Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat die Öffentlichkeit am 30. Juni 2026 um Stellungnahmen dazu gebeten, wie sie börsengehandelte Fonds (ETFs) regulieren soll, die auf Krypto-Vermögenswerten, Ereignisverträgen und anderen nicht-traditionellen Anlagen basieren.
Die SEC leitet eine 27-Punkte-Prüfung neuartiger ETFs ein und rückt Krypto-Produkte in den Fokus

Das Wichtigste im Überblick
- Die SEC veröffentlichte am 30. Juni 2026 die Mitteilung Nr. 33-11426, in der sie 27 Fragen zu neuartigen börsengehandelten Fonds (ETFs) stellte.
- Roundhill, Bitwise und GraniteShares haben im Mai 2026 die Einreichung von rund 24 Anträgen für ETFs auf Ereignisverträge ausgesetzt.
- Stellungnahmen zu der Akte Nr. S7-2026-24 sind 60 Tage nach Veröffentlichung im Federal Register einzureichen.
SEC eröffnet Überprüfung mit 27 Fragen
Die Behörde veröffentlichte die Mitteilung Nr. 33-11426, eine formelle Aufforderung zur Stellungnahme, die 27 Fragen enthält, jedoch keine konkreten Regeländerungen vorschlägt. Die Einreichung ist unter der Aktennummer S7-2026-24 aufgeführt und trägt Veröffentlichungsnummern gemäß dem Securities Act, dem Exchange Act und dem Investment Company Act, die mit derselben Überprüfung in Verbindung stehen.
Bitcoin.com News hat die Veröffentlichung geprüft. Darin sind die Fragen in drei Abschnitte gegliedert, die den Status von Fonds nach Bundesrecht, die Funktionsweise der ETF-Regelung selbst sowie den Zeitplan behandeln, den Emittenten bei der Registrierung neuer Produkte einhalten müssen.
Atkins verweist auf verdreifachtes ETF-Vermögen
SEC-Vorsitzender Paul Atkins bereitete den Boden für den Antrag in einer Erklärung vom 20. Mai 2026. Er sagte, ETFs seien ein wichtiger Motor für Innovationen auf den Wertpapiermärkten gewesen, und wies darauf hin, dass sich das Fondsvermögen seit 2019 in etwa verdreifacht habe.
Atkins fügte hinzu, dass „neuartige Produkte neuartige Fragen aufwerfen“. Er dankte den Emittenten dafür, dass sie sich bereit erklärt haben, die Auflegung von ETFs auf Ereignisverträge zu verschieben, während die Kommission diese Kategorie überprüft.
Emittenten setzen zwei Dutzend Anträge aus
Diese Aussetzung erfolgte, nachdem Roundhill, Bitwise und Graniteshares rund zwei Dutzend ETFs beantragt hatten, die an Wahlergebnisse, Wirtschaftsdaten und andere binäre Ereignisse gekoppelt sind. Nach der Erklärung vom Mai wurden diese Anträge freiwillig zurückgezogen.
In dem Antrag werden Krypto-Vermögenswerte und Blockchain-basierte Strategien direkt neben Ereignisverträgen als Beispiele für neue, derzeit geprüfte Kategorien genannt.
SEC prüft drei Vorschriften
Drei Bereiche bilden den Rahmen der Untersuchung. Der erste befasst sich mit der Frage, ob Fonds, die überwiegend Nicht-Wertpapier-Vermögenswerte halten – darunter auch einige Krypto-Vermögenswerte, die als Rohstoffe angesehen werden –, weiterhin als Investmentgesellschaften im Sinne des Investment Company Act von 1940 gelten.
Der zweite Bereich betrifft Regel 6c-11, die 2019 erlassene Vorschrift, die für die meisten ETFs einen Standardweg zur Notierung ohne individuelle Ausnahmegenehmigungen schuf. Die SEC möchte wissen, ob die in der Regel festgelegten Arbitrage- und Offenlegungsbedingungen auch für neuartige Bestände gelten.
Der dritte Bereich betrifft Regel 485, die vorsieht, dass routinemäßige Aktualisierungen der ETF-Registrierung automatisch innerhalb von 60 bis 75 Tagen in Kraft treten. Die Kommission fragt, ob dieser Zeitrahmen den Mitarbeitern genügend Spielraum lässt, um komplexe oder neuartige Produkte zu prüfen, oder ob Emittenten für neuartige Anträge ein separates Verfahren benötigen.
Bitcoin-ETFs werden weiterhin gehandelt
Bestehende Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs sind nicht das direkte Ziel der Überprüfung. Diese Produkte unterliegen bereits den im Jahr 2025 genehmigten allgemeinen Notierungsstandards und werden weiterhin mit etablierten Emissions- und Rücknahmeprozessen gehandelt.
Emittenten, die neue kryptobasierte Produkte in Betracht ziehen – darunter solche, die auf Staking, tokenisierten Vermögenswerten oder weiteren Altcoins basieren –, sehen sich mit einer anderen Situation konfrontiert. Jeder Antrag, der Neuland betritt, könnte unter den Rahmenbedingungen, die sich aus dieser Überprüfung ergeben, einer genaueren Prüfung unterzogen werden.
Stellungnahmefrist beginnt
Die Frist für Stellungnahmen läuft 60 Tage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung im Federal Register. Stellungnahmen können über das Online-Formular der SEC, per E-Mail an rule-comments@sec.gov oder per Post an die Washingtoner Niederlassung der Behörde eingereicht werden.
Alle eingereichten Stellungnahmen werden Teil der öffentlichen Akte. Die SEC hat noch keinen Termin für etwaige Folgevorschriften festgelegt und wird die eingereichten Stellungnahmen prüfen, bevor sie über die nächsten Schritte entscheidet.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.











