Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat auf eine strukturelle Schwachstelle in der Transaktionsinfrastruktur des Netzwerks hingewiesen und davor gewarnt, dass Smart-Contract-Wallets und Datenschutzprotokolle weiterhin auf Drittanbieter angewiesen sind, um ihre Transaktionen überhaupt in die Blockchain aufnehmenKey Takeaways
Vitalik warnt vor einem „Relay“-Problem bei den Smart Wallets von Ethereum im Vorfeld eines großen Upgrades

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- <li><span style="font-weight: 400;"> Vitalik Buterin wies auf die „Relay-Abhängigkeit“ von X als Schwachstelle für Nutzer von Smart-Wallet-Lösungen auf Ethereum hin.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> FOCIL und EIP-8141 sind für das Hegota-Upgrade Ende 2026 vorgesehen, um den öffentlichen Mempool neu aufzubauen.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> EIP-7701 ermöglicht native Account-Abstraktion für Ethereum-Wallets, die mit dem Hegota-Fork erwartet wird.</span></li>
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Das Problem mit Relays
Smart-Contract-Wallets (d. h. Krypto-Konten, die durch programmierbaren Code statt durch einen standardmäßigen privaten Schlüssel gesteuert werden) gewinnen in der Ethereum-Landschaft zunehmend an Bedeutung, da sie Multi-Signatur-Sicherheit, soziale Wiederherstellung und Gas-Sponsoring ermöglichen. Datenschutzprotokolle, die Transaktionsdetails vor der Öffentlichkeit verbergen, stehen vor einer ähnlichen Einschränkung, da sie – ähnlich wie Smart-Contract-Wallets – derzeit auf Relay-Dienste von Drittanbietern angewiesen sind, um Transaktionen in die Blockchain aufzunehmen.Buterin hat diese Abhängigkeit von Relays als Quelle von Schwachstellen und Anfälligkeit beschrieben, da der Endnutzer keine alternative Möglichkeit zur Einbindung hat, wenn ein Relay offline geht oder ein Relay-Betreiber sich weigert, eine bestimmte Transaktion zu verarbeiten.

Diese zentralisierten Engpässe stehen im Widerspruch zu Ethereums Grundprinzip der Zensurresistenz, einer der beiden Prioritäten, die Buterin als zentral für die künftig fokussierte technische Mission der Ethereum Foundation bezeichnet hat.
FOCIL und EIP-8141 zielen darauf ab, den Relay-Engpass zu beseitigen
Die von Buterin skizzierte Lösung umfasst zwei Ethereum Improvement Proposals (EIPs), den Standardmechanismus, über den Protokolländerungen festgelegt und diskutiert werden, in Verbindung mit einem neuen Einbindungsmechanismus namens FOCIL (Fork-choice Enforced Inclusion List).
FOCIL sollte offiziell in das für Ende 2026 geplante Hegota-Upgrade aufgenommen werden und führt einen Mechanismus ein, der Validatoren nach dem Zufallsprinzip auswählt, die als „Includer“ für Transaktionen in jedem Blockslot fungieren.

Diese Zufälligkeit macht es strukturell schwierig für einen Akteur, eine Transaktion zu zensieren, indem er sich einfach weigert, sie weiterzuleiten, da keine einzelne Partei kontrolliert, welcher Validator die Einbindung übernimmt. Das Design zielt auf eine Einbindungsgarantie von einem bis zwei Slots ab, was bedeutet, dass gültige Transaktionen innerhalb von zwei Blockintervallen ihren Weg in die Blockchain finden sollten.
- EIP-7701 führt native Kontoabstraktion ein, eine Änderung, die jeder Ethereum-Wallet die Programmierbarkeit verleihen würde, die derzeit Smart-Contract-Konten vorbehalten ist.
- EIP-8141 baut direkt auf EIP-7701 auf und erweitert die Kontoabstraktion weiter, wodurch Funktionen wie quantenresistente Signaturen, Schlüsselrotation und Gas-Sponsoring auf der Ebene des Basisprotokolls ermöglicht werden.
Im Rahmen des kombinierten FOCIL- und EIP-8141-Designs würde eine Smart-Contract-Wallet Transaktionen direkt an den öffentlichen Speicherpool (allgemein als Mempool bezeichnet) übermitteln, wo ein zufällig ausgewählter FOCIL-Includer sie abholen würde. Keine Wrapper. Keine zwischengeschalteten Sender. Zu keinem Zeitpunkt ist eine Weiterleitung erforderlich.
Mit Blick auf die Zukunft hat Buterin erklärt, dass Datenschutz und Zensurresistenz zwei technische Prioritäten für die Ethereum Foundation sein werden, wobei Bitcoin.com News letzte Woche über diese strategischen Veränderungen berichtet hat. Das Hegota-Upgrade dürfte eine der bedeutendsten Änderungen auf der Konsensschicht in der fast zehnjährigen Geschichte von Ethereum darstellen, insbesondere seit dem Übergang zu einem Proof-of-Stake-Framework im Jahr 2022.










