Elon Musk meint, das US-Finanzministerium solle Geld direkt an die Bürger auszahlen, anstatt dass die Regierung Anteile an Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) erwirbt.
Elon Musk sagt, ein universelles hohes Einkommen könnte den staatlichen Besitz von KI ersetzen

Das Wichtigste auf einen Blick
- Elon Musk schlug am 20. Juni 2026 direkte Zahlungen des Finanzministeriums anstelle von KI-Beteiligungen vor.
- Der Gesetzentwurf des Senators aus Vermont, Bernie Sanders, sieht eine Aktiensteuer von 50 % für große KI-Unternehmen vor, um einen Staatsfonds zu finanzieren.
- Der Börsengang von SpaceX hatte Musks Vermögen bereits Tage vor seiner Erklärung auf über 1 Billion US-Dollar steigen lassen.
Musk fordert das Finanzministerium auf, Geld direkt auszuzahlen, während KI die US-Wirtschaft umgestaltet
Musk brachte dieses Argument am 20. Juni 2026 auf X vor und reagierte damit auf die Äußerungen von Vizepräsident JD Vance im Podcast „The Diary of a CEO“. Vance hatte erklärt, die Trump-Regierung sei offen dafür, Beteiligungen an großen KI-Unternehmen zu erwerben, und verglich diesen Ansatz mit einem Staatsfonds.
„Es wäre besser, das Geld einfach direkt vom Finanzministerium an die Menschen zu überweisen“, schrieb Musk. Er argumentierte, dass es nicht zu Inflation kommen werde, solange der Anstieg bei Waren und Dienstleistungen das Wachstum der Geldmenge übersteige – eine Situation, die seiner Erwartung nach durch KI und Robotik herbeigeführt werde. „Tatsächlich gehe ich davon aus, dass wir verzweifelt gegen die Deflation kämpfen werden“, fügte er hinzu.
Eine seit Langem vertretene Position
Musk brachte die Idee eines garantierten Grundeinkommens erstmals im Februar 2017 auf dem World Government Summit in Dubai zur Sprache und erklärte den Teilnehmern, dass die Automatisierung eine Form des universellen Grundeinkommens erzwingen würde. Bis Dezember 2023 hatte sich seine Formulierung in Richtung eines sogenannten „universellen hohen Einkommens“ verschoben; er argumentierte, dass KI-getriebener Überfluss die Knappheit in den meisten Lebensbereichen beseitigen würde.
In einem Ende 2025 veröffentlichten Interview mit Nikhil Kamath sagte Musk, KI und Robotik – insbesondere Teslas humanoider Roboter „Optimus“ – stellten den wichtigsten Weg zur Bewältigung der US-Schuldenkrise dar. Er prognostizierte, dass die Produktion von Gütern und Dienstleistungen innerhalb von drei Jahren die Inflationsrate übersteigen werde.
Wo sich Musk von Washington unterscheidet
Vances Äußerungen spiegeln eine Position wider, die teilweise auch von der Trump-Regierung und Senator Bernie Sanders geteilt wird, der Anfang Juni den „American AI Sovereign Wealth Fund Act“ eingebracht hatte. Sanders’ Gesetzentwurf sieht eine einmalige Aktienübertragungssteuer in Höhe von 50 % für große KI-Unternehmen vor und würde einen Fonds schaffen, der 50 % der Stimmrechtsanteile an diesen Firmen hält und von einer unabhängigen Kommission verwaltet wird.
Trump hat mit Sam Altman von OpenAI über Kapitalbeteiligungen gesprochen und angemerkt, dass seine wirtschaftlichen Ansichten und die von Sanders in dieser Frage nicht weit auseinanderliegen. Die Regierung hat die Umwandlung von Zuschüssen aus dem „CHIPS Act“ in eine Kapitalbeteiligung von rund 10 % an Intel als Präzedenzfall angeführt.
Musk lehnt dieses Modell ab. Er spricht sich dafür aus, KI-Unternehmen – einschließlich seines eigenen Unternehmens xAI – vollständig privat zu halten, ihre Gewinne zu besteuern und die Erlöse als Direktzahlungen auszuschütten. Er argumentiert, dass dadurch Anreize für Gründer erhalten bleiben und eine Politisierung von Unternehmensentscheidungen vermieden wird.
Der Hintergrund des Trillionärs
Musks Erklärung erfolgte wenige Tage nach dem Börsengang (IPO) von SpaceX, bei dem der Ausgabepreis bei 135 Dollar pro Aktie lag und sein Nettovermögen damit die Marke von 1 Billion Dollar überschritt. Sein Anteil von rund 38 % bis 40 % an SpaceX, kombiniert mit seinen Tesla-Beteiligungen, machte ihn laut mehreren Vermögensbeobachtern zum ersten Menschen, der den Status eines Trillionärs erreichte.
Der Zeitpunkt hat für Aufsehen gesorgt. Kritiker, darunter die Interessenvertretung Oxfam, bezeichneten diesen Meilenstein als Zeichen extremer Ungleichheit und forderten Vermögenssteuern. Befürworter halten dem entgegen, dass der Großteil von Musks Vermögen aus nicht realisierten Wertanteilen an Unternehmen besteht, die die Kosten für Elektrofahrzeuge, Satelliten-Internet und Weltraumstarts gesenkt haben.
Wie geht es weiter?
Unter Ökonomen herrscht weiterhin Uneinigkeit über Musks Deflationsthese. Zentralbanken streben in der Regel eine moderate Inflation von etwa 2 % an, unter anderem weil eine Deflation die reale Schuldenlast erhöhen und den Konsum verzögern kann. Kritiker verweisen zudem auf die technischen, energetischen und regulatorischen Hürden, denen humanoide Roboter in dem von Musk beschriebenen Umfang gegenüberstehen.
David Autor und andere Arbeitsökonomen haben argumentiert, dass Automatisierung historisch gesehen neue Arbeitsbereiche schafft, auch wenn sie alte verdrängt – ein Muster, das Musks Vorhersage, dass Arbeit optional wird, erschweren könnte.
Derzeit steht die Debatte an einer Weggabelung zwischen zwei politischen Ansätzen: staatliche Beteiligungen an KI-Unternehmen, wie von Trump, Vance und Sanders ins Spiel gebracht, oder privates Eigentum in Verbindung mit direkten Geldtransfers, wie von Musk vorgeschlagen. Welchen Weg Washington einschlägt, wird davon abhängen, wie schnell sich KI und Robotik in messbare Ergebnisse umsetzen lassen und ob tatsächlich zuerst eine Deflation oder eine Inflation eintritt.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.










