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SEC-Kommissar kritisiert Bestrebungen zur Blockchain-Aufsicht, die die Krypto-Regelungen beeinflussen könnten

SEC-Kommissarin Hester Peirce stellte die umfassende Aufsicht über die Blockchain-Infrastruktur in Frage und argumentierte, dass Wertpapiervorschriften nicht automatisch auf neutrale Netzwerke, Open-Source-Code oder nicht-verwahrende Tools angewendet werden sollten. In ihren Ausführungen stellte sie die Krypto-Regulierung unter die Aspekte Kontrolle, Verwahrung und Ermessensspielraum.

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SEC-Kommissar kritisiert Bestrebungen zur Blockchain-Aufsicht, die die Krypto-Regelungen beeinflussen könnten

Wichtige Erkenntnisse

  • Peirce stellte in Frage, ob Wertpapiervorschriften Blockchains, Validatoren, Entwickler und neutrale Software abdecken sollten.
  • Die Regulierungsbehörden könnten sich stärker auf Verwahrung, Kontrolle und Ermessensspielraum konzentrieren als nur auf die Infrastruktur.
  • Entwickler könnten unter Druck geraten, Audits, Schlüsselverwaltung, Offenlegungen und Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern.

Warum der Streit der SEC um die Grenzen der Blockchain die Krypto-Regeln neu gestalten könnte

In einer Rede am 3. Juni auf dem IC3 Blockchain Camp in Princeton, New Jersey, stellte Hester M. Peirce, Kommissarin der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, die umfassende Aufsicht über die Blockchain-Infrastruktur in Frage. In ihren Ausführungen stellte sie die Krypto-Regulierung als ein Abgrenzungsproblem dar. Die zentrale Frage ist, ob Wertpapiervorschriften auch für neutrale Netzwerke, Open-Source-Code und nicht-verwahrende Tools gelten sollten. „Wir sehen, dass die Kryptowelt mit Brokern, Händlern, Börsen, Clearingstellen, Transferstellen, Anlageberatern und Investmentgesellschaften zusammenarbeitet“, sagte Peirce und fügte hinzu:

„In einigen Fällen wird die Blockchain genutzt, um Funktionen auszuführen, die denen dieser Intermediäre ähneln, aber es ist nicht klar, ob unsere Vorschriften auf die Blockchain selbst anwendbar sein sollten, da Blockchains für viele andere Zwecke als Wertpapiertransaktionen genutzt werden.“

Laut Peirce stützt sich das Regelwerk der SEC stark auf Intermediäre. Diese Struktur erzeugt Druck, Broker, Händler, Börsen und Verwahrstellen in Systemen zu finden, die darauf ausgelegt sind, die Abhängigkeit von ihnen zu verringern.

Ihr Argument könnte Auswirkungen auf die dezentrale Finanzwirtschaft (DeFi), Validatoren, Knotenbetreiber, Benutzeroberflächen, Entwickler und zentralisierte Krypto-Plattformen haben. Es rückt zudem Verhalten, Kontrolle, Verwahrung und Ermessensspielraum in den Fokus der Regulierung. Die Rede zog eine Grenze zwischen Blockchain-Infrastruktur und Aktivitäten am Wertpapiermarkt. Eine neutrale Infrastruktur sollte nicht allein deshalb zu einer regulierten Wertpapierplattform werden, weil sie Blockchain-Daten überträgt. Peirce argumentierte, dass sich die SEC darauf konzentrieren sollte, wer Vermögenswerte kontrolliert, wer Entscheidungen trifft und wer Wertpapierfunktionen ausübt. Diese Unterscheidung könnte Validatoren, Knotenbetreiber und Softwareentwickler vor Vorschriften schützen, die für Broker oder Börsen gedacht sind.

Wie DeFi, Onchain-CeFi und Benutzeroberflächen unterschiedlichen Risiken ausgesetzt sind

Ein enger gefasstes Aufsichtsmodell würde neutrale Infrastruktur anders behandeln als zentralisierte Krypto-Unternehmen. Peirce argumentierte, dass Blockchain-Netzwerke und Software-Tools nicht automatisch unter Wertpapiervorschriften fallen sollten, nur weil sie Transaktionen ermöglichen. Ihr Rahmenkonzept konzentriert sich darauf, ob ein Teilnehmer Vermögenswerte kontrolliert, Ermessensspielraum ausübt oder Funktionen wahrnimmt, die traditionell von Wertpapiervermittlern übernommen werden.

Peirce sagte:

„Krypto bietet uns die Möglichkeit, sorgfältig darüber nachzudenken, wann, warum und wie die Wertpapiergesetze gelten sollten.“

Zentralisierte Krypto-Akteure stehen nach wie vor vor einer anderen Prüfung. Wertpapiervorschriften können zur Anwendung kommen, wenn Unternehmen Kundenvermögen kontrollieren, Gelder halten oder Ermessensspielraum in Bezug auf Wertpapiere ausüben. On-Chain-Centralized-Finance könnte weiterhin im Fokus der SEC-Aufsicht stehen. Echte DeFi, nicht-verwahrende Tools und autonome Software könnten anders behandelt werden, wenn keine kontrollierende Partei existiert.

In der Rede wurden die Entwickler zudem dazu aufgefordert, Risiken zu beseitigen, bevor die Regulierungsbehörden eingreifen. Peirce verwies auf strengere Prüfungen, besseres Schlüsselmanagement, Schutzmaßnahmen gegen Hackerangriffe und klarere Offenlegungen über die Kompromisse der Dezentralisierung. Sie verteidigte auch die Möglichkeit der Nutzer, Transaktionen ohne Zwischenhändler durchzuführen. Die gemeinsame Nutzung von Software allein sollte keine Registrierungspflicht für eine Börse begründen, wenn niemand das System kontrolliert.

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