Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat eine Funktion der Kohaku-Wallet befürwortet, die Nutzern automatisch eine eindeutige Blockchain-Adresse für jede dezentrale Anwendung (Dapp) zuweist, mit der sie interagieren. Er bezeichnete die Isolierung von Adressen pro Dapp als „einen wirklich wichtigen Ausgangspunkt“ für den Aufbau eines sinnvollen Datenschutzes auf der Blockchain.Key Takeaways
Vitalik Buterin unterstützt eine Funktion der Kohaku-Wallet, die Ethereum-Nutzern für jede DApp eine neue Adresse zuweist

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- <li><span style="font-weight: 400;"> Vitalik Buterin hat die Dapp-spezifische Adressfunktion von Kohaku unterstützt und bezeichnet einzelne globale Adressen als „eine Norm, die wir für den Datenschutz bei Ethereum durchbrechen müssen“.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Mit der Veröffentlichung von Kohaku v0.0.1-alpha.21 wurde das ERC-4337-Relaying für Railgun-Transaktionen einsatzbereit gemacht, wodurch die Abhängigkeit von protokollspezifischer Datenschutzinfrastruktur verringert wurde.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Die Upgrades von Ethereums Kohaku, EIP-8250 und der Kontoabstraktion sind für den Hegotá-Hard-Fork in der zweiten Jahreshälfte 2026 geplant.</span></li>
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Warum einzelne Adressen ein Datenschutzproblem darstellen
Die meisten Ethereum-Nutzer interagieren heute mit dem Netzwerk über eine einzige persistente Wallet-Adresse – ein Modell, das es jedem ermöglicht, jeden gehaltenen Token, jedes verwendete Protokoll und jede Transaktion eines bestimmten Nutzers einfach durch Abfrage öffentlicher Blockchain-Daten nachzuverfolgen.
Kohaku, eine von der Ethereum Foundation unterstützte Open-Source-Datenschutzinitiative, soll diese Lücke schließen, indem sie Wallet-Entwicklern modulare Tools an die Hand gibt, um abgeschirmte Transaktionspools und eine Infrastruktur für private Abfragen in bestehende Wallets zu implementieren, ohne dass Nutzer separate Datenschutzprotokolle nutzen müssen.Die Funktion der Dapp-spezifischen Adressen, die Buterin am 27. Mai hervorhob und die den Mitwirkenden kassandraETH und ncsgy zu verdanken ist, geht das Problem des Metadatenlecks direkt an, sodass jedes Mal, wenn sich ein Nutzer mit einer neuen Anwendung verbindet, die Wallet automatisch eine neue Adresse generiert.

Dadurch wird die On-Chain-Verbindung zwischen den Aktivitäten eines Nutzers auf einer dezentralen Börse (DEX), einem Kreditprotokoll und jeder anderen DApp, mit der er interagiert, unterbrochen, was es für Datenaggregatoren oder Überwachungsinfrastrukturen erheblich erschwert, ein vollständiges Finanzprofil eines bestimmten Nutzers zu erstellen.
Kohakus Endziel ist weitaus ehrgeiziger: Das Projekt hat bereits etablierte Ethereum-Datenschutz-Tools wie Railgun und Privacy Pools integriert und deren technische Komplexität abstrahiert, sodass normale Nutzer über ihre regulären Wallets auf abgeschirmte Transaktionen zugreifen können.
Teil einer umfassenderen Datenschutzinitiative für Ethereum im Jahr 2026
Die Entwicklung von Adressen pro Dapp ist ein Teil einer umfassenderen Ethereum-Datenschutz-Roadmap, die Buterin Anfang 2026 skizziert hat. Der kurzfristige Plan umfasst drei konkrete Initiativen, nämlich Account Abstraction in Kombination mit FOCIL (Fork-Choice enforced Inclusion Lists), Keyed Nonces (EIP-8250) und Kohaku. Der Großteil dieser Upgrades ist für Ethereums bevorstehenden Hegotá-Hard-Fork vorgesehen, der für die zweite Hälfte des Jahres 2026 erwartet wird.
Kohakus jüngster technischer Meilenstein, die Veröffentlichung von kohaku-eth/railgun v0.0.1-alpha.21, machte das ERC-4337-Relaying für Railgun-Datenschutztransaktionen voll funktionsfähig. ERC-4337 ist Ethereums Standard für die Kontoabstraktion, und das Leiten abgeschirmter Transaktionen durch dessen Mempool verringert die Abhängigkeit von protokollspezifischer Infrastruktur, die in der Vergangenheit als Engpass für die groß angelegte Einführung von Datenschutzmaßnahmen gewirkt hat.
„Wir haben die Narrative genug vorangetrieben. Lasst uns die Cypherpunk-Privatsphäre-Realität beschleunigen“, schrieb Buterin Anfang dieser Woche. Dieser Kommentar spiegelt eine umfassendere Verschiebung der Prioritäten der Ethereum Foundation wider: Nachdem man sich ein Jahrzehnt lang vor allem auf Skalierbarkeit konzentriert hatte, drängt das Netzwerk nun darauf, die Datenschutzgarantien wiederherzustellen, die für sein ursprüngliches Design von zentraler Bedeutung waren.











