Ethereum-Entwickler haben einen Mechanismus vorgeschlagen, durch den die an Validatoren ausgegebenen Token schrittweise vernichtet werden, je mehr ETH gestaked wird, wodurch die Nettovergütung bei etwa 50 % des Gesamtangebots auf null sinken würde. Aave-Gründer Stani Kulechov argumentiert, der Plan könnte die Nachfrage institutioneller Anleger, die DeFi-Aktivität und die Wettbewerbsfähigkeit von Ethereum schwächen.
Ethereum-Entwickler wollen, dass die ETH-Staking-Belohnungen bei einer Staking-Quote von 50 % auf 0 % sinken

Das Wichtigste auf einen Blick
- Ethereum-Entwickler schlugen vor, die Ausgabe an Validatoren bei einer Staking-Quote von etwa 50 % schrittweise auf 0 % zu reduzieren.
- Stani Kulechov von Aave warnt davor, dass die 50-Prozent-Obergrenze das institutionelle Staking und die DeFi-Nachfrage beeinträchtigen könnte.
- Ethereum könnte die Änderung über einen Zeitraum von 18 Monaten schrittweise einführen, wobei die Debatte den Rahmen für das nächste Netzwerk-Upgrade prägt.
Aave-Gründer warnt: 50-%-Staking-Obergrenze könnte die ETH-Nachfrage schwächen
Die seit Langem andauernde Debatte über die Staking-Ökonomie bei Ethereum hat eine schärfere Wendung genommen: Entwickler schlagen einen neuen Mechanismus vor, der die Ausgabe an Validatoren schrittweise einstellen würde, sobald der Anteil der gestakten ETH sich der 50-Prozent-Marke nähert.
Der als „Tapered Issuance Burn“ bezeichnete Vorschlagsentwurf sieht vor, einen Teil der idealisierten Belohnungen der Validatoren abzuziehen und zu verbrennen. Die Verbrennungsrate würde mit steigender Staking-Beteiligung zunehmen, bis die Nettoemission bei etwa der Hälfte des ETH-Angebots den Wert Null erreicht.
Laut den Verfassern des Vorschlags hat die Staking-Quote von Ethereum im April ein Drittel des Angebots überschritten. Sie argumentieren, dass die aktuelle Belohnungskurve kaum Anreize bietet, das Staking-Wachstum zu stoppen, da die Renditen selbst dann bei etwa 1,5 % bleiben würden, wenn fast alle ETH gestaked wären.
Der Entwickler Jerome de Tychey schrieb auf X, dass bis Januar 2028 mehr als 70 Millionen ETH gestaked werden könnten, was über 55 % des Angebots entspräche, wenn nichts unternommen werde.
Entwickler nehmen Verwässerung und Konzentration der Validatoren ins Visier
Befürworter sagen, dass übermäßiges Staking Ethereum letztendlich weniger dezentralisieren könnte, anstatt es sicherer zu machen. Ihre Sorge ist, dass kleinere Einzelvalidatoren als Erste unrentabel werden könnten, wodurch sich der gestakte Anteil zunehmend auf Verwahrer und große Staking-Anbieter konzentrieren würde. Die steigende Emission verwässert zudem die Anteile der ETH-Inhaber, die sich gegen das Staking entscheiden.
Im Rahmen der vorgeschlagenen Drosselung würde die Emission bei einer Staking-Quote von etwa 20 % ihren Höchststand bei rund 0,5 % des Gesamtangebots pro Jahr erreichen und dann bei 50 % gegen Null sinken.
„Der Staking-Markt pendelt sich schließlich dort ein, wo die Rendite der von den Stakern geforderten Risikoprämie entspricht“, sagte de Tychey. Die Änderung würde über einen Zeitraum von 18 Monaten schrittweise eingeführt werden, wobei die Entwickler auf eine Vorlaufzeit von etwa weiteren sechs Monaten vor einem möglichen Netzwerk-Upgrade hinweisen.
Befürworter argumentieren zudem, dass eine geringere Emission in Verbindung mit den bestehenden Transaktionsgebühren und „Blob-Burns“ von Ethereum das ETH-Angebot vorhersehbarer und häufiger deflationär machen könnte.
Kulechov warnt vor Kosten für institutionelle Anleger und DeFi
Aave-Gründer Stani Kulechov sprach sich entschieden gegen den Vorschlag aus und erklärte, dies könne die ETH-Rendite für Institutionen und DeFi-Nutzer zu ungewiss machen. „Dadurch werden die Staking-Belohnungen von Ethereum auf 0 % begrenzt, wenn mehr als 50 % des Angebots [is] gestaked ist“, schrieb Kulechov. Er argumentierte, dass unvorhersehbare Renditen ETH weniger attraktiv machen könnten als konkurrierende Netzwerke mit klareren Renditeprofilen. Er warnte zudem davor, dass niedrigere Staking-Belohnungen ETH-Kreditstrategien im gesamten DeFi-Bereich untergraben könnten. Renditeorientierte Anleger könnten stattdessen in Stablecoins oder andere ertragbringende Vermögenswerte wechseln.
„Das macht ETH als Anlage einfach weniger rentabel und schränkt sein Potenzial ein“, sagte Kulechov. „Ethereum sollte nicht für sein Wachstum bestraft werden.“
Die Debatte findet vor dem Hintergrund einer nachlassenden Handelsaktivität bei Ethereum statt. Laut Cryptorank sank das monatliche Spot-Volumen an dezentralen Ethereum-Börsen im Juli auf 29 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 76 % gegenüber dem Höchststand vom August 2025 entspricht.

Der Vorschlag befindet sich noch im Vorstadium. Doch die Auseinandersetzung wirft eine größere Frage für Ethereum auf: Wie lassen sich Verwässerung und Konzentration begrenzen, ohne dass ETH als produktiver Vermögenswert an Nutzen verliert?
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












