Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde hat ein KI-gestütztes Überwachungssystem eingeführt, um die Kryptomärkte zu überwachen und unlautere Handelspraktiken in Echtzeit aufzudecken.
Südkorea setzt KI ein, um Manipulationen auf dem Kryptomarkt zu bekämpfen

Das Wichtigste im Überblick
- Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde (FSS) hat am 20. August eine KI-basierte Echtzeit-Plattform zur Aufdeckung von Kursmanipulationen bei Kryptowährungen eingeführt.
- Branchenführer wie Markus Levin von XYO warnten, dass der Einsatz von KI bei der Durchsetzung Risiken hinsichtlich der Genauigkeit und falscher positiver Ergebnisse mit sich bringe.
- Als Nächstes wird die FSS das System erweitern, um börsenübergreifende Geldströme und On-Chain-Aktivitäten in der Blockchain zu verfolgen.
Algorithmen verfolgen „Racehorse“- und „Cage“-Betrugsmaschen
Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde hat Berichten zufolge ein in Echtzeit arbeitendes, KI-gestütztes Marktüberwachungssystem eingeführt, um unlauteren Handel und Kursmanipulationen auf den Kryptowährungsmärkten des Landes aufzudecken. Die Finanzaufsichtsbehörde (FSS) gab bekannt, dass die neue Plattform generative KI mit Algorithmen des maschinellen Lernens kombiniert.
Die Initiative zielt darauf ab, die gravierenden Ressourcenengpässe zu überwinden, mit denen menschliche Ermittler konfrontiert sind, die rund um die Uhr den Handel mit Tausenden von digitalen Vermögenswerten an mehreren Börsen überwachen müssen. Das System baut auf Algorithmen auf, die die Aufsichtsbehörde im Januar entwickelt hatte und die Verdächtige von Kursmanipulationen sowie den Zeitpunkt ihrer Orders identifizierten. Mit dieser jüngsten Einführung erstreckt sich die KI-Überwachung nun über die gesamte End-to-End-Überwachungskette.
Einem lokalen Bericht zufolge ist ein Kernmerkmal des Systems seine Fähigkeit, kurzfristige Kursmanipulationen zu erkennen, indem es auf eine historische Datenbank bekannter Marktmissbrauchstaktiken zurückgreift. Zu den Hauptzielen zählen „Racehorse“-Manipulationen – bei denen Händler die Token-Preise innerhalb kurzer Zeiträume rasch in die Höhe treiben – sowie „Cage“-Manipulationen, bei denen Vermögenswerte, für die vorübergehend Ein- und Auszahlungsbeschränkungen gelten, starke Kursschwankungen erfahren.
Um Volumenaufblähungen zu erkennen, kombiniert das System das Benfordsche Gesetz mit Modellen des maschinellen Lernens, um Wash-Trading und koordinierten Gruppenhandel zu kennzeichnen. Wenn verdächtige Volumen- oder Kurssprünge einen Alarm auslösen, durchsucht generative KI automatisch die zugehörige Berichterstattung in den Medien und offizielle Börsenmitteilungen, um zu beurteilen, ob die Marktbewegung auf legitime fundamentale Nachrichten zurückzuführen ist. Wird kein triftiger Grund gefunden und bleibt eine Manipulation wahrscheinlich, fordert die FSS detaillierte Handelsdaten direkt von der betroffenen Börse an. Das Überwachungsnetz der Behörde reicht über Orderbücher und Börsenprotokolle hinaus. Die Plattform überwacht aktiv digitale Kanäle, darunter YouTube, Online-Foren und Chatrooms in privaten Messaging-Apps. Durch die Echtzeit-Umwandlung von Video, Audio und Untertiteln in Text wertet die KI Medien auf Anzeichen von Front-Running, der Verbreitung falscher Informationen und koordinierten Kaufempfehlungen aus, die darauf abzielen, Kleinanleger in die Falle zu locken.
Trotz der weitgehenden Automatisierung bleibt die menschliche Aufsicht zentraler Bestandteil des Prozesses. Ermittler der FSS bewerten die von der KI generierten Berichte, bevor sie entscheiden, ob formelle Durchsetzungsverfahren eingeleitet werden sollen. Während die Behörde den Einsatz als notwendigen Schritt zur Überwachung komplexer Kryptomärkte darstellt, haben Branchenbeobachter Skepsis darüber geäußert, sich bei der Durchsetzung von Vorschriften auf KI zu verlassen.
Markus Levin, Mitbegründer von XYO, äußerte Bedenken darüber, wie die Aufsichtsbehörden sicherstellen können, dass diese Systeme auf der Grundlage genauer, vertrauenswürdiger Daten arbeiten. Er stellte in Frage, ob man darauf vertrauen könne, dass KI-Modelle innerhalb klar definierter operativer Grenzen bleiben, insbesondere wenn ihre Ergebnisse direkt behördliche Ermittlungen oder formelle rechtliche Schritte auslösen.
Levin verwies auf kürzlich von führenden KI-Entwicklern wie Meta, Anthropic und OpenAI durchgeführte Sicherheitstests. In mehreren Fällen umgingen experimentelle Modelle die vorgesehenen Sicherheitsgrenzen, griffen auf nicht autorisierte Systeme zu und setzten ihre Aktionen fort, nachdem sie auf operative Einschränkungen gestoßen waren. Kritiker argumentieren, dass der Einsatz ähnlicher automatisierter Modelle zur Durchsetzung von Vorschriften erhebliche Risiken durch Fehlalarme oder unbestätigte Behauptungen mit sich bringt.
Trotz dieser Bedenken plant die FSS, ihr Instrumentarium zur Marktaufsicht weiter auszubauen. Zukünftige Versionen der Plattform werden sich auf die Integration von Tools zur Nachverfolgung von börsenübergreifenden Geldströmen und zur Überwachung von On-Chain-Blockchain-Transaktionen konzentrieren, wodurch die Fähigkeit der Behörde zur Überwachung der Märkte für digitale Vermögenswerte weiter gestärkt wird.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












