Coinbase hat Kryptowährungen im Wert von über 3 Millionen US-Dollar eingefroren, die mit südostasiatischen Betrugsnetzwerken in Verbindung stehen, während die Bundesbehörden ihre Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung ausweiteten. An der vom US-Justizministerium unterstützten Aktion waren auch große Technologieunternehmen, Strafverfolgungsbehörden und Infrastrukturanbieter beteiligt.
Coinbase friert Kryptowährungen im Wert von 3 Millionen Dollar ein, während weltweite Betrugsnetzwerke ins Visier der Behörden geraten

Wichtige Erkenntnisse
- Coinbase hat Kryptowährungen im Wert von über 3 Millionen US-Dollar eingefroren, die mit Betrugsnetzwerken in Verbindung stehen, die in ganz Südostasien operieren.
- Durch die Koordinierung auf Bundesebene wurden Technologieunternehmen, Strafverfolgungsbehörden und Blockchain-Tools im Kampf gegen Online-Betrug zusammengebracht.
- Die Behörden nahmen Konten, Server, Infrastruktur und Kryptowährungsströme ins Visier, die mit Betrugsoperationen in Verbindung standen.
Wie sich die Einfrierung von 3 Millionen Dollar durch Coinbase in die umfassendere Betrugsbekämpfung des DOJ einfügt
Die Kryptobörse Coinbase (Nasdaq: COIN) gab am 3. Juni bekannt, dass sie Krypto-Vermögenswerte im Wert von über 3 Millionen US-Dollar eingefroren hat, die mit kriminellen Betrugsnetzwerken in Südostasien in Verbindung stehen. Die Maßnahme erfolgte durch die „Scam Center Strike Force“ des US-Justizministeriums (DOJ), wobei Apple, Google, Meta, Microsoft, Coinbase und SpaceXs Starlink zu den privaten Teilnehmern der umfassenderen Operation gehörten.
Die Operation konzentrierte sich auf Syndikate, die mit Liebesbetrug, Anlagebetrug und Zwangsarbeitsbetrug in Verbindung stehen. Diese Netzwerke hatten Opfer weltweit im Visier und nutzten Online-Konten, Finanzkanäle und physische Infrastruktur, um ihre Aktivitäten aufrechtzuerhalten.
Das Unternehmen stellte seine Rolle als Teil einer umfassenderen Initiative dar, um kriminelle Akteure aus dem Kryptobereich zu entfernen und gleichzeitig die legitimen finanziellen Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain zu erhalten. Das Krypto-Unternehmen schrieb:
„Coinbase hat Kryptowährungsguthaben im Wert von mehr als 3 Millionen US-Dollar eingefroren, die in direktem Zusammenhang mit diesen kriminellen Netzwerken stehen.“
Das US-Justizministerium erklärte, die Ergebnisse seien das Ergebnis der „Disruption Week“, einer koordinierten Initiative, die vom 18. bis 21. Mai in Washington stattfand. Zu den weiteren Teilnehmern aus dem privaten Sektor gehörten Silent Push, TRM Labs und Zenlayer.
Zu den beteiligten Behörden gehörten das FBI, der Secret Service, HSI, die australische Bundespolizei, das kanadische Anti-Betrugs-Zentrum, die neuseeländische Polizei, die Königliche Thailändische Polizei und die britische National Crime Agency.
Die Aktion führte zu mehr als 1,4 Millionen Kontosperrungen, der Einfrierung von Kryptowährungen im Wert von über 3,8 Millionen US-Dollar, der Unterbrechung böswilliger Netzwerkaktivitäten, der Abschaltung von Servern, der Weiterleitung von Ermittlungsergebnissen sowie sieben Festnahmen in Thailand.
Warum Blockchain-Aufzeichnungen zu einer wichtigen Waffe gegen Krypto-Betrug wurden
Die Börse beschrieb, wie Kryptowährungen Ermittlern helfen können, illegale Finanzströme effektiver aufzuspüren als viele traditionelle Systeme. Das Unternehmen verwies auf die permanenten Transaktionsaufzeichnungen der Blockchain als Werkzeug zur Rückverfolgung von Geldern über Wallets, Konten und Netzwerke hinweg. Diese Sichtweise stellt die gängige Meinung in Frage, dass digitale Vermögenswerte hauptsächlich Finanzkriminalität ermöglichen. Die groß angelegte Operation führte zu erheblichen Störungen im gesamten Betrugsökosystem. Laut Coinbase wurden mehr als 1,4 Millionen Konten gesperrt, 63 Festnahmen vorgenommen, Tausende von Starlink-Kits deaktiviert und kriminelle Vermögenswerte in Millionenhöhe eingefroren. Die Ergebnisse zeigen, wie koordinierter Druck Betrugsgruppen gleichzeitig in den Bereichen Kommunikation, Zahlungsverkehr und Infrastruktur treffen kann. Coinbase schrieb:
„Diese Operation ist der Beweis dafür, dass Betrüger nicht von einem einzelnen Unternehmen oder einer einzelnen Behörde allein gestoppt werden können.“
Das US-Justizministerium stellte fest, dass die Verluste durch Krypto-Investitionsbetrug von 3,96 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 5,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 gestiegen sind. Die gemeldeten Verluste stiegen 2025 um 24 % auf über 7,2 Milliarden US-Dollar. Das Ministerium hob außerdem hervor, dass viele Operationen von Stützpunkten in Kambodscha, Laos und Myanmar aus betrieben werden, wo Opfer von Menschenhandel möglicherweise gezwungen werden, Opfer im Ausland zu betrügen.












