkorea verschärft die Compliance-Vorgaben
Der Zeitpunkt könnte kaum passender sein. Südkorea hat in diesem Monat seine Anforderungen an VASP-Anbieter verschärft, die Überprüfung von Großaktionären ausgeweitet und strengere Standards in den Bereichen finanzielle Solidität, Cybersicherheit, Personalausstattung, interne Kontrollen und Kundenschutz eingeführt.
Im Rahmen der neuen Finanzprüfungen müssen Antragsteller eine Obergrenze für die Verschuldungsquote von 200 % einhalten und Einschränkungen hinsichtlich Zahlungsausfällen in den vergangenen drei Jahren beachten. Die Aufsichtsbehörden prüfen zudem kontrollierende Anteilseigner und die Unternehmensführung noch genauer.
Bitgo schaffte die Registrierung noch zwei Tage vor Inkrafttreten dieser Anforderungen, obwohl das Unternehmen angibt, dass seine Systeme bereits auf die zunehmend anspruchsvollen Compliance-Standards Koreas ausgelegt waren.
Bitgo setzt auf den institutionellen Markt in Korea
Die Registrierung in Korea erweitert Bitgos wachsende Präsenz in regulierten Märkten um einen weiteren Markt; dazu gehören bereits Niederlassungen in den Vereinigten Staaten, Singapur, Deutschland, Dubai und New York. Bitgo meldete im ersten Quartal 2026 ein Vermögen von rund 63 Milliarden US-Dollar auf seiner Plattform sowie 11,8 Milliarden US-Dollar an gestakten Vermögenswerten.
Nun kommt der schwierigere Teil: die Genehmigung in Geschäft umzuwandeln. Bitgo hat weder einen Starttermin noch Angaben zu unterstützten Vermögenswerten, Gebühren oder Versicherungsdetails für seinen koreanischen Betrieb bekannt gegeben. Investoren und Institutionen werden genau beobachten, wie schnell Bitgo seinen regulatorischen Brückenkopf und seine einflussreichen lokalen Partnerschaften in ein funktionierendes Verwahrungsgeschäft umwandelt.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.










