Nach Angaben der Bundesstaatsanwaltschaft hat Taj Tarsha, Gründer von „Few and Far“, mehr als 10 Millionen Dollar von 67 Investoren eingesammelt und das Geld der Investoren anschließend angeblich für Glücksspiel, Kryptowährungen und persönliche Ausgaben ausgegeben. Der FAR-Token des NFT-Projekts brach später um mehr als 99 % ein.
67 Investoren zahlten 10 Millionen Dollar für NFT-Token, die bei ihrer Einführung wertlos waren

Das Wichtigste im Überblick
- Die Staatsanwaltschaft behauptet, Tarsha habe mehr als 10 Millionen Dollar von 67 Investoren eingesammelt.
- Die Investorengelder flossen angeblich in Glücksspiel, Kryptowährungen und persönliche Ausgaben.
- Der Kurs des FAR-Tokens brach nach seinem Börsengang im Mai 2024 um mehr als 99 % ein.
Gründer wegen Kapitalbeschaffung von über 10 Millionen Dollar für NFT-Marktplatz angeklagt
Das US-Justizministerium (DOJ) gab am 5. August bekannt, dass Taj Tarsha, Gründer von Few and Far, wegen Wertpapier- und Telekommunikationsbetrugs im Zusammenhang mit einer Kapitalbeschaffung von mehr als 10 Millionen Dollar für einen NFT-Marktplatz angeklagt wurde. Tarsha war Gründer und alleiniger Anteilseigner des Unternehmens, das zum Zeitpunkt des Kapitalaufrufs noch kein Produkt auf den Markt gebracht hatte.
Ab Februar 2022 verkaufte Tarsha Rechte an 95 Millionen FAR-Token im Rahmen von „Simple Agreements for Future Tokens“ und nahm dabei mehr als 10 Millionen US-Dollar von mindestens 67 Investoren ein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde in den Emissionsunterlagen dargelegt, dass das Geld zur Finanzierung der Entwicklung des „Few and Far“-Marktplatzes für nicht fungible Token (NFTs) sowie des FAR-Tokens dienen sollte, der dort im Umlauf sein sollte. Diese Blockchain-basierten Vermögenswerte stellen das Eigentumsrecht an einzigartigen Gegenständen dar und sind keine austauschbaren Einheiten. Der stellvertretende US-Staatsanwalt Sean S. Buckley erklärte im Einzelnen:
„Wie vorgeworfen wird, hat Taj Tarsha Millionen von Dollar von Investoren eingesammelt, indem er versprach, dass deren Investitionen zum Aufbau eines Marktplatzes für nicht fungible Token verwendet würden; stattdessen hat er jedoch ihr Vertrauen missbraucht, indem er diese Gelder zu seinem eigenen persönlichen Vorteil veruntreut hat.“
Aus den Gerichtsunterlagen geht hervor, dass das Geld der Investoren kurz nach Eingang in persönliche Wallets floss, um es für Online-Glücksspiele und spekulative Kryptowährungskäufe zu verwenden. Die Staatsanwaltschaft wirft Tarsha vor, unter dem Vorwand legitimer Vergütungen fast 1 Million Dollar zusätzlich abgezweigt zu haben. Dazu gehörten zwei Boni, die er vor den Investoren und einem Mitbegründer verheimlichte, sowie ein Gehalt, das er selbst als unangemessen für ein Unternehmen ohne Produkt und mit „Null-Umsatz“ bezeichnete.
Prüfung deckte Ausgaben auf, als das Projekt ins Stocken geriet
Eine interne Prüfung im Juni 2023 brachte diese Vorgänge laut Anklageschrift ans Licht und löste Streitigkeiten über die Finanzen von „Few and Far“ aus. Der Anklageschrift zufolge erlangte Tarsha später die Kontrolle über die Unternehmenskasse zurück, entließ fast alle verbleibenden Mitarbeiter und behielt einen Auftragnehmer, der an Maßnahmen arbeitete, die den Anschein einer fortgesetzten Marktplatzentwicklung erwecken sollten.
Die privaten Ausgaben dauerten nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch mindestens ein weiteres Jahr an und umfassten unter anderem einen Kredit für eine Eigentumswohnung in Miami, Innenarchitekturdienstleistungen, ein nicht mit dem Unternehmen in Zusammenhang stehendes Geschäft sowie Tarshas Hobby als DJ.
Andere NFT-Fälle auf Bundesebene betrafen ähnliche Vorwürfe im Zusammenhang mit versprochenen Projekten und Anlegergeldern. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen zwei Männer in einem separaten „Rug-Pull“-Fall im Wert von 22 Millionen US-Dollar, der mit Projekten im Bereich digitaler Vermögenswerte in Verbindung stand, die an Anleger vermarktet wurden.
Ein weiterer Fall im Zusammenhang mit „Evolved Apes“ drehte sich um Vorwürfe, dass NFT-Käufern die Entwicklung eines zugehörigen Videospiels versprochen worden war, bevor die Projekterlöse abgezogen wurden. In dieser Angelegenheit wurden drei britische Staatsangehörige angeklagt.
FAR-Token brach nach der Einführung ein
Tarsha brachte den FAR im Mai 2024 auf den Markt, mehr als zwei Jahre nachdem die ersten Investoren für die Rechte an dem Token bezahlt hatten. Sein Wert ist seitdem um mehr als 99 % gefallen. Die Staatsanwaltschaft erklärte:
„Als er den FAR-Token im Mai 2024 schließlich auf den Markt brachte, war dieser praktisch wertlos und wurde bald nicht mehr gehandelt.“
Der 34-jährige Tarsha aus Miami muss sich wegen eines Falles von Wertpapierbetrug und eines Falles von Telekommunikationsbetrug verantworten, wobei auf jede Anklage eine gesetzliche Höchststrafe von 20 Jahren steht. Er wurde am 6. Juni festgenommen.
Das Ausgabeverhalten des Angeklagten ähnelt einem anderen Clucoin-Betrugsfall, in dem Gründer Austin Michael Taylor zugab, 1,14 Millionen Dollar an Investorengeldern veruntreut und das Geld in Online-Casinos ausgegeben zu haben.
Die Bundesstaatsanwaltschaft erwirkte zudem eine neunjährige Haftstrafe in einem anderen Krypto-Fall, bei dem mehr als 10 Millionen Dollar von Anlegern durch Versprechungen bezüglich Handelskompetenz und Kapitalschutz eingesammelt worden waren.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












