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Krypto-Sparpläne: 95 Prozent der Bison-Sparer setzen auf Bitcoin

Für viele Privatanleger gehören Kryptowährungen inzwischen zum regelmäßigen Sparen. Kurz vor dem Weltspartag am Freitag zeigt eine Auswertung der Krypto-App Bison, dass gut jeder vierte Kunde per Sparplan investiert, vor allem in Bitcoin. Zugleich gewinnt die größte Kryptowährung wieder öfter gegen US-Aktien. Aus Österreich und der Schweiz kommen neue Angebote, die Kryptowerte enger mit Alltag und klassischem Finanzmarkt verbinden.

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Krypto-Sparpläne: 95 Prozent der Bison-Sparer setzen auf Bitcoin

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Gut ein Viertel der Kunden der Krypto-App Bison hat laut einer Auswertung zum Weltspartag per Sparplan investiert, 95 Prozent dieser Sparer setzen dabei auf Bitcoin.
  • Bitcoin gewinnt laut Glassnode wieder mehr Handelstage gegen den S&P 500, als es verliert; im Juni hatte es nur an einem von fünf Tagen besser abgeschnitten.
  • Bitpanda bringt das Portfolio seiner Kunden in ChatGPT, und in der Schweiz nimmt der Branchenverband SSPA den Tokenisierungsanbieter TVL Capital auf.

Ein Viertel der Bison-Kunden spart per Plan

Gezählt hat Bison dafür Kunden, die im Lauf des vergangenen Jahres auf Bison aktiv waren und mindestens einen Kauf per Sparplan getätigt haben, wie die Börse Stuttgart Group am Dienstag mitteilte. Unter Frauen lag der Anteil mit 27 Prozent knapp über dem der Männer mit 26 Prozent. Von den Kunden mit laufendem Sparplan kaufen 95 Prozent Bitcoin (BTC).

Zwei Pläne hat ein Sparer im Durchschnitt, zusammen fließen bei einem typischen Kunden 100 Euro im Monat hinein. Monatliche Raten sind am beliebtesten: 60 Prozent haben einen solchen Plan, 42 Prozent einen wöchentlichen. Viele bleiben lange dabei: 40 Prozent sparen seit über einem Jahr, 50 Prozent seit neun Monaten oder länger. Neukunden steigen dagegen meist anders ein, 82 Prozent beginnen mit einem einzelnen Kauf. Gehandelt wird vor allem nach Feierabend zwischen 18 und 19 Uhr, freitags mehr als an jedem anderen Wochentag, sonntags am wenigsten.

Kryptowährungen ergänzten klassische Sparformen, ersetzten sie aber nicht, sagte Bison-Chef Ulli Spankowski. Regulierung und staatliche Investitionen hätten den Markt reifer gemacht, Privatanleger sähen Krypto deshalb zunehmend als Anlageklasse für den langfristigen Vermögensaufbau. „Krypto ist kein Nischenthema mehr“, so Spankowski. Die App aus Stuttgart hat nach eigenen Angaben über 1 Million aktive Nutzer.

Bitcoin gewinnt wieder gegen den S&P 500

Am Markt hat sich das Bild zuletzt gedreht. Im Juni habe Bitcoin nur an einem von fünf Handelstagen besser abgeschnitten als der US-Aktienindex S&P 500, die schwächste Phase seit mehr als fünf Jahren, schrieb das Analysehaus Glassnode am Dienstag auf X. In den vergangenen Wochen habe die Kryptowährung dagegen mehr Tage gewonnen als verloren. Laut der beigefügten Grafik stieg die Gewinnquote am 20. Oktober wieder über 50 Prozent.

Glassnode hält es für möglich, dass sich der Vorsprung selbst verstärkt, wenn Anleger in den stärksten Wert umschichten. Auch das Kryptohaus Galaxy geht davon aus, dass der Bärenmarkt bei Bitcoin im Juni endete. Am Mittwochnachmittag kostete Bitcoin rund 80.800 Dollar, 1,6 Prozent mehr als einen Tag zuvor.

Bitpanda bringt das Depot in ChatGPT

Aus Wien kommt ein neuer Zugang zum eigenen Portfolio. Kunden von Bitpanda können ihr Konto seit Dienstag mit ChatGPT verbinden und dort Fragen zu ihren Anlagen stellen, kündigte die Plattform auf X an. Nutzer wählen dafür in ChatGPT das Bitpanda-Plugin und melden sich an, eine Einrichtung oder einen API-Schlüssel brauche es nicht.

Daneben bietet Bitpanda eine Anbindung über das Model Context Protocol (MCP), einen offenen Standard, über den KI-Assistenten auf externe Dienste zugreifen. Dafür erzeugen Nutzer einen API-Schlüssel und kopieren einen Konfigurationsblock in Claude oder ChatGPT, wie Bitpanda auf seiner Website erklärt. Über diesen Weg lassen sich Guthaben abfragen und Krypto, Aktien, ETF und Edelmetalle handeln. Handelsaufträge müssen ausdrücklich autorisiert werden. Bitpanda hat eine MiCA-Zulassung der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA.

Schweiz: Zertifikate auf der Blockchain

In der Schweiz öffnet sich der Branchenverband für strukturierte Produkte weiter für die Blockchain. Neues Partnermitglied der Swiss Structured Products Association (SSPA) ist das Zuger Unternehmen TVL Capital, gab der Verband ebenfalls am Dienstag bekannt. TVL Capital entwickelt Technik, mit der Banken bestehende Zertifikate als Registerwertrechte nach dem Schweizer DLT-Gesetz auf einer Blockchain ausgeben können. Emittent, Auszahlungsprofil und Risiko für Anleger bleiben dabei gleich, nur die technische Grundlage ändert sich.

TVL Capital tritt nach eigenen Angaben als reiner Technikanbieter auf und gibt weder Produkte aus noch vertreibt es sie. Ob bereits ein Emittent solche Chain-Traded Products ausgegeben hat, geht aus den Mitteilungen nicht hervor. Gegründet hat das Unternehmen der frühere Morgan-Stanley-Manager Andrew Peel, im Juni sammelte es 5 Millionen Dollar ein.

An einer ähnlichen Infrastruktur arbeitet auch die Bison-Mutter. Die Börse Stuttgart Group hat von der Bafin eine Lizenz für ihre Plattform Seturion erhalten, über die Société Générale unter anderem tokenisierte Hebelprodukte und Zertifikate ausgeben will.