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OKX-Umfrage: Europas Kryptoanleger setzen Krypto vor die Altersvorsorge

Wer bereits in Kryptowerte investiert hat, verbindet damit häufig den langfristigen Vermögensaufbau. Das zeigt eine Umfrage der Kryptobörse OKX unter knapp 2.000 Anlegern mit Kryptoerfahrung in den USA, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Polen. In den vier europäischen Ländern nannte fast jeder Fünfte Kryptowerte als die Anlage, die am ehesten für dauerhaftes Vermögen steht, Altersvorsorgekonten dagegen nicht einmal jeder Zehnte. In den USA fiel die Rangfolge umgekehrt aus.

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OKX-Umfrage: Europas Kryptoanleger setzen Krypto vor die Altersvorsorge

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Laut einer Umfrage der Kryptobörse OKX unter Kryptoanlegern in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Polen verbindet fast jeder Fünfte dauerhaftes Vermögen vor allem mit Krypto.
  • Altersvorsorgekonten nannte in diesen Ländern nicht einmal jeder Zehnte, in den USA dagegen etwa jeder Fünfte; über alle Länder hinweg liegen Immobilien mit 34 Prozent vorn.
  • In Deutschland könnte der Steuervorteil für langes Halten entfallen: Für Coins, die ab 2027 gekauft werden, will das Finanzministerium die einjährige Haltefrist abschaffen.

Immobilien bleiben das Sinnbild für Vermögen

In den USA wählte etwa jeder Fünfte das Altersvorsorgekonto, aber nur etwa jeder Achte Kryptowerte, wie OKX am Donnerstag in einer Auswertung schrieb. Über alle fünf Länder gerechnet stehen Immobilien an erster Stelle. Fasst man die beiden Antworten zu Grundbesitz und Immobilien zusammen, kommen sie auf 34 Prozent. Kryptowerte sowie Altersvorsorge- und Anlagekonten erreichen jeweils 15 Prozent, ein breit gestreutes Aktiendepot 11 Prozent. In der Generation Z liegen Kryptowerte als einzelne Antwort vorn, fast jeder Vierte entschied sich dafür.

Die Zahlen gelten nur für eine bestimmte Gruppe. Befragt wurden Anleger, die bereits in Kryptowerte investiert haben, nicht die Bevölkerung insgesamt. Gefragt war zudem, welche Anlage am ehesten für dauerhaftes Vermögen steht, nicht, wie die Befragten ihr Geld tatsächlich aufteilen. Werte für einzelne Länder, etwa für Deutschland, nennt OKX nicht.

Jüngere wollen ihren Kryptoanteil ausbauen

Gut die Hälfte der Befragten, 51 Prozent, will den Kryptoanteil am eigenen Vermögen in den nächsten fünf Jahren erhöhen. 34 Prozent wollen ihn etwa beibehalten, 13 Prozent ihn verringern oder ganz aussteigen. Je jünger die Anleger, desto größer der Wunsch nach mehr: In der Generation Z sind es 65 Prozent, bei den Millennials 63 Prozent, in der Generation X 48 Prozent. Von den Babyboomern planen nur 28 Prozent einen höheren Anteil, 27 Prozent wollen ihn senken oder verkaufen.

Mehr als acht von zehn Befragten unter 45 Jahren halten Kryptowerte für zumindest etwas wichtig, um Vermögen für die nächste Generation aufzubauen. Etwa jeder Dritte hält ein mit Krypto erworbenes Vermögen für ebenso legitim wie eines aus Aktien oder Immobilien. Die klassischen Anlagen verdrängt Krypto nach Einschätzung von OKX aber nicht. Vielmehr stellten die Anleger Kryptowerte neben Immobilien, Aktien, Altersvorsorge und eigene Unternehmen.

Daraus leitet die Börse eine Verantwortung für Anbieter wie sich selbst ab, bei Transparenz und Sicherheit hohe Standards zu erfüllen. In der EU ist OKX über die Gesellschaft OKX Europe Limited mit Sitz auf Malta tätig, die laut Esma-Register seit Januar 2025 eine MiCA-Zulassung hat, die auch für Deutschland und Österreich gilt.

In Deutschland wackelt die Haltefrist

In Deutschland belohnt bislang das Steuerrecht, wer Kryptowerte lange hält. Gewinne aus Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowerten bleiben steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Das Bundesfinanzministerium will diese Regel für Coins abschaffen, die nach dem 31. Dezember 2026 gekauft werden. Gewinne daraus würden dann unabhängig von der Haltedauer mit 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag belegt, ältere Bestände behielten die Jahresfrist.

Gerade Sparer, die Kryptowerte für die Altersvorsorge halten, würden damit bestraft, kritisiert der Wirtschaftsrat der CDU. Beschlossen ist die Reform noch nicht. Der für den 14. Oktober erwartete Kabinettsbeschluss blieb aus, der Entwurf steckt laut dem Finanzportal Cash Online weiter in der Abstimmung zwischen den Ministerien.

Wie verbreitet langfristiges Sparen in Kryptowerten in Deutschland bereits ist, zeigen Zahlen der Krypto-App Bison. Gut jeder vierte aktive Kunde hat dort im vergangenen Jahr per Sparplan gekauft, von diesen Sparern setzen 95 Prozent auf Bitcoin.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONKonstantin Kaiser

Konstantin Kaiser ist News- und Lokalisierungsmanager für Deutschland bei Bitcoin.com News sowie Finanzmarktanalyst.