Ein geplantes Ethereum-Upgrade könnte die Nachverfolgung der Aktivitäten von Validatoren erschweren und damit einer seit langem bestehenden Sorge institutioneller Staker Rechnung tragen. Allerdings könnte die zusätzliche Privatsphäre mit höheren Betriebskosten, langsameren Arbeitsabläufen und neuen Herausforderungen bei der Einhaltung von Vorschriften einhergehen.
Institutionelle Ethereum-Staker wägen im Rahmen von EIP-8222 den Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Datenschutz ab

Die wichtigsten Erkenntnisse
- Ethereums EIP-8222 könnte die Verbindungen zu Validatoren verbergen, während etwa ein Drittel der ETH weiterhin gestaked ist.
- Sygnum zufolge könnte ein stärkerer Datenschutz zwar Institutionen anziehen, aber auch Verzögerungen, Kosten und zusätzlichen Compliance-Aufwand mit sich bringen.
- Für EIP-8222 gibt es noch keinen Starttermin; Ethereum muss einen Ausgleich zwischen Anonymität und den Kontrollmechanismen regulierter Unternehmen finden.
Dubuis von Sygnum warnt: Datenschutz-Upgrade könnte die Ausführungskosten für institutionelle Anleger erhöhen
Der Staking-Markt von Ethereum nähert sich Rekordwerten, wobei etwa ein Drittel aller Ether in Validatoren gebunden ist. Auch trotz schwächerer Marktbedingungen hat sich die Beteiligung institutioneller Anleger fortgesetzt. Dennoch legt das Netzwerk Informationen offen, die viele professionelle Anleger lieber privat halten würden.
Die Einzahlungsadresse eines Stakers sowie seine Validator- und Auszahlungsdaten bilden derzeit eine sichtbare Spur. Blockchain-Analyseunternehmen können diese Verknüpfungen nutzen, um die Positionsgröße, den Einstiegszeitpunkt und die Staking-Strategie einer Institution abzuschätzen.
„Für einen institutionellen Anleger bedeutet das, dass Positionsgröße, Zeitpunkt und Strategie praktisch öffentlich sind“, sagte Thibault Dubuis, Produktleiter für Staking und dezentrale Finanzen bei der Sygnum Bank.

EIP-8222 zielt auf die Rückverfolgbarkeit von Validatoren ab
Der Ethereum Improvement Proposal (EIP) 8222, bekannt als „Lean Staking“, zielt darauf ab, dieses Problem auf Protokollebene zu lösen. Der Vorschlag sieht vor, mithilfe von STARK-basierter Kryptografie Einzahlungen von Auszahlungen zu trennen und Validatoren erneut zu anonymisieren.
Er ist Teil der umfassenderen Neugestaltung von „Lean Ethereum“. Im Falle einer Annahme könnte das System es Institutionen ermöglichen, Staking zu betreiben, ohne ihre gesamten Aktivitäten gegenüber dem Markt offenzulegen.
Banken und regulierte Verwahrstellen können bereits ein gewisses Maß an Datenschutz gewährleisten, indem sie Kundenvermögen in Sammelwallets bündeln. Allerdings bleibt die für das Staking verwendete Wallet in der Regel öffentlich mit dem Validator und dessen Auszahlungsdaten verknüpft.
„Das macht EIP-8222 so bedeutsam“, sagte Dubuis. „In der Praxis würde es einer Institution ermöglichen, zu staken, ohne ihre Buchführung an den Rest des Marktes weiterzugeben.“
Der Vorschlag wird derzeit noch diskutiert, und ein Zeitpunkt für die Umsetzung steht noch nicht fest. Änderungen dieser Größenordnung würden eine breite Zustimmung seitens der Ethereum-Entwickler und Interessengruppen erfordern.
Datenschutz bringt operative Kompromisse mit sich
Das Design könnte zudem zu Reibungsverlusten für institutionelle Nutzer führen. Feste Einzahlungsbeträge könnten die Anonymität verbessern, indem Transaktionen in einen größeren Pool ähnlicher Beträge eingebunden werden. Allerdings könnten sie es Institutionen erschweren, genaue Summen zu staken oder abzuheben, was die durch das Pectra-Upgrade von Ethereum gewonnene Kapitaleffizienz verringern würde.
Nutzer müssen möglicherweise auch warten, bevor sie Vermögenswerte einfordern, um zu verhindern, dass Transaktionen miteinander verknüpft werden. Dies könnte zu Verzögerungen und Komplexität in Business-to-Business-Arbeitsabläufen führen. Datenschutz würde die anderen Risiken im Zusammenhang mit institutionellem Staking nicht beseitigen. Unternehmen müssten weiterhin Validator-Schlüssel, Verwahrungsvereinbarungen, das Slashing-Risiko, die aufsichtsrechtliche Berichterstattung und interne Kontrollen verwalten.
Prüfer könnten zudem den Nachweis verlangen, dass Vermögenswerte nur in Wallets abgehoben werden können, die von der Institution oder ihren Kunden kontrolliert werden. Die Anonymität des Protokolls muss daher mit einer Rechenschaftspflicht außerhalb der Blockchain einhergehen. „Datenschutz senkt die Eintrittsbarriere, erhöht aber die Ausführungsbarriere“, fügte Dubuis hinzu.
Für institutionelle Anleger könnte „Lean Staking“ ein wichtiges Hindernis beseitigen. Sein Erfolg hängt jedoch davon ab, ob Ethereum Handelsstrategien schützen kann, ohne die Kontrollen zu schwächen, die regulierte Unternehmen für ihren Betrieb benötigen.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












