Joseph Chalom, Co-CEO von Sharplink und ehemaliger Blackrock-Manager, hat Behauptungen zurückgewiesen, Ethereum habe ein „Kulturproblem“, und argumentiert, dass die mehr als 900.000 Validatoren und über eine Million Entwickler Ethereum einen Vorteil in Sachen Dezentralisierung verschaffen, mit dem Solana nicht mithalten könne.
Ehemaliger Blackrock-Manager verteidigt Ethereum, während die Zahl der Validatoren bei Solana auf 800 sinkt

Das Wichtigste auf einen Blick
- Joseph Chalom von Sharplink sagt, die über 900.000 Validatoren von Ethereum stellten die rund 800 von Solana in den Schatten, und verteidigt damit dessen Dezentralisierung.
- Daten von Electric Capital zeigen, dass 1.012.824 Entwickler auf Ethereum aufgebaut haben, wobei etwa 232.000 in den letzten 12 Monaten aktiv waren.
- Den verfügbaren Daten zufolge hält Sharplink 886.725 ETH und setzt damit stark auf den institutionellen Vorteil von Ethereum.
Chalom weist die These vom „Kulturproblem“ zurück
Joseph Chalom, Co-Geschäftsführer des Ether-Treasury-Unternehmens Sharplink und ehemaliger Leiter der Strategie für digitale Vermögenswerte bei Blackrock, hat die zunehmend verbreitete These zurückgewiesen, dass Ethereum unter einer kulturellen Krise leide. In jüngsten Äußerungen argumentierte er, dass der Umfang der Beteiligung am Netzwerk (und nicht die Transaktionsgeschwindigkeit oder die Gebühren) entscheidend für den Wettlauf um Smart Contracts sein wird, und fügte hinzu:
„Ethereum hat eine Million Mitwirkende und eine Million Validatoren. Solana hat weniger als 800 Validatoren, von denen 92 % auf einem einzigen Client laufen. Es gibt diese Ansicht, dass Ethereum etwas in Bezug auf die Erzählung fehlt. Schaut euch einfach noch einmal die Zahlen an. Es hat die Marke von einer Million Mitwirkenden am Code und am Ökosystem überschritten. Ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt ein Open-Source-Blockchain-Projekt gibt, das auch nur annähernd daran herankommt.“

Chalom sagte, seine Jahre bei Blackrock hätten ihm einen Einblick aus erster Hand verschafft, wie große Institutionen diese Abwägungen treffen. Seinen Ausführungen zufolge schätzen Anlageverwalter die Dezentralisierung und Neutralität von Ethereum gerade deshalb, weil sie das Risiko verringern, dass ein einzelner Betreiber, Kunde oder eine Stiftung das Netzwerk an sich reißen kann – ein Merkmal, das für einen Pensionsfonds wichtiger ist als der reine Durchsatz.
Die Zahlen hinter der Behauptung
Daten von Electric Capital zeigen, dass 1.012.824 Personen im Laufe der Existenz von Ethereum Code beigesteuert haben, wobei etwa 232.000 in den letzten zwölf Monaten aktiv geblieben sind. Chalom sagte, Ethereum sei „zum Standardbetriebssystem für programmierbare Finanzen und internetnative Kapitalbildung geworden“ – eine Position, die er eher dieser Talentbasis als dem Marketing zuschreibt.
Was die Sicherheit betrifft, wird Ethereum von mehr als 900.000 Validatoren abgesichert – den unabhängigen Knoten, die Ether (ETH) staken, um Transaktionen zu bestätigen. Im Gegensatz dazu ist die Anzahl der Validatoren bei Solana innerhalb von drei Jahren um etwa 68 % geschrumpft – von rund 2.500 auf etwa 800 –, nachdem das Netzwerk im Jahr 2025 einen „Pruning“-Prozess eingeführt hatte, um leistungsschwache oder nicht beitragende Knoten zu entfernen. Befürworter bezeichnen diese Ausdünnung als Qualitätsverbesserung; Kritiker sagen, sie schwäche eine ohnehin schon kleine Gruppe. Die Vielfalt der Clients ist ein weiterer Aspekt, der berücksichtigt werden sollte, denn wenn die Mehrheit der Validatoren dieselbe Software nutzt, kann ein einziger Fehler die gesamte Blockchain gefährden (die Konzentration, auf die Chalom mit seiner Bemerkung „92 % laufen auf einem Client“ hingewiesen hat). Ethereum hat jahrelang darauf hingearbeitet, Validatoren dazu zu bewegen, mehrere unabhängige Clients zu nutzen, um sich genau vor diesem Ausfallmodus zu schützen, und legt seine Roadmap durch offene Ethereum Improvement Proposals (EIPs) fest, die von einer breiten Forschungsgemeinschaft entworfen werden.
Eine Debatte, hinter der echtes Geld steht
Für Chalom ist diese Auseinandersetzung keine reine akademische Frage, da Sharplink bereits eine der größten Ether-Reserven für Unternehmen aufgebaut hat – Ende Juni belief sich der Bestand auf 886.725 ETH – und zur Finanzierung von Ethlabs beigetragen hat, einer Forschungseinrichtung, die von ehemaligen Mitarbeitern der Ethereum Foundation gegründet wurde und von Consensys-Gründer Joe Lubin unterstützt wird. Ein Unternehmen mit einem derart großen Engagement hat ein direktes Interesse daran, dass Ethereum seine Führungsrolle bei Entwicklern und Validatoren behält.
Allerdings ist nicht jeder innerhalb des Ökosystems ebenso zuversichtlich. Bitcoin.com News berichtete kürzlich, dass eine langjährige Persönlichkeit der Ethereum Foundation einräumte, dem Netzwerk fehle es nach wie vor an einer klaren „Wertstory“ für Investoren – eine Offenheit, die genau jene Diskussion über Kulturprobleme schürte, die Chalom nun bestreitet. Das Solana-Lager argumentiert unterdessen, dass ein schlankeres, schnelleres Netzwerk für Verbraucher-Apps und den Hochfrequenzhandel besser geeignet sei als ein weit verzweigtes Validator-Netzwerk.
Mit Blick auf die Zukunft gilt: Wenn Institutionen ihre Tokenisierungs- und Stablecoin-Aktivitäten weiterhin über Ethereum abwickeln, gewinnt Chaloms These von der „Anziehungskraft für Entwickler“ an Gewicht. Sollte Solanas Geschwindigkeit jedoch weiterhin Händler und Entwickler anziehen, wird der Vergleich der Validator-Zahlen weniger wichtig sein als die Apps, die die Menschen tatsächlich nutzen.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.











