Nach Angaben des Weißen Hauses hat der Senat bis zum 15. September Zeit, den „Clarity Act“ voranzubringen, nachdem die Demokraten vor der Sommerpause im August eine Verfahrensabstimmung blockiert hatten; Prognosemärkte schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass der Gesetzentwurf 2026 in Kraft tritt, derzeit auf etwa eins zu vier.
Das Weiße Haus an den Senat: Verabschiedet den „Clarity Act“ bis zum 15. September – oder gar nicht

Das Wichtigste im Überblick
- Der Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, hat dem Senat den 15. September als feste Frist für die Weiterbehandlung des Gesetzentwurfs gesetzt.
- Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, erklärt, die Demokraten hätten vor der Augustpause eine Abstimmung im Plenum blockiert.
- Die von Polymarket berechnete Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung im Jahr 2026 sank auf etwa 15,5 %, nachdem sie eine Woche zuvor noch bei rund 30 % gelegen hatte.
Eine feste Frist aus dem Weißen Haus
Patrick Witt, Geschäftsführer des Präsidialrats der Berater für digitale Vermögenswerte, zog eine klare Grenze hinsichtlich des Zeitplans für den „Clarity Act“ und fügte hinzu:
„Wenn sie es bis zum 15. September nicht schaffen, werden sie es nie schaffen.“
Er warf dem Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, und anderen Demokraten zudem vor, eine Blockade gegen das inszeniert zu haben, was er als routinemäßige Verfahrensabstimmung vor der Sommerpause bezeichnete.
Ein Vertreter des Weißen Hauses fügte hinzu, dass die Regierung weiterhin hinter dem Gesetzentwurf stehe, und wies darauf hin, dass sie „der umfassendsten und weitreichendsten Ethikklausel“ zugestimmt habe, die bisher an eine Krypto-Gesetzgebung geknüpft wurde, um den Bedenken der Demokraten hinsichtlich Interessenkonflikten im Zusammenhang mit den Beständen an digitalen Vermögenswerten von Amtsträgern Rechnung zu tragen.
Wie es im Senat dazu kam
Der „Clarity Act“, offiziell H.R. 3633, hat bereits mehrere legislative Hürden genommen. Das Repräsentantenhaus verabschiedete seine Fassung im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen, und der Bankenausschuss des Senats brachte am 14. Mai 2026 einen entsprechenden Gesetzentwurf mit 15 zu 9 Stimmen auf den Weg, wobei alle Republikaner und zwei Demokraten dafür stimmten. Ein konsolidierter Text, der die Ergebnisse der Arbeit des Senatsausschusses zusammenfasste, wurde am 22. Juli veröffentlicht.
An dieser Stelle kam der Schwung zum Erliegen. Sieben Demokraten, darunter die Senatoren Angela Alsobrooks und Ruben Gallego, lehnten den von den Republikanern entworfenen zusammengefassten Gesetzentwurf ab und drängten auf strengere Bestimmungen zu Ethikregeln, Verbraucherschutz, Schutzmaßnahmen gegen illegale Finanzgeschäfte und der Aufsicht über dezentrale Finanzen (DeFi). Der Senatsvorstand konnte keine Einigung über den Zeitplan erzielen, um den Gesetzentwurf noch vor der Parlamentspause zur Abstimmung zu bringen, und Thune machte die Verzögerung eindeutig der Obstruktion durch die Demokraten zuschreibbar.
Der Senat hat nun eine Abstimmung über die Beendigung der Debatte – den Verfahrensschritt, der erforderlich ist, um die Debatte zu beenden und zur Schlussabstimmung überzugehen – für den 15. September um 14:15 Uhr angesetzt. Für die Annahme des Antrags sind 60 Stimmen erforderlich. Die Republikaner gehen davon aus, dass alle 53 ihrer Mitglieder den Antrag unterstützen werden, was bedeutet, dass sieben Demokraten auf die andere Seite wechseln müssen – dieselbe Schwelle, an der die Verhandlungen im Juli scheiterten.
Die SEC handelt eigenständig
Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat für Freitag eine öffentliche Sitzung anberaumt, um den Vorschlag neuer Vorschriften für ein maßgeschneidertes Emissionsregime für bestimmte Krypto-Investmentverträge zu prüfen. Dieser Schritt würde der SEC einen eigenen Rahmen dafür geben, wie Krypto-Vermögenswerte Anlegern angeboten werden – unabhängig davon, was der Kongress letztendlich verabschiedet.

Bitcoin.com News verfolgt seit Wochen die sinkenden Chancen des Gesetzentwurfs; die von Polymarket ermittelte Wahrscheinlichkeit für die Verabschiedung des „Clarity Act“ war bereits Anfang August von 38 % auf 27 % gesunken, bevor sie nach der Vertagung auf ein Allzeittief von 13 % fiel. Der Wert hat sich seitdem erholt und liegt derzeit bei etwa 25 %.
Sollte der Gesetzentwurf im September nicht vorankommen, würde dies die Gesetzgebung zur Struktur des Kryptomarktes nicht gänzlich zunichte machen, doch Gesetzgeber und Lobbyisten sind sich weitgehend einig, dass sich eine Entscheidung dadurch frühestens auf das Jahr 2027 verschieben würde, da nach dem Beginn der Wahlkampfsaison nur noch wenig Zeit für die parlamentarische Beratung verbleibt.
Damit würden die SEC und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Aufsicht über digitale Vermögenswerte weiterhin nach geltendem Recht untereinander aufteilen – eine Regelung, die sowohl die Branche als auch viele Gesetzgeber für unzureichend halten angesichts eines Marktes, der weit über die ursprünglich zu seiner Regulierung geschaffenen gesetzlichen Rahmenbedingungen hinausgewachsen ist.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.











