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Tether: 1,5 Mrd. Dollar aus dem Binance-Hack binnen 30 Minuten gesperrt

Tether hat nach eigenen Angaben innerhalb von 30 Minuten nach dem Hack bei Binance gestohlene USDT im Wert von mehr als 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) eingefroren und den Angreifern damit den Zugriff auf diese Gelder entzogen. Die Mitteilung folgte, nachdem die US-Bundespolizei FBI Nordkorea für den Angriff verantwortlich gemacht hatte.

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Tether: 1,5 Mrd. Dollar aus dem Binance-Hack binnen 30 Minuten gesperrt

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Das FBI schreibt den Diebstahl von mehr als 6 Milliarden Dollar (rund 5,4 Milliarden Euro) bei Binance Nordkorea zu und rechnet mit weiterer Geldwäsche.
  • Gestohlene USDT im Wert von rund 729 Millionen Dollar (rund 651 Millionen Euro) wurden laut Bitquery bewegt, bevor die Sperren von Tether griffen.
  • Tether hat nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 7 Milliarden USDT auf Adressen am Sekundärmarkt eingefroren, die meisten im Zusammenhang mit Betrug und Diebstahl.

Tether schildert die Sperren nach dem Binance-Hack

Tether teilte am 2. November mit, es habe innerhalb von 30 Minuten nach dem Angriff auf Binance am 29. Oktober USDT im Wert von mehr als 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) eingefroren. Durch das schnelle Eingreifen habe das Unternehmen verhindert, dass diese Werte übertragen, getauscht oder gewaschen werden, und sie so außer Reichweite der Angreifer gehalten.

Tether-Chef Paolo Ardoino bekräftigte: „Innerhalb weniger Minuten nach dem Hack hatte unser Team mehr als 1,5 Milliarden Dollar eingefroren.“

Bo Hines, Chef von Tether USAT, dem US-Stablecoin-Geschäft des Unternehmens, sagte: „Wir haben sofort gehandelt und verhindert, dass mehr als 1,5 Milliarden Dollar die Verantwortlichen hinter diesem Angriff erreichen.“

Das FBI hatte den Diebstahl bei Binance am 31. Oktober Nordkorea zugeschrieben. Die Behörde ordnete ihn Tradertraitor zu, ihrer Bezeichnung für nordkoreanische Cyberaktivitäten. Die Ermittler stellten fest, dass die gestohlenen Werte vor allem in Ether umgetauscht wurden. Sie rechneten mit weiterer Geldwäsche über Plattformen für dezentrale Finanzen (Defi) und Sofort-Tauschdienste, die eine Kryptowährung gegen eine andere tauschen. Kryptounternehmen und Betreiber von Infrastruktur forderte das FBI auf, Transaktionen mit den betroffenen Adressen zu blockieren.

On-Chain-Daten zeigen Abflüsse vor den Sperren

Die erste Sperre von Tether griff 37 Minuten nach dem Hauptabfluss im Ethereum-Netzwerk und 57 Minuten nach der ersten Überweisung des Angriffs, wie eine On-Chain-Analyse des Angriffs durch Bitquery ergab. Bitquery verfolgte zudem gestohlene USDT im Wert von rund 729 Millionen Dollar (rund 651 Millionen Euro), die bewegt wurden, bevor die Sperren von Tether griffen. Der Großteil davon wurde in Ether und TRX getauscht, die Kryptowährung des Tron-Netzwerks.

Herausgeber von Stablecoins wie USDT und USDC können Überweisungen an bestimmte Adressen einschränken. Tether kann USDT-Überweisungen an solche Adressen blockieren und so den Zugriff auf die dort gehaltenen Token sperren. Um die Werte an die Opfer zurückzugeben, sind weitere Schritte nötig.

Binance hat unabhängig davon mehr als 6,34 Milliarden Dollar (rund 5,7 Milliarden Euro) an Firmenmitteln vorgesehen, um die betroffenen Werte zu ersetzen, eingefrorene Gelder über rund 3 Milliarden Dollar (rund 2,7 Milliarden Euro) nicht eingerechnet. Mit diesen Ersatzkäufen erfüllt die Börse ihre Verpflichtungen gegenüber den Nutzern, unabhängig davon, ob die gestohlenen Kryptowerte zurückgeholt werden.

Tether greift auch über Binance hinaus ein

Im April hatte Tether in Abstimmung mit US-Behörden USDT im Wert von 344 Millionen Dollar (rund 307 Millionen Euro) gesperrt. Seine Richtlinie zum Sperren von Wallets richte sich nach der Sanktionsliste des Office of Foreign Assets Control (OFAC) im US-Finanzministerium, erklärte das Unternehmen. Laut seiner jüngsten Mitteilung arbeitet es inzwischen mit mehr als 360 Strafverfolgungsbehörden in 73 Ländern zusammen.

Nach einem Angriff auf die Solana-Handelsplattform Drift im April, bei dem rund 285 Millionen Dollar (rund 255 Millionen Euro) erbeutet wurden, sagte Tether bis zu 127,5 Millionen Dollar (rund 114 Millionen Euro) für die Wiederherstellung zu. Die Zusage war Teil eines größeren Hilfsplans, der an den Neustart der Plattform und künftige Handelserlöse geknüpft war.

Einschließlich der Sperren bei Binance hat Tether nach eigenen Angaben mehr als 7 Milliarden USDT auf Adressen am Sekundärmarkt eingefroren, die meisten im Zusammenhang mit Betrug und Diebstahl. Davon unabhängig habe das Unternehmen dem US-Justizministerium, dem Secret Service und dem FBI bis zum 31. Oktober geholfen, mehr als 3.590 Wallets mit rund 1,6 Milliarden USDT zu sperren. Rund 1,2 Milliarden USDT aus Betrug und Diebstahl seien durch Neuausgabe an die rechtmäßigen Eigentümer und an Strafverfolgungsbehörden zurückgegangen.

USDT in der EU ohne Zulassung

Für Anleger in Deutschland und Österreich kommt hinzu, dass für USDT kein Emittent im Register nach der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA) steht. Die EU-Wertpapieraufsicht Esma erwartet, dass zugelassene Anbieter keine Dienste mehr für Stablecoins ohne MiCA-Zulassung erbringen und Restbestände in der Verwahrung bis zum 8. Januar 2027 abbauen. Selbst verwahrte Bestände betrifft die Vorgabe nicht.

In der Schweiz gilt MiCA nicht. Dort hat Tether Ende Oktober gemeinsam mit Partnern wie Chainalysis und Bybit die Stiftung Fase gegen Betrug mit Kryptowerten gegründet.

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Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONKevin Helms

Kevin Helms ist ein Kryptowährungsjournalist, der sich auf Bitcoin, Blockchain-Regulierung und globale Märkte für digitale Vermögenswerte spezialisiert hat.