Die Federal Reserve hat gerade etwas getan, was sie seit 1.148 Tagen nicht mehr getan hatte: die Zinsen angehoben. Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve (FOMC) beschloss mit 12:0 Stimmen, den Zielkorridor für den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 3,75 % bis 4 % anzuheben – die erste Anhebung seit dem 26. Juli 2023. Damit endet eine mehr als dreijährige Phase ohne Zinserhöhung, und die Geldpolitik kehrt in den Straffungskurs zurück, während die Inflation weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liegt.
Nach Jahren der unveränderten Zinsen und Zinssenkungen hat die Fed gerade erneut die Zinsen angehoben

Das Wichtigste im Überblick
- Die Federal Reserve hat die Zinsen nach 1.148 Tagen ohne Anhebung um 25 Basispunkte angehoben.
- Das FOMC stimmte mit 12:0 dafür, da die Inflation weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel der Federal Reserve lag.
- Der nächste Schritt der Federal Reserve hängt nun von der Inflation, der Beschäftigungslage und dem Wachstum ab.
Die Fed hat gerade eine 1.148-tägige Serie durchbrochen
Mehr als drei Jahre lang ging jede Zinsentscheidung der Federal Reserve in eine von zwei Richtungen: Beibehaltung oder Senkung. Am Mittwoch änderte sich dann das Drehbuch. Der Offenmarktausschuss (FOMC) beschloss einstimmig, seinen Leitzinskorridor um 25 Basispunkte von 3,5 %–3,75 % auf 3,75 %–4 % anzuheben. Das klingt nach einer gewöhnlichen Anpassung um einen Viertpunkt, bis man einen Blick auf den Kalender wirft. Die letzte Zinserhöhung der Fed erfolgte am 26. Juli 2023, als die Entscheidungsträger den Zielkorridor auf 5,25 % bis 5,5 % anhoben. Zwischen diesen beiden Erhöhungen liegen 1.148 Tage – ein ganzer Lockerungszyklus und eine ganz andere Zinslandschaft.
Von 5,5 % nach unten, dann wieder nach oben
Das Merkwürdige daran ist, wie viel Weg die Fed zurückgelegt hat, bevor sie wieder an diesem Punkt angelangt ist. Nach der Anhebung im Juli 2023 hielten die Entscheidungsträger die Zinsen etwa ein Jahr lang bei 5,25 % bis 5,5 %. Schließlich folgten Senkungen, und bis Juli 2026 war die Zielbandbreite auf 3,5 % bis 3,75 % gesunken. Nun hat der Aufzug die Richtung gewechselt. Die Märkte hatten bereits vorhergesagt, dass die FOMC-Mitglieder in diese Richtung tendieren würden.
Die Anhebung um einen Viertelpunkt am Mittwoch bringt den Zielkorridor effektiv wieder auf 3,75 % bis 4 % zurück – ein Niveau, das die Fed zuvor im Oktober 2025 aus der entgegengesetzten Richtung erreicht hatte, als sie die Zinsen um 25 Basispunkte senkte. Interessanterweise erzählen dieselben Zahlen auf der Anzeigetafel nun eine völlig andere geldpolitische Geschichte.
Inflation bremst den Lockerungszyklus
Die Erklärung der Fed war recht eindeutig. Die Wirtschaftstätigkeit wächst in einem soliden Tempo, Produktivität und Kapitalinvestitionen sind stark, der Beschäftigungszuwachs hält mit dem Wachstum der Erwerbsbevölkerung Schritt, und die Arbeitslosigkeit hat sich kaum verändert. Die Inflation bleibt jedoch auf einem hohen Niveau.
Das ist der Haken. Das erklärte längerfristige Inflationsziel der Fed liegt bei 2 %, und in der Erklärung vom Mittwoch hieß es, die Zentralbank werde „Preisstabilität gewährleisten“. Das Abstimmungsergebnis lautete 12:0, was bedeutet, dass es keinen Abweichler gab, der für eine weitere Beibehaltung oder eine anders dimensionierte Zinsänderung plädierte.
Für Kreditnehmer ist die Funktionsweise kein Rätsel. Der Leitzins ist zwar nicht der Zinssatz, den Verbraucher direkt für eine Hypothek oder eine Kreditkarte zahlen, aber er beeinflusst die Finanzierungsbedingungen in der gesamten Wirtschaft. Nachdem sie jahrelang darauf gewartet hatten, dass die Kreditkosten sinken, müssen Haushalte, Unternehmen und Märkte nun plötzlich eine Fed einkalkulieren, die bereit ist, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen.
Drei Jahre einseitiges Denken sind gerade zu Ende gegangen
Die Anhebung im Juli 2023 bildete den Abschluss einer Straffungsphase, in der der Leitzins seit Anfang 2022 um 525 Basispunkte angehoben worden war. Was darauf folgte, entwickelte sich schließlich zu einem Lockerungszyklus, in dem die Zinsen von diesem Höchststand von 5,25 % bis 5,5 % deutlich sanken. Am Mittwoch wurde dieses Muster durchbrochen.
Andererseits bedeutet eine einzige Zinserhöhung nicht automatisch den Beginn einer langen Zinserhöhungsphase. Die Fed hat den Leitzins lediglich um 25 Basispunkte angehoben, und ihre nächsten Entscheidungen werden vor dem Hintergrund derselben Spannungen getroffen, die auch in der Erklärung vom Mittwoch sichtbar waren: eine solide Konjunktur bei einer Inflation, die weiterhin über dem Zielwert liegt.
Nach 1.148 Tagen ohne Zinserhöhung ist die größere Frage nicht, was die Fed gerade getan hat. Es geht vielmehr darum, ob der Mittwoch eine einmalige Korrektur war oder der Moment, in dem der Zinszyklus still und leise die Richtung gewechselt hat. Nach der Entscheidung lagen alle wichtigen Indizes der Wall Street im Plus, und der Bitcoin-Kurs sprang über die 76.000-Dollar-Marke. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird BTC bei 76.224 Dollar pro Einheit gehandelt.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












