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DNB: Niederländische Haushalte halten 3,2 Milliarden Euro in Krypto

Die niederländische Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB) hat erstmals ermittelt, wie viele Kryptowerte private Haushalte bei Anbietern im eigenen Land halten. Ende Juni waren es 3,2 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 1,4 Prozent dessen, was die Haushalte in Aktien, Investmentfonds und Anleihen angelegt haben.

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DNB: Niederländische Haushalte halten 3,2 Milliarden Euro in Krypto

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Niederländische Haushalte hielten Ende Juni laut der Zentralbank DNB 3,2 Milliarden Euro in Kryptowerten bei inländischen Anbietern wie Bitvavo, Coinmerce und Blox.
  • Auf Bitcoin entfielen 1,5 Milliarden Euro, auf Ether 0,3 Milliarden Euro; Stablecoins machten weniger als 1 Prozent der Bestände bei diesen Anbietern aus.
  • Coins bei ausländischen Börsen und in eigenen Wallets fehlen in der Statistik; in Österreich besitzen laut einer Studie der OeNB knapp 4 Prozent der Haushalte Kryptowerte.

Fast die Hälfte in Bitcoin

Größter Einzelposten war Bitcoin (BTC) mit 1,5 Milliarden Euro, knapp die Hälfte des Bestands. Dahinter folgte Ether (ETH) mit 0,3 Milliarden Euro, wie die DNB am Dienstag mitteilte. Fast alles entfiel auf ungedeckte Kryptowerte, also Coins ohne Bindung an eine Währung oder einen anderen Vermögenswert. Stablecoins, die etwa an Dollar oder Euro gekoppelt sind, kamen auf weniger als 1 Prozent.

Zum Vergleich: In Wertpapieren wie börsennotierten Aktien, Fonds und Anleihen hatten die Haushalte zur Jahresmitte 234,2 Milliarden Euro angelegt. Rechnet man Unternehmen und andere Sektoren hinzu, lagen bei niederländischen Kryptodienstleistern insgesamt 3,4 Milliarden Euro.

Aus Amsterdam soll in den kommenden Monaten auch ein Euro-Stablecoin europäischer Banken kommen. Mitte Oktober wurde bekannt, dass die DNB das Unternehmen Qivalis, hinter dem 37 Banken stehen, als E-Geld-Institut zugelassen hat.

Eigene Wallets und Auslandsbörsen fehlen

Die Statistik zeigt nur einen Ausschnitt. Erfasst sind ausschließlich Bestände bei Kryptodienstleistern mit Sitz in den Niederlanden, die Coins verwahren, verwalten oder eine Handelsplattform betreiben. Als bekannte Beispiele nennt die DNB Bitvavo, Coinmerce und Blox. Coins bei ausländischen Börsen sowie in Hardware- oder Software-Wallets der Anleger selbst zählen nicht dazu.

Ebenfalls nicht enthalten sind indirekte Anlagen wie börsengehandelte Fonds (ETFs) und Schuldverschreibungen (ETNs) auf Kryptowerte sowie Aktien von Unternehmen, die selbst Kryptowerte kaufen. Solche Papiere hatten alle niederländischen Sektoren zusammen Ende Oktober 2025 im Wert von 1,2 Milliarden Euro im Depot, wie die DNB im Januar berichtete. Auf die Haushalte entfielen davon ETFs für 182 Millionen Euro, ETNs für 213 Millionen Euro und Aktien solcher Firmen für 243 Millionen Euro.

Alle drei Anbieter dürfen auch in Deutschland tätig sein

Bitvavo, Blox und Coinmerce sind von der niederländischen Finanzmarktaufsicht AFM nach der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA) zugelassen. Laut dem Register der EU-Wertpapieraufsicht Esma dürfen alle drei ihre Dienste auch in Deutschland anbieten, Bitvavo und Blox zudem in Österreich. Bitvavo erhielt seine Lizenz im Juni 2025 und betreibt als einziger der drei eine Handelsplattform. Blox und Coinmerce tauschen Kryptowerte gegen Geld.

Ohne eine solche Zulassung dürfen Anbieter in der EU seit dem 1. Juli keine Kryptodienste mehr erbringen, wie eine frühere Analyse zeigt.

Österreich: knapp 4 Prozent der Haushalte

Für Österreich gibt es Zahlen aus einer anderen Quelle. Laut einer Studie der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) aus dem vierten Quartal 2025 besaßen 3,9 Prozent der Haushalte Kryptowerte, rund 161.000. Grundlage ist die Vermögensbefragung von 2023, die erstmals einen eigenen Teil zu Kryptowerten enthielt.

Der mittlere Bestand lag bei 3.000 Euro. Etwa 80 Prozent der Besitzer hielten Bitcoin, rund 40 Prozent Ether, drei Viertel hatten über Kryptobörsen gekauft. Anders als die DNB-Statistik erfasst die Befragung alle Bestände, egal wo die Coins liegen. Direkt vergleichbar sind die Zahlen deshalb nicht.