Raoul Pal, Mitbegründer von Real Vision, sagt, der Wettstreit um künstliche Intelligenz zwischen den USA und China sei mit keiner geopolitischen Rivalität in der Geschichte zu vergleichen – ein Wettlauf nicht um Territorium oder Waffen, sondern um die Grundlagen der Intelligenz selbst.Key Takeaways
Raoul Pal: Der KI-Wettlauf zwischen den USA und China im Jahr 2026 ist ein Krieg, den niemand gewinnen kann

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- <li><span style="font-weight: 400;"> Raoul Pal von Real Vision bezeichnete den KI-Wettlauf zwischen den USA und China in einem Beitrag vom 18. Mai auf X als „anders als jede Rivalität in der Geschichte“.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;"> Pal schlug auf der Consensus 2026 in Miami „Universal Basic Equity“ vor, da KI die Automatisierung von Wissensarbeit in großem Maßstab droht.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;">Einem Bericht zufolge liegt China in wichtigen KI-Bereichen, insbesondere bei Effizienz und Einsatz, vorn, obwohl die USA bei der Rechenleistung führend sind.</span></li>
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Pal warnt: Der KI-Wettlauf hat keinen klaren Sieger
Raoul Pal, pensionierter Hedgefonds-Manager bei Goldman Sachs und Mitbegründer der Finanzmedienplattform Real Vision, beschrieb den sich verschärfenden Wettbewerb zwischen den USA und China im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) kürzlich in deutlichen Worten und erklärte:
Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das KI-Rennen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften einen kritischen Punkt erreicht hat, wobei beide Nationen radikal unterschiedliche Strategien verfolgen. Während die USA an der technologischen Spitze einen klaren Vorsprung behalten, insbesondere in Bezug auf Rechenleistung, Modellleistung und die Entwicklung großer Sprachmodelle (LLM), hat China einen Kurswechsel hin zu einem Modell vollzogen, das auf Effizienzsteigerungen, der Verbreitung von Open-Source-Software und der tiefen Integration von KI in Systeme der physischen Welt basiert.„Das KI-Rennen zwischen den USA und China ist ein Rennen, das niemand gewinnen kann und das sich niemand leisten kann zu verlieren. Jeder Wettbewerb zwischen Großmächten in der Geschichte drehte sich um Territorium, Ressourcen oder Waffen. Dieser ist der erste, bei dem es um nichts davon geht. Es ist ein Wettlauf um die Grundlage der Intelligenz selbst.“
Eine Analyse vom Mai 2026 argumentierte, dass China nun in Bereichen des Wettlaufs die Oberhand gewinnt, die westliche Analysten unterschätzt hatten, insbesondere beim groß angelegten Einsatz von KI im Inland, der Integration in die Fertigung und der Fähigkeit, wettbewerbsfähige Modelle mit deutlich weniger Rechenleistung zu entwickeln, als sie in den Spitzenlabors der USA benötigt wird. Anstatt um einen einzigen Durchbruch bei der AGI zu konkurrieren, hat China seine Strategie auf mehrere parallele Wettläufe aufgeteilt, sei es bei der Modelleffizienz, der KI-Einführung oder KI-gesteuerten industriellen Systemen.
Warum Krypto-Besitz und universelle Gerechtigkeit wichtig sind
Für Pal reichen die Wettbewerbsinteressen über die reine Technologie hinaus bis hin zur Wirtschaftsarchitektur. Bei seiner Rede auf der Consensus 2026 in Miami schlug er ein Konzept namens „Universal Basic Equity“ vor, das den Bürgern Eigentumsanteile an KI-Systemen gewährt – als strukturelle Antwort auf den erwarteten Verlust von Arbeitsplätzen, da KI Wissensarbeit in großem Maßstab automatisiert.
Der Vorschlag scheint mit Pals langjähriger Ansicht übereinzustimmen, dass krypto-native Eigentumsmodelle langfristig besser geeignet sein könnten als Regierungen, um die wirtschaftlichen Gewinne aus der KI zu verteilen.
Der breitere geopolitische Hintergrund hat in diesem Zusammenhang auch Auswirkungen auf die Kryptomärkte, da die technologischen Spannungen zwischen den USA und China bereits zuvor Exportkontrollregelungen, den Zugang zu Chips und das regulatorische Umfeld für digitale Vermögenswerte beeinflusst haben, die in beiden Märkten operieren. Eine Analyse der Brookings Institution stellte fest, dass sich der Wettbewerb gleichzeitig über mehrere Dimensionen erstreckt (Rechenleistung, Modelle, Akzeptanz, Integration und Einsatz), wodurch eine einseitige Beurteilung der Frage „Wer gewinnt?“ unvollständig wäre.
Was Pals Sichtweise diesem Bild hinzufügt, ist eine philosophische Dimension: Die Einsätze könnten anders sein als bei jedem bisherigen geopolitischen Wettbewerb, da frühere Rivalitäten um Territorium, Energie oder Waffen letztlich Kämpfe um endliche Ressourcen waren. Intelligenz und die Systeme, die sie generieren, sind nicht auf dieselbe Weise vergleichbar. Diese Unterscheidung kann, falls Pal Recht hat, dazu führen, dass sich der Ausgang dieses Wettlaufs strukturell von allem unterscheidet, was ihm vorausging.










