Ein südkoreanisches Gericht verurteilte den Delio-CEO Jeong Sang-ho zu 15 Jahren Haft, weil er Kryptowährungsguthaben von Kunden in Höhe von rund 49,2 Millionen US-Dollar veruntreut und gefälschte Dokumente verwendet hatte, um eine behördliche Registrierung zu erwirken.
Südkoreas Vorgehen gegen Kryptowährungen bringt Delio-CEO 15 Jahre Haft ein

Das Wichtigste im Überblick
- Das Bezirksgericht Seoul-Süd verurteilte den Delio-CEO Jeong Sang-ho am 13. August zu 15 Jahren Haft.
- Im Fall Delio geht es um Krypto-Vermögenswerte von Kunden in Höhe von etwa 70 Milliarden Won bzw. 49,2 Millionen US-Dollar.
- Die Gläubiger von Delio werden die Liquidation und etwaige Berufungsverfahren nach dem Insolvenzbeschluss im November 2024 aufmerksam verfolgen.
Gericht stellt Missbrauch von Kundenvermögen fest
Laut regionalen Berichten fällte das Bezirksgericht Seoul-Süd das Urteil am 13. August und ordnete die sofortige Inhaftierung von Jeong an, da Fluchtgefahr bestehe. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren gefordert.
Das Gericht befand Jeong für schuldig, Kundenvermögen in Höhe von rund 70 Milliarden Won (49,2 Millionen US-Dollar) veruntreut zu haben. Zudem verurteilte es ihn wegen der Vorlage gefälschter Dokumente bei der Registrierung von Delio als Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte – einer staatlich anerkannten Kategorie für Krypto-Unternehmen.
Ein für die Registrierung vorgelegter Bericht einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hatte laut Gericht die Coin-Bestände von Delio um etwa 47,6 Milliarden Won (34 Millionen US-Dollar) zu hoch angegeben. Die Richter erklärten, Jeong habe die Lizenz des Unternehmens in betrügerischer Absicht erlangt und für Dienstleistungen geworben, zu deren Erbringung Delio nicht in der Lage war.
Auszahlungssperre ließ Nutzer ohne Zugriff
Delio war als Einlagen- und Kreditunternehmen für Kryptowährungen tätig und vermarktete sich als Bank für digitale Vermögenswerte. Kunden hinterlegten Bitcoin, Ethereum und andere Krypto-Vermögenswerte im Austausch gegen Zinszahlungen.
Die Probleme des Unternehmens wurden im Juni 2023 öffentlich, als es die Auszahlungen für Kunden abrupt einfror. Tausende Nutzer konnten nicht mehr auf die Vermögenswerte zugreifen, die sie der Plattform anvertraut hatten.
Die Aussetzung erfolgte inmitten einer allgemeinen Krise der Krypto-Kreditunternehmen. Delio hatte Kundenvermögen bei externen Gegenparteien angelegt, die im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im Jahr 2022 Verluste erlitten hatten. Haru Invest, eine weitere südkoreanische Renditeplattform, stellte zu dieser Zeit ebenfalls Ein- und Auszahlungen ein.
Urteil zu unrechtmäßiger Durchsuchung schwächte größeren Fall ab
Einem Bericht von Newsis zufolge wurde Jeong in einem größeren Verfahren freigesprochen, bei dem es um rund 250 Milliarden Won (175,6 Millionen US-Dollar) von etwa 2.800 Kunden ging. Die Richter entschieden, dass wichtige Daten eines Serverbetreibers unrechtmäßig beschafft worden waren.
Die Ermittler hätten Delios Recht auf Anwesenheit bei der Durchsuchung nicht gewahrt und keine Liste der beschlagnahmten Gegenstände vorgelegt, so das Gericht. Das bedeutete, dass die Datenbank und die daraus abgeleiteten Beweise nicht verwendet werden konnten, was die Hauptanklage der Staatsanwaltschaft schwächte.
Dennoch verfügten die Staatsanwälte über separate Ersatzanklagen, die etwa 1.100 Opfer und 70 Milliarden Won betrafen. Diese Anklagepunkte bildeten die Grundlage für die Verurteilung. Jeong wurde zudem in Bezug auf Vorwürfe freigesprochen, die 41 weitere Opfer betrafen, da keine belegenden Beweise vorgelegt wurden.
Strengere Krypto-Aufsicht steht vor neuer Bewährungsprobe
Das Urteil hat über den Fall Delio hinaus Bedeutung, da Südkorea nach Pannen wie denen bei Terra-Luna und FTX die Krypto-Aufsicht verschärft hat. Das Gesetz zum Schutz der Nutzer virtueller Vermögenswerte, das 2024 in Kraft trat, verschärfte die Vorschriften in Bezug auf Verwahrung, Transparenz und Kundenschutz.
Delio wurde im November 2024 für insolvent erklärt, woraufhin ein Liquidationsverfahren zur Veräußerung von Vermögenswerten und zur Ausschüttung der Gelder an die Gläubiger eingeleitet wurde. Die Rückzahlung an die Einleger bleibt ungewiss, wie es nach dem Zusammenbruch von Krypto-Kreditplattformen oft der Fall ist.
Jeong könnte gegen das Urteil Berufung einlegen. Einleger, Investoren und Aufsichtsbehörden werden den Liquidationsprozess, eine mögliche Berufung sowie die Frage beobachten, ob der Fall zu einer strengeren Überprüfung von Krypto-Unternehmen führt, die Kundenvermögen verwahren.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.











