Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, erklärte, dass die Bemühungen um eine Regulierung des Kryptomarktes in den USA sich einem Wendepunkt nähern, und verwies dabei auf die zunehmende Dynamik im Gesetzgebungsprozess. Nach Jahren der Unsicherheit betonte er, dass die Branche näher denn je daran sei, dauerhafte regulatorische Klarheit zu erlangen. Die wichtigsten Erkenntnisse:
'Näher denn je': Ripple-CEO sagt, das Zeitfenster für den CLARITY Act sei offen und jetzt sei der richtige Zeitpunkt zum Handeln

- Garlinghouse sagte, die Branche sei näher denn je daran, regulatorische Klarheit für Kryptowährungen in den USA zu erreichen.
- Garlinghouse deutete an, dass Washington angesichts wachsender Frustration möglicherweise kurz vor einem Kompromiss stehe.
- Die Annäherung zwischen SEC und CFTC erhöht den Druck auf den Kongress, die Signale der beiden Behörden in Gesetze umzusetzen.
Regulatorische Sicherheit bleibt zentral für den US-Markt für digitale Vermögenswerte
Regulatorische Sicherheit bleibt eine der wichtigsten Variablen für den US-Markt für digitale Vermögenswerte, da Unternehmen Washington dazu drängen, die wechselnden Signale der Behörden in dauerhaftes Recht umzusetzen. Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, bekräftigte diese Botschaft am 14. April anlässlich seines 11-jährigen Jubiläums im Unternehmen. In seinen Äußerungen verband er seine persönliche Amtszeit, politische Lobbyarbeit und den zeitlichen Rahmen der Gesetzgebung mit dem breiteren Bestreben der Branche nach stabilen Krypto-Regeln.
Garlinghouse erklärte auf der Social-Media-Plattform X: „Gestern habe ich mein 11-jähriges Jubiläum bei Ripple gefeiert. Damals hätte ich nicht ahnen können, dass wir immer noch um regulatorische Klarheit kämpfen würden.“ Er stellte das Thema als einen langwierigen politischen Kampf und nicht als kurzfristigen Streit dar. Der Geschäftsführer verwies zudem auf jüngste Treffen in Washington mit Senator Bill Hagerty, Senator Bernie Moreno, Senator Tim Scott, Senator John Boozman und Patrick Witt sowie auf einen Auftritt beim Semafor World Economic Summit. Er fügte hinzu:
„Der Kampf hat sich gelohnt … Ich weiß, dass wir näher dran sind als je zuvor.“
Diese Formulierung deutete auf wachsendes Vertrauen hin, dass die Krypto-Gesetzgebung von der Diskussion in eine umsetzbarere Phase übergeht.
Der Digital Asset Market Clarity Act, oft als CLARITY Act bezeichnet, wird nach der früheren Zustimmung des Repräsentantenhauses derzeit noch vom US-Senat geprüft. Der Gesetzentwurf wurde im Juli 2025 vom Repräsentantenhaus verabschiedet und befindet sich seitdem in Verhandlungen im Bankenausschuss des Senats. Die Gesetzgeber kehrten am 13. April nach der Osterpause zurück und eröffneten damit ein Zeitfenster für Fortschritte, das Beobachter als sehr eng bezeichnen. Der Ausschuss unter dem Vorsitz von Senator Tim Scott strebt eine Überarbeitung in den letzten beiden Aprilwochen an. Senator Bernie Moreno hat angedeutet, dass ein Scheitern des Gesetzentwurfs vor Mai die Beratung bis nach den Zwischenwahlen 2026 verzögern könnte. Jüngste Diskussionen konzentrierten sich auf Bestimmungen zu den Erträgen von Stablecoins, wobei eine Grundsatzvereinbarung passive Erträge einschränken, aktivitätsbasierte Belohnungen jedoch zulassen würde. Coinbase-Chef Brian Armstrong hat die Gesetzgebung kürzlich öffentlich unterstützt und damit ein zentrales Hindernis für die Branche beseitigt.
Neueste Äußerungen stehen im Einklang mit dem allgemeinen Bestreben nach klaren Krypto-Regeln
Die jüngsten Entwicklungen stehen auch im Einklang mit Garlinghouses allgemeinerer Argumentation, dass die Koordinierung zwischen den Behörden zwar wichtig ist, das politische Risiko für Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte jedoch nicht vollständig beseitigt. Auf einem kürzlich abgehaltenen Semafor World Economic Summit verwies er auf die Abstimmung zwischen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) als bedeutende Wende für die Branche.
Dennoch warnte der Ripple-Chef, dass sich die Haltung der Regulierungsbehörden unter einer neuen Führung ändern könne, sofern der Kongress keine klaren Standards festschreibt. Diese Ansicht spiegelt eine zentrale Sorge in den Kryptomärkten wider: Ohne dauerhafte gesetzliche Grundlagen sehen sich Unternehmen weiterhin mit Unsicherheiten hinsichtlich Aufsicht, Marktstruktur und Durchsetzungsrichtlinien konfrontiert. Garlinghouse verband die Debatte zudem mit der Politik und argumentierte, dass eine ablehnende Haltung gegenüber Kryptowährungen nur begrenzte Vorteile bei Wahlen bringe, da die Wählerbasis und der wirtschaftliche Einfluss der Branche wachsen. Garlinghouse betonte auf X:
„Das Fenster für den CLARITY Act ist offen. Und jetzt ist der Moment gekommen, zu handeln.“
Dieser Appell schärfte den legislativen Fokus seiner Botschaft und unterstrich die Dringlichkeit der aktuellen Lobbyarbeit. Er wiederholte zudem einen Punkt aus seinen öffentlichen Äußerungen zum Thema Kompromiss: „Wenn die Frustration der Menschen ihren Höhepunkt erreicht, gehen sie endlich Kompromisse ein, und die Sache wird erledigt. Ich glaube, wir sind an diesem Punkt angelangt.“ Zusammengenommen vermitteln diese Aussagen eine zurückhaltende, aber dennoch konstruktive Sichtweise, dass sich die Dynamik verstärkt, auch wenn ein endgültiger US-Krypto-Rahmen noch nicht gesichert ist.

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