Bitcoin rutschte unter die Marke von 77.000 US-Dollar und erreichte ein Tagestief von 76.651 US-Dollar, nachdem der US-Erzeugerpreisindex im Monatsvergleich um 0,4 % gestiegen war – stärker als erwartet.
$562M Liquidationswelle trifft Kryptomarkt nach PPI-Inflationssprung

Das Wichtigste im Überblick
- Bitcoin rutschte am Donnerstag nach der Veröffentlichung des PPI durch das US-Arbeitsstatistikamt unter die 77.000-Dollar-Marke.
- Daten von Bitstamp zeigen einen Rückgang auf 76.651 US-Dollar, während die Liquidationen von Krypto-Derivaten einen Höchststand von 562 Millionen US-Dollar erreichten.
- Die Polymarket-Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte stiegen im Vorfeld des bevorstehenden CPI-Berichts auf 63 %.
Überraschender PPI-Anstieg löst Verkaufswelle aus
Der Bitcoin-Kurs rutschte am Donnerstag unter 77.000 US-Dollar, nachdem das US-Arbeitsstatistikamt Daten veröffentlicht hatte, die einen monatlichen Anstieg des US-Erzeugerpreisindex um 0,4 % zeigten. Obwohl weitgehend erwartet, ließ der marginale Anstieg des PPI die globalen Märkte dennoch einbrechen, da die Anleger damit möglicherweise die erste von zwei Bestätigungen erhielten, dass die Federal Reserve bei ihrer nächsten Sitzung die Zinsen nicht senken wird.
Daten von Bitstamp zeigen, dass Bitcoin kurz nachdem das BLS die Markterwartungen bestätigt hatte – nämlich eine steigende Inflation in den USA –, auf ein Tagestief von 76.651 US-Dollar fiel. Vor der Veröffentlichung hatte sich Bitcoin zwischen 78.000 und 79.000 US-Dollar konsolidiert.
Obwohl Bitcoin später die 77.000-Dollar-Marke wieder zurückeroberte, lag der Kurs weiterhin im Minus, nachdem er innerhalb von 24 Stunden um mehr als 2,5 % nachgegeben hatte, während die Marktkapitalisierung auf 1,55 Billionen Dollar sank. Zehn Tage nach Beginn des Septembers hatte der Bitcoin-Kurs keine Aufwärtsbewegung verzeichnet, was die Möglichkeit nahelegt, dass er den Monat unverändert abschließen wird, sofern nicht eine weitere makroökonomische Schlagzeile eine Rallye wieder in Gang bringt. Im Derivatebereich führte der starke Kursrückgang der Kryptowährung nach der Veröffentlichung des PPI innerhalb von vier Stunden zu Long-Liquidationen in Höhe von fast 74 Millionen US-Dollar. Dadurch stiegen die Long-Liquidationen innerhalb von 24 Stunden auf 112 Millionen US-Dollar, verglichen mit 8 Millionen US-Dollar bei Short-Positionen. Insgesamt erreichten die Liquidationen marktweit einen Höchststand von 562 Millionen US-Dollar, wobei Long-Positionen etwa 484 Millionen US-Dollar ausmachten.
Unmittelbar nach der Veröffentlichung schätzten die Wettenden bei Polymarket und Kalshi die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 63 % – ein Anstieg um 9 Prozentpunkte –, während das CME FedWatch-Tool 67 % anzeigte. Ökonomen gehen unterdessen davon aus, dass der Bericht zum Verbraucherpreisindex (VPI) zeigen wird, dass sich die jährliche Inflationsrate im August von 3,4 % im Juli auf 3,3 % verlangsamt hat. Auf Monatsbasis rechnen sie jedoch mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 0,4 %, nachdem diese im Juli um 0,1 % gestiegen waren.
Der starke Einbruch an den Kryptomärkten spiegelt eine tiefere makroökonomische Kluft zwischen Anleiheinvestoren und Washington wider. Der Versuch des US-Finanzministeriums, die langfristigen Renditen durch eine Verdreifachung der Rückkaufmaßnahmen auf 6 Milliarden US-Dollar zu begrenzen, schlug fehl, da der Anleihemarkt die Intervention umgehend zurückwies.
Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen als Benchmark stiegen über 4,90 % – ein Anstieg um 95 Basispunkte seit Beginn des Konflikts mit dem Iran –, wobei nach der expliziten Ausweitung der Rückkäufe durch das Finanzministerium weitere 10 Basispunkte hinzukamen. Analysten argumentieren, dass diese Entwicklung die Vergeblichkeit von Versuchen verdeutlicht, Renditen durch Rückkäufe zu steuern, wenn zugrunde liegende makroökonomische Faktoren wie erhöhte Brent-Rohölpreise und Rekordemissionsvolumina eine höhere Laufzeitprämie erfordern.
Da sich die Rendite 10-jähriger Anleihen nun der 5,00-Prozent-Marke nähert, werden die Kreditkosten sowohl für die US-Regierung als auch für den amerikanischen Durchschnittsverbraucher nur noch weiter steigen. Darüber hinaus sind die Hypothekenzinsen parallel dazu in die Höhe geschossen, was den Handel mit Wohnimmobilien praktisch zum Erliegen gebracht hat. Laut einem Beitrag im „Kobeissi Letter“ vom X lässt der offensichtliche Konflikt zwischen dem US-Finanzministerium und dem Anleihemarkt ein „äußerst ereignisreiches viertes Quartal“ erwarten.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.











