Die CFTC und die SEC verstärken ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Kryptowährungen, Wertpapiere und Derivate, da die Aufsichtsbehörden mit zunehmenden Überschneidungen zwischen diesen Sektoren konfrontiert sind. CFTC-Vorsitzender Michael Selig verwies dabei auf eine Absichtserklärung, die Beteiligung am „Project Crypto“ sowie eine Taxonomie für Krypto-Vermögenswerte.
Die Abstimmung zwischen SEC und CFTC verringert das Risiko sich überschneidender Durchsetzungsmaßnahmen

Wichtige Erkenntnisse
- Die Bemühungen der CFTC und der SEC zielen darauf ab, mehr Konsistenz in die sich überschneidende Finanzmarktaufsicht zu bringen.
- Die zunehmenden Überschneidungen auf den Märkten haben den Druck auf eine klarere und einheitlichere Koordinierung der Regulierung erhöht.
- Unternehmen könnten von geringeren Compliance-Reibungsverlusten profitieren, wenn die Zusammenarbeit der Behörden voranschreitet.
SEC und CFTC treiben Bemühungen zur Angleichung der Krypto-Politik voran
Der Vorsitzende der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Michael S. Selig, erklärte am 12. Mai, dass die Behörde gemeinsam mit der Securities and Exchange Commission (SEC) an der Angleichung der Aufsicht, der Regelsetzung und der Durchsetzung in den zunehmend vernetzten Finanzmärkten arbeite. In seiner Rede auf der FINRA-Jahreskonferenz 2026 in Washington hob Selig zudem die Beteiligung am „Project Crypto“ der SEC sowie die Arbeit an einer Taxonomie für Krypto-Vermögenswerte hervor, die auf mehr regulatorische Klarheit abzielt. Da sich die Aktivitäten im Wertpapier- und Derivatebereich zunehmend überschneiden, stehen die Regulierungsbehörden unter Druck, Lücken zwischen ihren Regelwerken zu schließen. Selig merkte an, dass die CFTC und die SEC mehrere Schritte in Richtung einer einheitlicheren Aufsicht an den Schnittstellen ihrer Zuständigkeiten unternommen haben. Zu diesen Bemühungen gehören eine Absichtserklärung, eine gemeinsame Harmonisierungsinitiative sowie erwartete gemeinsame Aufforderungen zur Stellungnahme im Zusammenhang mit Portfolio-Margining und der Meldung von Swap-Daten. Die Regulierungsbehörden arbeiten zudem daran, die Swap-Meldepflichten der CFTC besser mit der SEC-Verordnung SBSR abzustimmen, dem Rahmenwerk für die Meldung von Wertpapier-basierten Swaps. Ein Großteil der Koordinierungsbemühungen erstreckt sich auf die breitere Aufsicht über Wertpapiere und Derivate, obwohl Initiativen zur Krypto-Politik in der Diskussion eine herausragende Rolle spielten. Selig führte aus:
„In den letzten Monaten haben wir eine Absichtserklärung unterzeichnet, eine gemeinsame Harmonisierungsinitiative ins Leben gerufen, uns dem Projekt Crypto der SEC angeschlossen und eine auf gesundem Menschenverstand basierende Taxonomie für Krypto-Vermögenswerte vorangetrieben, um den Entwicklern und Innovatoren unseres Landes Klarheit zu verschaffen.“
Die umfassendere Zusammenarbeit zwischen den Behörden erstreckt sich auch auf die Durchsetzungsmaßnahmen. Selig erklärte, dass parallele Maßnahmen und der Informationsaustausch das Risiko doppelter oder inkonsistenter Ergebnisse im Zusammenhang mit demselben zugrunde liegenden Verhalten verringert hätten. Die Zusammenarbeit der Mitarbeiter zwischen den Behörden, fügte er hinzu, könne die Compliance-Bemühungen rationalisieren und die Wirksamkeit der Regulierung über sich überschneidende Zuständigkeitsbereiche hinweg verbessern.
FINRA und NFA sehen sich wachsenden Anforderungen an die marktübergreifende Aufsicht gegenüber
Selbstregulierungsorganisationen benötigen ebenfalls eine engere Abstimmung, da sich die Marktaktivitäten über Wertpapier- und Warenderivate erstrecken, erklärte Selig. Die FINRA und die National Futures Association (NFA) agieren zunehmend in sich überschneidenden Bereichen, wodurch Unternehmen beiden Regulierungsstrukturen in einer Weise unterliegen, die ältere Rahmenwerke nicht immer vorgesehen haben.
Koordinierte Prüfungen, eine stärkere Angleichung der Aufzeichnungspflichten und gemeinsame Überwachungspraktiken könnten Regulierungsbehörden und Marktteilnehmern helfen, diese sich überschneidenden Verpflichtungen effizienter zu bewältigen. Selig stellte diese Bemühungen als Zusammenarbeit und nicht als Konsolidierung dar. Er merkte an, dass die Angleichung die Spezialisierung jeder Organisation bewahren und gleichzeitig die Konsistenz dort verbessern sollte, wo Koordination einen Mehrwert schafft. Selig beschrieb diese Chance mit folgenden Worten:
„Wir haben hier eine echte Chance für eine stärkere Zusammenarbeit. Nicht, um Identitäten zu verschmelzen oder wichtige Unterschiede zu nivellieren, sondern um die Organisationen so aufeinander abzustimmen, dass dies den Regulierungsbehörden und Marktteilnehmern hilft.“
Rechts- und Compliance-Teams könnten von einer klareren Koordinierung zwischen Behörden und Selbstregulierungsorganisationen profitieren, so Selig. Er fügte hinzu, dass einheitlichere Aufsichtsstandards Unternehmen dabei helfen könnten, Auslegungsrisiken zu verringern, Compliance-Kosten zu senken und Ressourcen in den schnelllebigen Finanzmärkten effektiver einzusetzen.

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