Die Durchsetzung der Glücksspielvorschriften durch den Staat gegen Kalshi wird angefochten, da 38 Generalstaatsanwälte die Klage des Bundesstaates Massachusetts unterstützen. Der Fall könnte darüber entscheiden, ob Bundesstaaten Glücksspiel-Lizenzvorschriften im Rahmen von Veranstaltungsverträgen durchsetzen können. Wichtige Erkenntnisse:
38 Generalstaatsanwälte unterstützen die Klage des Bundesstaates Massachusetts gegen Kalshi wegen Prognosemärkten

- Eine Koalition aus 38 Generalstaatsanwälten unterstützt die Klage von Massachusetts, in der Kalshi vorgeworfen wird, nicht lizenzierte Sportwetten zu ermöglichen.
- Eine Klage der CFTC verschärft den Streit, da die Bundesaufsichtsbehörde die ausschließliche Zuständigkeit für Prognosemärkte beansprucht.
- Ein Gerichtsurteil im Fall von Massachusetts könnte das Gleichgewicht zwischen der Durchsetzung staatlicher Glücksspielvorschriften und den Aufsichtskompetenzen des Bundes neu gestalten.
Klage gegen Kalshi wegen Sportwetten führt zu verstärktem Durchsetzungsdruck der Bundesstaaten
Eine parteiübergreifende Koalition von 38 Generalstaatsanwälten hat einen Amicus-Brief eingereicht, der die Klage von Massachusetts gegen Kalshi unterstützt, und argumentiert, dass die Plattform gegen staatliche Glücksspielgesetze verstößt, indem sie Sportwetten ohne Lizenz anbietet. Der Schriftsatz wurde beim Obersten Gerichtshof von Massachusetts eingereicht und fordert die Durchsetzung der staatlichen Autorität bei der Glücksspielregulierung. Die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, sagte am 24. April:
„Prognosemärkte können die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten, die zum Schutz der Verbraucher dienen, nicht ignorieren.“
Die Generalstaatsanwälte argumentieren, dass die Plattform von Kalshi „Ereignisverträge“ anbietet, die es Nutzern ermöglichen, auf Ergebnisse, einschließlich Sportereignisse, zu wetten, ohne die staatlichen Lizenzanforderungen zu erfüllen. Massachusetts verklagte Kalshi im September 2025 wegen angeblicher illegaler Sportwettenaktivitäten. Daraufhin argumentierte Kalshi, seine Angebote seien Finanzinstrumente, sogenannte Swaps, die unter die Zuständigkeit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) fielen. Die Generalstaatsanwälte weisen diese Behauptung zurück und erklären, der Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act sei dazu gedacht gewesen, Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Rezession von 2008 zu regulieren, nicht aber, landesweit Sportwetten zuzulassen. Sie argumentieren, das Gesetz erwähne Glücksspiel nicht und verdränge nicht die Zuständigkeit der Bundesstaaten.
Bundesstaaten klagen gegen Kalshi wegen Zuständigkeiten bei der Glücksspielaufsicht
Zu den Unterzeichnern gehören die Generalstaatsanwälte von Alabama, Alaska, Arizona, Arkansas, Kalifornien, Colorado, Connecticut, Delaware, Hawaii, Idaho, Illinois, Iowa, Kansas, Louisiana, Maine, Maryland, Michigan, Minnesota, Mississippi, Nebraska, Nevada, New York, New Jersey, New Mexico, North Carolina, Ohio, Oklahoma, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Utah, Vermont, Virginia, Wisconsin und dem District of Columbia. Die Generalstaatsanwälte erklären, dass die Regulierung des Glücksspiels seit langem in der Zuständigkeit der Bundesstaaten liege und dass jede Verlagerung von Befugnissen eine klare Vorgabe durch den Kongress erfordern würde. Zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Dodd-Frank-Gesetzes war es den Bundesstaaten nach Bundesrecht untersagt, Sportwetten zu legalisieren; diese Regelung blieb bis 2018 in Kraft. Die Beamten argumentieren zudem, dass die Bundesstaaten am besten in der Lage seien, mit den durch Glücksspiele verursachten Schäden umzugehen, einschließlich des Verbraucherschutzes und der Verhinderung des Kontakts von Jugendlichen mit Glücksspielen. Generalstaatsanwältin Letitia James sagte:
„Kalshis Sportwettenverträge sind nichts anderes als illegales Glücksspiel unter einem anderen Namen, und sie sollten sich an dieselben Regeln halten wie jede andere lizenzierte Glücksspielplattform.“
In dem Schriftsatz wird hervorgehoben, dass Nutzer im Jahr 2025 monatlich mehr als 1 Milliarde US-Dollar auf der Plattform setzten, wobei 90 % auf Sportwetten entfielen. Die Generalstaatsanwälte fordern das Gericht auf, ein Urteil der Vorinstanz zu bestätigen, das Kalshi untersagt, Einwohnern von Massachusetts während des laufenden Verfahrens Sportwetten anzubieten, sofern das Unternehmen nicht die erforderliche Lizenz erhält.
Unabhängig davon teilte die CFTC am 24. April mit, dass sie einen Amicus-Schriftsatz eingereicht habe, in dem sie die ausschließliche Zuständigkeit für Prognosemärkte geltend mache und argumentiere, dass Bundesrecht Vorrang vor staatlichen Vorschriften habe. Der Vorsitzende Michael S. Selig sagte: „Der Kongress hat der CFTC die alleinige Befugnis übertragen, Rohstoffderivatemärkte, einschließlich Prognosemärkte, zu regulieren.“

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