Die Vorwürfe der CFTC wegen Insiderhandels gegen einen Angehörigen der US-Armee führen zu einer verstärkten Überprüfung von Prognosemärkten. Der Fall wirft neue rechtliche und sicherheitspolitische Bedenken hinsichtlich Ereignisverträgen auf, die mit Regierungsinformationen verknüpft sind. Wichtige Erkenntnisse:
CFTC erhebt Anklage gegen einen Polymarket-Händler im ersten Fall von Insiderhandel mit Event-Kontrakten

- Erste Maßnahme der CFTC zielt auf Insiderhandel bei Ereignisverträgen ab.
- Die Anklage wegen Insiderhandels zeigt, dass ein Armeeangehöriger geheime Daten zur Erzielung von Gewinnen genutzt hat.
- Bei Wetten auf Polymarket wurden angeblich nicht öffentliche Details zu Militäroperationen genutzt.
CFTC-Anklage erhöht den Einsatz beim Handel auf Prognosemärkten
Ein Angehöriger der US-Armee sieht sich mit zivilrechtlichen Durchsetzungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Handel auf Prognosemärkten konfrontiert, was eine erhebliche Verschärfung der behördlichen Überwachung von Ereignisverträgen bedeutet. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) teilte am 23. April 2026 mit, dass sie eine Klage wegen Insiderhandels im Zusammenhang mit sensiblen Regierungsoperationen eingereicht habe, und hob dabei Bedenken hinsichtlich der Verflechtung nicht öffentlicher Informationen mit aufstrebenden Wettmärkten hervor.
Die CFTC teilte mit, die Klage sei gegen Gannon Ken Van Dyke aus North Carolina eingereicht worden, dem vorgeworfen wird, geheime Informationen im Zusammenhang mit einer US-Operation gegen Nicolás Maduro genutzt zu haben. Die Behörde erklärte:
„Dieser Fall ist der erste, in dem die CFTC Anklage wegen Insiderhandels im Zusammenhang mit Event-Kontrakten erhoben hat, und der erste, in dem die CFTC die sogenannte ‚Eddie-Murphy-Regel‘ angewandt hat, um Anklage wegen des Missbrauchs von Regierungsinformationen zu erheben.“
CFTC-Vorsitzender Mike Selig schrieb auf X: „Ich habe mich glasklar ausgedrückt: Jeder, der in einem unserer Märkte Insiderhandel betreibt, wird mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen müssen.“ Die CFTC fordert Schadenersatz, Gewinnabschöpfung, Zivilstrafen, Handelsverbote und eine dauerhafte Unterlassungsverfügung.
Die „Eddie-Murphy-Regel“ bezieht sich auf Abschnitt 4c(a)(4) des Commodity Exchange Act, der es Regierungsangehörigen, einschließlich Angehörigen der Streitkräfte, untersagt, nicht öffentliche Regierungsinformationen in Prognosemärkten und anderen Märkten innerhalb der Zuständigkeit der CFTC zu nutzen. Die CFTC erklärte, dass dies der erste Fall sei, in dem sie diese Regel angewandt habe, um Anklage wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Regierungsinformationen zu erheben.
Anklage des DOJ verschärft Auswirkungen auf die nationale Sicherheit
Die CFTC behauptete, Van Dyke habe nicht öffentliche Details im Zusammenhang mit der „Operation Absolute Resolve“ genutzt, um mehr als 436.000 „Ja“-Anteile auf Polymarket in einem Kontrakt zu erwerben, der an Maduros Absetzung bis zum 31. Januar 2026 geknüpft war. In der Klageschrift heißt es, die Geschäfte hätten Gewinne in Höhe von mehr als 404.000 US-Dollar erbracht. Das DOJ behauptete separat, Van Dyke habe durch den Handel auf dem entsprechenden Prognosemarkt einen Gewinn von etwa 409.881 US-Dollar erzielt. Die Anklageschrift des DOJ, die vor dem Bundesgericht in Manhattan veröffentlicht wurde, wirft Van Dyke vor, geheime Informationen aus seiner Rolle bei der „Operation Absolute Resolve“ genutzt zu haben, um Transaktionen auf Polymarket zu tätigen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, er habe auf geheime, nicht öffentliche Informationen zur nationalen Verteidigung zugegriffen und Wetten platziert, bevor diese öffentlich bekannt wurden, wodurch er sich in die Lage versetzte, vom erwarteten Ergebnis zu profitieren. Die Behörden betonten zudem die mit dem Verhalten verbundenen Risiken für die nationale Sicherheit und wiesen darauf hin, dass der Angeklagte an der operativen Planung beteiligt war und eine mit seiner Rolle verbundene Geheimhaltungspflicht verletzt habe. Selig fügte hinzu:
„Die CFTC wird Insiderhandel auf unseren Märkten nicht tolerieren, und unsere Durchsetzungsabteilung wird unsere Märkte weiterhin wachsam auf illegale Handlungen überwachen.“
Bundesstaatsanwälte erklärten, das Verhalten habe den Missbrauch sensibler Informationen zur nationalen Verteidigung beinhaltet, was mit parallelen Strafanzeigen im südlichen Bezirk von New York übereinstimme. Der Leiter der Durchsetzungsabteilung, David I. Miller, warnte: „Der Angeklagte hat dieses Vertrauen missbraucht, indem er sich äußerst sensible Informationen über US-Militäroperationen widerrechtlich angeeignet und damit das Leben und die Sicherheit unserer Soldaten gefährdet hat.“

Das US-Justizministerium verhaftet einen an der Operation zur Absetzung Maduros beteiligten Kommandosoldaten wegen Insiderhandels
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