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CFTC verklagt New York, während sich der Streit um Prognosemärkte verschärft

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat New York wegen Prognosemärkten verklagt, nachdem der Bundesstaat zuvor Klage gegen Coinbase und Gemini eingereicht hatte, während sich der Konflikt zwischen Bund und Bundesstaaten um Ereignisverträge weiter verschärft. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob diese Produkte unter die Bundesaufsicht für Derivate oder unter die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten fallen. Die wichtigsten Punkte:

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CFTC verklagt New York, während sich der Streit um Prognosemärkte verschärft
  • Die CFTC hat New York verklagt, um die Durchsetzung der staatlichen Glücksspielgesetze zu verhindern.
  • Der Generalstaatsanwalt von New York nahm Coinbase und Gemini ins Visier und erhöhte damit den Druck auf die Börsen.
  • Gerichte könnten eine entscheidende Rolle dabei spielen, zu bestimmen, ob die CFTC die ausschließliche Kontrolle über Ereignisverträge hat.

Die CFTC-Klage stellt die New Yorker Regeln für Prognosemärkte auf die Probe

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verschärfte am 24. April 2026 ihren Kampf gegen Prognosemärkte, indem sie den Bundesstaat New York vor einem Bundesgericht verklagte. Der Fall markiert eine weitere Eskalation in einem anhaltenden Konflikt darüber, ob Event-Kontrakte als bundesweit regulierte Finanzderivate oder als staatlich regulierte Glücksspielprodukte behandelt werden sollten.

Die Klage wurde beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York eingereicht. Die Behörde will New York daran hindern, staatliche Glücksspielgesetze gegen bei der CFTC registrierte Kontraktmärkte anzuwenden. Die CFTC erklärte:

„New York hat versucht, staatliche Gesetze gegen bei der CFTC registrierte Unternehmen durch Unterlassungsaufforderungen und zivilrechtliche Durchsetzungsklagen durchzusetzen.“

„In ihrer Klage gegen New York beantragt die CFTC ein Feststellungsurteil, wonach ihr das Bundesrecht die ausschließliche Befugnis zur Regulierung von Event-Kontrakten gewährt, und fordert eine dauerhafte Unterlassungsverfügung, die den Staat daran hindert, vorrangige staatliche Gesetze gegen ihre Registranten durchzusetzen“, so die Aufsichtsbehörde.

Staatliche Durchsetzung weitet sich auf verschiedene Plattformen aus

Der Streit hat sich rasch ausgeweitet. Anfang dieses Monats verklagte die CFTC Arizona, Connecticut und Illinois mit der Begründung, diese Bundesstaaten würden in ihre ausschließliche Zuständigkeit eingreifen. Die Behörde stuft Event-Kontrakte gemäß dem Commodity Exchange Act (CEA) als Swaps ein. Nach dieser Auffassung würden Bundesgesetze die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten außer Kraft setzen. Das erklärte Anliegen der CFTC ist es, ein Flickwerk aus staatlichen Vorschriften zu vermeiden, das nationale Plattformen wie Kalshi oder Robinhood beeinträchtigen könnte.

Die Maßnahmen der Bundesstaaten verliefen parallel. New York verklagte Coinbase und Gemini am 21. April 2026 wegen angeblicher illegaler, nicht lizenzierter Glücksspielaktivitäten. Auch Wisconsin ging gegen Polymarket, Kalshi und Robinhood vor und forderte die Einziehung von Gewinnen, die von Einwohnern Wisconsins erzielt wurden. Die Position der CFTC erhielt Anfang dieses Monats Rückendeckung, als der Dritte Bundesberufungsgerichtshof eine einstweilige Verfügung bestätigte, die New Jersey daran hinderte, Glücksspielgesetze gegen Kalshi durchzusetzen.

Vorsitzender Michael S. Selig betonte am X:

„New York ist der jüngste Bundesstaat, der Bundesrecht und jahrzehntelange Präzedenzfälle ignoriert, indem er versucht, staatliche Glücksspielgesetze gegen bei der CFTC registrierte Derivatebörsen durchzusetzen. Die heutige Klage baut auf den laufenden Bemühungen der CFTC in anderen Bundesstaaten auf, ihre ausschließliche Zuständigkeit für Prognosemärkte zu schützen.“

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