Eine neue Studie hat ergeben, dass 51 % der Nutzer von Krypto-Wallets in den USA traditionelle Banken bei alltäglichen Finanzgeschäften systematisch durch digitale Vermögenswerte ersetzen.
Amerikanische Männer sind Vorreiter bei der Nutzung von Kryptowährungen: 31 % legen mehr Wert auf Datenschutz als auf herkömmliche Bankgeschäfte

Wichtige Erkenntnisse
- Eine Umfrage von Oobit zeigt, dass 51 % der US-Wallet-Nutzer Kryptowährungen gegenüber Banken für alltägliche Finanzgeschäfte bevorzugen.
- Traditionelle Unternehmen verlieren das tägliche Transaktionsvolumen an dezentrale P2P- und Wallet-Optionen.
- Herkömmliche Systeme werden die Ersparnisse der Menschen sichern, sofern die Plattformen nicht die von 55 % der Nutzer befürchteten Hürden bei der Wiederherstellung überwinden.
Der Aufstieg der täglichen digitalen Transaktionen
Traditionelle Banken werden von amerikanischen Verbrauchern nicht unbedingt entlassen – sie werden einfach langsam zurückgelassen, eine alltägliche Aufgabe nach der anderen. Laut einer neuen Studie unter 1.002 Amerikanern, die von der Krypto-Zahlungsplattform Oobit veröffentlicht wurde, verändert eine wichtige Verschiebung im Verbraucherverhalten still und leise den Finanzsektor.
Die Studiendaten zeigen, dass 51 % der amerikanischen Nutzer von Krypto-Wallets mittlerweile bei mindestens einer alltäglichen Finanzangelegenheit mehr auf Kryptowährungen als auf ihre traditionelle Bank setzen. Anstatt einer dramatischen, über Nacht erfolgenden Abwanderung von traditionellen Giro- und Sparkonten entziehen die Verbraucher ihren Banken systematisch bestimmte Aufgaben – insbesondere jene, die bei den alten Instituten langsam, teuer oder umständlich sind.
Diese Entflechtung trifft bestimmte Bankensektoren stärker als andere. Laut dem Studienbericht gaben etwa 46 % der Befragten an, digitale Vermögenswerte zum langfristigen Sparen oder Aufbewahren von Geld zu nutzen, während 41 % Wallets verwenden, um Gelder zwischen Transaktionen zu halten. Mindestens 30 % bevorzugen Kryptowährungen für Online-Einkäufe.
Die deutlichste Kluft zeigt sich jedoch bei grenzüberschreitenden Transaktionen. Unter den Nutzern von Krypto-Wallets, die regelmäßig Geld ins Ausland überweisen, verlässt sich fast jeder Zweite – also 46 % – stärker auf Kryptowährungen als auf seine traditionelle Bank und nutzt dabei die nahezu sofortige Abwicklung und die geringeren Gemeinkosten, die der Blockchain-Technologie innewohnen.
Die Generation Z beschleunigt diesen Trend im sozialen Bereich. Die Studie ergab, dass 45 % aller Nutzer von Krypto-Wallets digitale Vermögenswerte verwendet haben, um einem Freund Geld zurückzuzahlen, anstatt auf traditionelle Peer-to-Peer-Apps wie Venmo oder Zelle zurückzugreifen. Bei der Generation Z steigt dieser Anteil auf 55 % – der höchste Wert aller Generationen.
Datenschutz wiegt niedriger Gebühren auf
Die Daten deuten auch darauf hin, dass der Hauptgrund, der Amerikaner zu Kryptowährungen bewegt, nicht das ist, was Marktanalysten normalerweise annehmen. Während niedrige Gebühren und eine schnellere Abwicklung wichtige Vorteile sind, wurde der Datenschutz mit 28 % als Hauptgrund genannt, warum Amerikaner begonnen haben, Kryptowährungen für alltägliche Aufgaben zu nutzen. Diese Motivation ist bei Männern besonders stark ausgeprägt: 31 % nannten den Datenschutz als Hauptgrund. Frauen hingegen sind zukunftsorientierter: 29 % geben an, die Technologie einfach deshalb zu nutzen, weil sie glauben, dass Kryptowährungen „die Zukunft des Finanzwesens“ sind. Trotz der deutlichen Dynamik in Richtung digitaler Vermögenswerte haben traditionelle Banken bei wichtigen finanziellen Meilensteinen nach wie vor einen festen Griff. Das größte Hindernis für eine vollständige Akzeptanz von Kryptowährungen ist eine tiefsitzende Angst vor struktureller Endgültigkeit: 55 % der Nutzer von Krypto-Wallets geben zu, dass sie sich Sorgen machen, den Zugriff auf ihre Kryptowährungen zu verlieren, ohne jegliche Möglichkeit, diese wiederherzustellen. Infolgedessen behalten amerikanische Nutzer risikoreiche, selten anfallende Aufgaben konsequent innerhalb des regulierten Bankensystems. Zu den wichtigsten Bereichen, in denen Amerikaner nach wie vor eher Banken als Kryptowährungen vertrauen, gehören die Verwahrung von Ersparnissen (41 %), die Verwaltung von Altersvorsorgegeldern (34 %), größere Anschaffungen (34 %), der Empfang des Hauptgehalts (31 %) und die Zahlung von Steuern (28 %).











