Die Charta des National Trust hat die Krypto-Verwahrung in einen umfassenderen regulatorischen Konflikt getrieben, als die US-Senatorin Elizabeth Warren die OCC wegen Genehmigungen im Zusammenhang mit Coinbase, Ripple, Bitgo und anderen Unternehmen unter Druck setzte. Mike Belshe, CEO von Bitgo, entgegnete, dass die treuhänderische Verwahrung das Vermögen der Kunden von Kreditrisiken trenne.
Der Streit um die Zulassung von Krypto-Banken spitzt sich zu, nachdem die OCC Coinbase, Ripple, Bitgo und andere zugelassen hat

Wichtige Erkenntnisse
- Senatorin Warrens Prüfung der OCC-Treuhandcharter verschärfte sich, als die Regulierung der Krypto-Verwahrung breitere Aufmerksamkeit auf sich zog.
- Der Schutz der Krypto-Verwahrung blieb im Mittelpunkt, da Belshe erklärte, dass Kundenvermögen von Kreditgeschäften getrennt bleiben.
- Belshe argumentierte, dass Treuhandbanken und Banken mit Mindestreservepflicht unter klareren Begriffen klassifiziert werden sollten.
Der Streit um die OCC-Charter rückt die Verwahrung digitaler Vermögenswerte in den Fokus
Die Debatte um die Zulassung von Krypto-Banken weitete sich aus, nachdem das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) nationale Treuhandlizenzen für Coinbase, Ripple, Bitgo und andere Unternehmen für digitale Vermögenswerte genehmigt hatte, was die Aufmerksamkeit der US-Senatorin Elizabeth Warren auf sich zog. Mike Belshe, CEO von Bitgo, reagierte am 19. Mai in einem offenen Brief und verteidigte die treuhänderische Verwahrung als ein stärkeres Modell des Verbraucherschutzes.
Im Mittelpunkt seines Briefes stand der rechtliche Unterschied zwischen Verwahrung und der Entgegennahme von Einlagen. Bitgo nehme keine Einlagen entgegen, vergebe keine Kredite aus Kundenvermögen und vermische keine Kundengelder, erklärte Belshe. Stattdessen halte das Unternehmen Vermögenswerte in getrennten, insolvenzsicheren Konten unter treuhänderischer Verantwortung. Er stellte dieses Modell den gescheiterten Krypto-Unternehmen gegenüber, die Kundenvermögen entgegennahmen, diese mit Unternehmensmitteln vermischten und den Kunden ungesicherte Forderungen hinterließen. Der Geschäftsführer betonte:
„Wir nehmen keine Einlagen entgegen. Wir verleihen keine Kundenvermögen. Wir vermischen keine Vermögenswerte.“
Warren untersuchte die Ripple National Trust Bank, die Paxos Trust Company LLC, die First National Digital Currency Bank, Fidelity Digital Asset Services, die Bitgo Trust Company, die Foris DAX National Trust Bank, die National Digital Trust Company, die Bridge National Trust Bank und die Coinbase National Trust Company.
Die Verteidigung der Trust-Charta konzentriert sich auf Risiko, Reserven und Aufsicht
Belshe stellte auch Warrens Verwendung des Begriffs „Kryptobank“ in Frage und argumentierte, dass dieser Begriff keine rechtliche Definition habe. Er sagte, die Bedeutung des Begriffs ändere sich je nachdem, ob eine Institution Einlagen entgegennimmt und Vermögenswerte verleiht oder lediglich digitale Vermögenswerte verwahrt. Diese Unterscheidung prägte seine umfassendere Verteidigung der Trust-Charta von Bitgo.
Nationale Treuhandbanken verwahren bereits Vermögenswerte wie Kunst, Edelmetalle, Schmuck, Ackerland, Unternehmensbeteiligungen und digitale Zugangsdaten, schrieb Belshe. Er argumentierte, dass digitale Vermögenswerte in diesen treuhänderischen Rahmen passen. Bitgo verfügt über eine Treuhandcharta des Bundesstaates South Dakota aus dem Jahr 2018 sowie über regulierte Einheiten oder Lizenzen in New York, der Schweiz, Deutschland, Dubai und Singapur.
Die Verwahrung von Stablecoin-Reserven war Gegenstand einer gesonderten Verteidigung. Belshe erklärte, Bitgo halte die Reserven vollständig vor, ohne Kreditvergabe oder Fristentransformation. Er fügte hinzu, dass Bitgo neben vierteljährlichen und jährlichen Prüfungen zweimal monatlich von Wirtschaftsprüfern bestätigte Reservebescheinigungen für Stablecoin-Vermögenswerte durchführe. Diese Häufigkeit, so argumentierte er, biete Kunden, Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit eine häufigere Überprüfung als die Call Reports der Banken.
Regulatorische Verpflichtungen für Depotbanken gelten für andere Risiken, schrieb Belshe. Einlagensicherung, Kapitalvorschriften, der Community Reinvestment Act und die Aufsicht nach dem Bank Holding Company Act betreffen Institute, die Kredite von Einlegern aufnehmen und risikobehaftete Kredite vergeben. Das Modell von Bitgo, so sagte er, vermeide diese Aktivitäten durch eine Eins-zu-eins-Treuhandverwahrung. Belshe argumentierte:
„Die Anlageklasse ändert nichts an der Struktur.“
In seiner abschließenden Aufforderung bat er Warren, direkt mit Bitgo und dessen Mitarbeitern in Kontakt zu treten. Belshe erklärte, das Unternehmen habe in den letzten zehn Jahren eine strengere Aufsicht angestrebt und betrachte die OCC-Charta als eine bundesstaatliche Erweiterung dieses Ansatzes, nicht als Flucht vor der Aufsicht. Er schlug zudem eine klarere Terminologie vor, die Banken mit Mindestreservepflicht von Reservebanken unterscheidet.











