Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat eine Roadmap für „Lean Ethereum“ veröffentlicht, die in den nächsten drei bis vier Jahren nahezu alle wesentlichen Komponenten des Protokolls ersetzen soll. Er bezeichnet dieses Vorhaben als die größte Umgestaltung des Netzwerks seit dem Merge.
„Datenschutz ist kein Nebengedanke mehr“: Vitalik Buterin stellt einen 3- bis 4-Jahres-Plan zum Wiederaufbau von Ethereum vor

Das Wichtigste auf einen Blick
- Vitalik Buterins „Lean Ethereum“-Roadmap, die am Wochenende veröffentlicht wurde, sieht einen Umbau über drei bis vier Jahre vor, wobei die Quantenresistenz oberste Priorität hat.
- Der Plan ersetzt die erneute Ausführung von Transaktionen durch STARK-basierte Nachweise und strebt eine Finalität in einer oder zwei Runden an.
- Ein Folgebeitrag vom 6. Juli ergänzt dies um die tägliche Re-Anonymisierung der Validatoren, während Kritiker den mehrjährigen Zeitplan in Frage stellen.
Auf dem Weg zu einer klarer definierten Zukunft
Buterin veröffentlichte die Roadmap kürzlich auf X, wenige Tage nachdem sich Ethereum-Forscher in Berlin versammelt hatten, um die langfristige Ausrichtung des Protokolls zu erörtern. Er merkte an, dass „Lean Ethereum“ die dritte große Iteration des Netzwerks sei, nach der ursprünglichen Proof-of-Work-Kette und dem „Merge“ im Jahr 2022 hin zum Proof-of-Stake, und erklärte, dass fast jeder wesentliche Bestandteil des Protokolls im Zuge der schrittweisen Einführung ersetzt werde. Buterin fügte hinzu:
„Datenschutz ist nicht länger nur ein nachträglicher Einfall, sondern ein vorrangiges Ziel. Bei der Entwicklung von Frames, dem Mempool und Ergänzungen zum State-Tree stellen wir uns ausdrücklich die Frage: ‚Okay, wie laufen quantensichere, vermittlerfreie Transaktionen nach dem Datenschutzprotokoll hier ab, und wie hoch ist der Overhead?‘“

Die Roadmap betrifft nahezu jede Schicht des Stacks. Die direkte Wiederausführung von Transaktionen – die Art und Weise, wie Knoten derzeit die Blockchain verifizieren – würde einer rekursiven Verifizierung weichen, die auf skalierbaren transparenten Wissensargumenten (STARKs) basiert, einer Form kryptografischer Beweise, die es Computern ermöglicht, Berechnungen zu überprüfen, ohne sie erneut ausführen zu müssen. Der Konsensmechanismus würde auf eine Finalität in einer oder zwei Runden umgestaltet, und die Gaspreisgestaltung würde mehrdimensional werden, wobei verschiedene Arten von Netzwerkressourcen separat abgerechnet würden.
Buterin brachte zudem die Idee ins Spiel, die Ausführungsumgebung über die Ethereum Virtual Machine (EVM) hinaus auf Alternativen wie RISC-V oder eine speziell entwickelte leanISA auszuweiten, parallel zu einer Migration auf neue Zustandsarchitekturen. Bis 2030 stellt er sich vor, dass das Netzwerk etwa 2 Terabyte dynamischen Zustands sowie rund 100 Terabyte in einem neueren, skalierbareren Design umfasst, wobei die Migration zu den neuen Strukturen optional, aber finanziell incentiviert wäre.
Quantenresistenz und integrierter Datenschutz
Die Quantenresistenz ist auf der Prioritätenliste deutlich nach oben gerückt. Buterin merkte an, dass die Arbeit an quantensicheren Blob-Designs bereits seit mehreren Monaten läuft und die Roadmap darauf abzielt, jede quantenanfällige Komponente letztendlich zu ersetzen. Anstatt Datenschutz als Zusatz auf Anwendungsebene zu behandeln, werden zukünftige Upgrades danach beurteilt, ob sie quantensicheren, vermittlerfreien Datenschutz auf Protokollebene unterstützen.
In einem Folgebeitrag skizzierte Buterin einen Weg, die „Lean Consensus“-Kette „noch deutlich schlanker“ zu gestalten und gleichzeitig einen starken Datenschutz für Validatoren zu gewährleisten.

Das Design würde Zero-Knowledge-Beweise (ZK-Beweise) nutzen, um die Einlage eines Validators von dessen Staking-Aktivitäten und Abhebungen zu entkoppeln, und würde die Staker täglich erneut anonymisieren. Der Vorschlag baut auf den Arbeiten zum Thema Datenschutz auf, über die diese Redaktion in diesem Jahr berichtet hat – von Buterins Bestreben, die Abhängigkeit des Netzwerks von Relays noch vor dem Hegota-Upgrade zu beenden, bis hin zu seiner Befürwortung von Dapp-spezifischen Adressen in der Kohaku-Wallet.
Eine schlankere Foundation hinter einer schlankeren Chain
Der Umbau erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Ethereum selbst schlanker wird. Die Ethereum Foundation gab am 22. Juni bekannt, dass sie ihr Budget um 40 % und ihren Personalbestand um rund 20 % kürzen werde, wodurch 54 Stellen wegfallen. Der ETH-Kurs lag bei Veröffentlichung der Roadmap bei rund 1.760 US-Dollar – ein Rückgang von mehr als 60 % gegenüber dem Höchststand von fast 4.954 US-Dollar im August 2025.
Der Plan stieß zudem auf Widerstand: Kritiker bezweifeln, dass ein Zeitrahmen von drei bis vier Jahren realistisch ist, um Konsens-, Ausführungs- und Zustandsschichten gleichzeitig zu ersetzen, und verweisen dabei auf die Geschichte von Ethereum mit immer wieder verschobenen Fristen.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.











