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Krypto-Aufsicht im Fokus, nachdem Warren die Regulierung auf Bundesebene in Frage gestellt hat

Die US-Senatorin Elizabeth Warren befragte die CFTC dazu, ob sie in der Lage sei, die schnell wachsenden Krypto- und Prognosemärkte wirksam zu überwachen. In ihrem Schreiben führte sie Personalabbau, nachlassende Durchsetzung sowie potenziellen Einfluss seitens der Branche und der Politik als Risiken für Anleger an.

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Krypto-Aufsicht im Fokus, nachdem Warren die Regulierung auf Bundesebene in Frage gestellt hat

Wichtige Erkenntnisse

  • Senatorin Warren stellte in Frage, ob die CFTC Krypto- und Prognosemärkte mit weniger Personal beaufsichtigen kann.
  • Prognosemärkte stehen zunehmend unter Beobachtung, da sich Bundes- und Landesaufsichtsbehörden über Event-Kontrakte uneinig sind.
  • Der Kongress könnte die Befugnisse der CFTC erweitern, während Warren Unterlagen zu Branchenkontakten und Durchsetzungsentscheidungen anfordert.

Krypto-Aufsicht im Rampenlicht, nachdem Warren die Bundesregulierung in Frage gestellt hat

Die US-Senatorin Elizabeth Warren kündigte am 8. Juni eine Untersuchung an, ob die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Kryptowährungs- und Prognosemärkte wirksam regulieren kann. In einem Schreiben an CFTC-Vorsitzenden Michael Selig vom 5. Juni nannte sie Personalabbau, nachlassende Durchsetzung, politischen Druck und Berichte über Einflussnahme der Branche als Risiken für den Anlegerschutz und die Marktintegrität.

Prognosemärkte, die den Handel mit zukünftigen Ereignissen ermöglichen, wachsen rasant und erfordern eine strenge Aufsicht. Eine schwache Personalausstattung und Durchsetzung könnte diese Plattformen und Kryptowährungsbörsen anfällig für Manipulationen machen. Sie schrieb:

„Da Prognosemärkte rasant an Größe zunehmen und der Kongress Gesetze vorantreibt, die die Schutzmechanismen für Kryptowährungen zu lockern drohen, stellt die gemeldete Vereinnahmung der CFTC durch die Branche ernsthafte Risiken für amerikanische Familien und unsere Wirtschaft dar.“

Die CFTC hat ihren Streit mit den Bundesstaaten über Prognosemärkte eskalieren lassen. Die Behörde verklagte Arizona, Connecticut und Illinois und focht damit staatliche Maßnahmen gegen von der CFTC registrierte designierte Vertragsmärkte an. Später verklagte sie New York, Wisconsin und Rhode Island mit der Begründung, dass Bundesrecht bei Ereigniskontrakten, die auf bundesweit regulierten Plattformen gehandelt werden, Vorrang vor den Glücksspielgesetzen der Bundesstaaten habe.

Die Rolle der Behörde im Kryptobereich wird durch die Zusammenarbeit mit der Securities and Exchange Commission (SEC) ausgeweitet. Im März gaben die CFTC und die SEC eine Absichtserklärung zu Zusammenarbeit, Marktintegrität, Anlegerschutz und Kundenschutz bekannt. Die Behörden veröffentlichten später gemeinsame Krypto-Leitlinien, in denen klargestellt wurde, wie Bundeswertpapiergesetze auf bestimmte Krypto-Vermögenswerte und -Transaktionen anzuwenden sind.

Politischer Einfluss und regulatorische Vereinnahmung geben Anlass zur Sorge

In dem Schreiben wurde auf einen Personalabbau von rund 25 Prozent und rückläufige Durchsetzungsmaßnahmen hingewiesen. Es wurden Aufzeichnungen über die Kommunikation zwischen der CFTC und Kryptowährungs- sowie Prognosemarktunternehmen angefordert, ebenso wie Informationen über Mitarbeiter, die nach Durchsetzungsmaßnahmen vom Dienst suspendiert wurden.

Trump-nahe Geschäftsinteressen und Verbindungen zwischen Marktteilnehmern und Regierungsbeamten werfen laut dem Schreiben Fragen hinsichtlich der Unabhängigkeit der Behörde und ihrer Anfälligkeit für politischen Einfluss auf. Der Senator aus Massachusetts schrieb:

„Zusammengenommen sind dies besorgniserregende Anzeichen dafür, dass die CFTC politischen Druck und den Interessen wohlhabender Insider unterliegt, nicht an die Rechtsstaatlichkeit gebunden ist und es versäumt, Anleger und die Marktintegrität zu schützen.“

In der Anfrage wurde Selig außerdem gebeten, die Zuständigkeit und Regelungsbefugnis der CFTC in Bezug auf Prognosemärkte und Kryptowährungen zu klären. Personalabbau, weniger Durchsetzungsmaßnahmen und politischer Druck könnten den Anlegerschutz schwächen, während der Kongress eine Ausweitung der Zuständigkeiten der Behörde im Bereich digitaler Vermögenswerte erwägt.

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