Der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, sagt, die US-Notenbank würde die Glaubwürdigkeit verlieren, die sie zur Stabilisierung der Wirtschaft benötigt, wenn Amtsträger wegen politischer Meinungsverschiedenheiten ihres Amtes enthoben werden könnten. Diese Warnung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem der Oberste Gerichtshof über das Vorhaben von Präsident Donald Trump Key Takeaways
Powell warnt: Die Federal Reserve wird nicht überleben, wenn ein Präsident Beamte wegen ihrer Politik entlassen kann

- </span><strong>berät, die Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen.</strong><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
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- <li><span style="font-weight: 400;">Powell sagte laut Äußerungen vom 1. Juni, die Federal Reserve verliere das Vertrauen der Öffentlichkeit, wenn ein Präsident Beamte wegen politischer Differenzen entlassen könne. </span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;">Die Warnung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem der Oberste Gerichtshof über Trumps Antrag auf Entlassung von Gouverneurin Lisa Cook aufgrund von Betrugsvorwürfen berät. </span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;">Kevin Warsh leitet nun die Fed, wodurch die Zinserwartungen für 2026 und die Liquidität im Kryptomarkt von ihrer Unabhängigkeit abhängen.</span></li>
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- <p><span style="font-weight: 400;">
Eine direkte Verteidigung der Unabhängigkeit der Zentralbank
Powell äußerte sich anlässlich der Verleihung des John F. Kennedy Profile in Courage Award in Boston und lieferte damit eine seiner pointiertesten Verteidigungen der Institution, die er fast acht Jahre lang leitete. Er argumentierte, dass, sollte eine Regierung Beamte der Federal Reserve wegen politischer Differenzen entlassen, künftige Regierungen wahrscheinlich dasselbe tun würden, was dazu führen würde, dass die Öffentlichkeit das Vertrauen verliert, dass die Zentralbank im Interesse aller Amerikaner handelt. Ohne dieses Vertrauen, so sagte er, würde die Fed die Glaubwürdigkeit verlieren, die die Grundlage für eine starke und stabile Wirtschaft bildet. Die Äußerungen fielen durch ihre Deutlichkeit auf, da Zentralbanker es normalerweise vermeiden, sich in aktuelle politische Auseinandersetzungen einzumischen, doch Powell stellte die Angelegenheit als existenziell und nicht als parteipolitisch dar. Die Federal Reserve, so deutete er an, werde als unabhängige Institution nicht überleben, wenn ihre Vertreter allein wegen unpopulärer Ansichten zu Zinssätzen oder Inflation entlassen werden könnten.

Powells Timing war kein Zufall, da seine Äußerungen mit den Beratungen des Obersten Gerichtshofs über Trumps Versuch zusammenfallen, Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen, die der Präsident aufgrund unbewiesener Vorwürfe des Hypothekenbetrugs entlassen wollte. Der Fall wird weithin als die schwerste Bewährungsprobe für die Unabhängigkeit der Fed
seit Jahrzehnten angesehen, da ein Urteil zugunsten des Weißen Hauses bedeuten würde, dass ein amtierender Präsident die Führung der Zentralbank nach Belieben austauschen kann.Powell, der Anfang 2026 als Vorsitzender zurücktrat, hat weiterhin einen Sitz im Gouverneursrat und hat signalisiert, dass er beabsichtigt, bis zum Ende seiner Amtszeit als Gouverneur im Januar 2028 zu bleiben. Damit bleibt er eine sichtbare Persönlichkeit, auch nachdem er den Vorsitz an Kevin Warsh übergeben hat, der mit einstimmiger Unterstützung des Offenmarktausschusses (FOMC) den Eid als Fed-Vorsitzender abgelegt hat.
Während der Bestätigung von Warsh waren die Gesetzgeber in der Frage der Unabhängigkeit stark gespalten – eine Kluft, die Powells Rede erneut entfacht hat.
Warum die Kryptomärkte aufmerksam zuhören
Für Anleger in digitale Vermögenswerte ist dieser Streit mehr als nur eine verfassungsrechtliche Kuriosität. Die Federal Reserve legt den Preis des Geldes fest, und ihre wahrgenommene Unabhängigkeit prägt die Erwartungen hinsichtlich der Zinssätze, des Dollars und der Nachfrage nach Risikoanlagen (zu denen auch Bitcoin gehört). Eine Zentralbank, die als dem politischen Druck nachgebend wahrgenommen wird, könnte zu einer lockeren Geldpolitik gedrängt werden – ein Szenario, das manche Händler mit höheren Bitcoin-Preisen verbinden, aber auch mit den Befürchtungen einer Währungsabwertung, die seit langem die „Hard-Money“-Erzählung um diese Anlage befeuern.
Sollte der Oberste Gerichtshof Trump Recht geben, warnen Analysten, dass die daraus resultierende Unsicherheit über die Geldpolitik sowohl bei Aktien als auch bei Kryptowährungen für neue Volatilität sorgen könnte. Powell verband die Bedeutung der Entscheidung auch mit dem breiteren institutionellen Gefüge und nutzte die Preisverleihung, um vor politischem Druck auf Gerichte und Schulen sowie auf die Zentralbank zu warnen.
Die kommenden Wochen sind entscheidend
Eine Entscheidung, die die Befugnis des Präsidenten zur Entlassung von Gouverneuren bestätigt, würde nach Powells Darstellung jeder zukünftigen Regierung denselben Hebel an die Hand geben und die Trennlinie zwischen Politik und Geldpolitik untergraben.
So oder so hat Powell deutlich gemacht, dass er beabsichtigt, sich weiterhin von seinem Sitz als Gouverneur aus zu Wort zu melden, auch wenn Warsh die Politik lenkt. Für Krypto-Händler, die die Liquiditätsbedingungen beobachten, lautet die Botschaft, dass die Glaubwürdigkeit der Fed (und der daraus resultierende Zinspfad) weniger von kurzfristigen Wirtschaftsdaten als vielmehr von einem Gerichtssaal in Washington abhängen könnte.












