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CFTC verklagt Rhode Island, da staatliche Vorschriften Prognosemärkte gefährden

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat in einem Rechtsstreit in Rhode Island über Prognosemärkte interveniert, um zu verhindern, dass die Glücksspielgesetze des Bundesstaates auf bundesrechtlich regulierte Plattformen für Ereignisverträge angewendet werden. Im Mittelpunkt des Streits stehen zivilrechtliche Sanktionen, Einwände hinsichtlich der Vorrangigkeit des Bundesrechts sowie mehrere Anfechtungen seitens des Bundesstaates.

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CFTC verklagt Rhode Island, da staatliche Vorschriften Prognosemärkte gefährden

Wichtige Erkenntnisse

  • Bundesbeamte fechten den Versuch von Rhode Island an, Plattformen für Ereignisverträge unter Glücksspielgesetzen zu regulieren.
  • Prognosemärkte sind zu einem wichtigen Schauplatz regulatorischer Auseinandersetzungen geworden, da sich der Handel auf politische, wirtschaftliche und sportbezogene Ereignisse ausweitet.
  • Gerichte könnten entscheiden, ob das Bundeswarenhandelsgesetz der Durchsetzung staatlicher Glücksspielgesetze gegen registrierte Märkte vorgeht.

CFTC geht wegen Streit um Prognosemärkte gegen Rhode Island vor

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gab am 28. Mai bekannt, dass sie sich entschlossen hat, in einen Rechtsstreit vor einem Bundesgericht einzugreifen, der Rhode Island und bei der CFTC registrierte Prognosemärkte betrifft. Die Behörde will den Bundesstaat daran hindern, Glücksspielgesetze auf bundesweit regulierte Plattformen für Event-Kontrakte anzuwenden, und erweitert damit einen umfassenderen Zuständigkeitsstreit im Zusammenhang mit Prognosemärkten und der Bundesaufsicht über Derivate.

Der Klageunterlage zufolge strebte Rhode Island zivilrechtliche Sanktionen an, nachdem ein ausgewiesener Kontraktmarkt wegen drohender Durchsetzungsmaßnahmen eine Beschwerde gegen den Bundesstaat eingereicht hatte. Die Aufsichtsbehörde argumentierte, dass Event-Kontrakte unter den Commodity Exchange Act fallen und der Bundesaufsicht unterliegen. Mit diesem Fall reiht sich Rhode Island in eine wachsende Liste von Bundesstaaten ein, die die Zuständigkeit der Behörde anfechten, darunter Arizona, Connecticut, Illinois, Minnesota und New York. CFTC-Vorsitzender Michael S. Selig erklärte:

„CFTC-registrierte Börsen sahen sich einer Flut von Klagen ausgesetzt, die darauf abzielen, den Zugang der Amerikaner zu Event-Kontrakten einzuschränken und die alleinige Regulierungshoheit der CFTC über Prognosemärkte zu untergraben.“

Aufsicht über Prognosemärkte wird parallel zur Krypto-Regulierung ausgeweitet

Die Bundesaufsichtsbehörden stufen Prognosemärkte weiterhin als Warenderivate und nicht als Glücksspielprodukte ein. Diese Unterscheidung hat an Bedeutung gewonnen, da Ereignisverträge mit Bezug zu Politik, Wirtschaft und Sport zunehmend Handelsaktivitäten und Interesse an digitalen Vermögenswerten auf sich ziehen. Präsident Donald Trump sprach sich kürzlich für die Bundesaufsicht aus. In einem Beitrag auf Truth Social argumentierte Trump, dass die CFTC die ausschließliche Zuständigkeit für Prognosemärkte behalten sollte, bezeichnete den Sektor als wichtige finanzielle Innovation und warnte, dass widersprüchliche staatliche Vorschriften die Branche fragmentieren könnten. Er stellte zudem einen Zusammenhang zwischen Prognosemärkten und Bitcoin einerseits und der allgemeinen Wettbewerbsfähigkeit der USA im Bereich neuer Finanztechnologien andererseits her. Der Rechtsstreit erstreckt sich mittlerweile auf Dutzende von Bundesstaaten. Mehr als 40 Bundesstaaten haben Bedenken hinsichtlich der Prognosemärkte geäußert oder Bemühungen unterstützt, die Vorrangansprüche des Bundes anzufechten. Vertreter der Bundesstaaten argumentieren, dass ereignisbasierte Kontrakte Sportwetten ähneln und daher weiterhin den lokalen Glücksspielgesetzen und Verbraucherschutzvorschriften unterliegen sollten.

Selig betonte:

„Diese Produkte sind Warenderivate und fallen eindeutig in den Zuständigkeitsbereich der CFTC.“

Jüngste Urteile haben die Position der CFTC gestützt. Ein Bundesberufungsgericht bestätigte im April eine einstweilige Verfügung gegen New Jersey und stellte fest, dass Bundesrecht wahrscheinlich Vorrang vor der Durchsetzung staatlicher Glücksspielgesetze gegen bundesweit regulierte Betreiber von Prognosemärkten hat. Die Aufsichtsbehörde hat zudem ihr Engagement bei der Durchsetzung der Marktintegrität verstärkt, unter anderem durch die Unterstützung eines Bundesverfahrens wegen Insiderhandels im Zusammenhang mit Aktivitäten auf Prognosemärkten.

Der Rechtsstreit in Rhode Island könnte Einfluss darauf haben, wie zukünftige Plattformen für Ereignisverträge mit Bezug zu digitalen Vermögenswerten in den Vereinigten Staaten operieren. Börsen und Handelsunternehmen beobachten weiterhin, ob Bundesgerichte die Position der CFTC bestätigen, dass der Commodity Exchange Act den Glücksspielgesetzen der Bundesstaaten vorgeht, wenn er auf registrierte Märkte für Ereignisverträge angewendet wird. Ein Urteil zugunsten der Behörde könnte die Rechtssicherheit für Betreiber von Prognosemärkten und Unternehmen stärken, die regulierte Produkte für Ereignisverträge ausbauen.