Brian Armstrong, CEO von Coinbase, ist der Ansicht, dass der Wettbewerb mit China „das Beste sein könnte, was Amerika seit dem Kalten Krieg widerfahren ist“, und argumentiert, dass diese Rivalität die selbstgefälligen USA wieder zu Höchstleistungen anspornen werde.Key Takeaways
Brian Armstrong, CEO von Coinbase: Der Wettbewerb zwischen den USA und China ist „das Beste, was Amerika seit dem Kalten Krieg widerfahren ist“

- </span></p>
- <ul>
- <li><span style="font-weight: 400;">Coinbase-CEO Brian Armstrong bezeichnete den Wettbewerb zwischen den USA und China als das Beste, was Amerika seit dem Kalten Krieg passieren konnte.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;">Seine Äußerung fällt inmitten des Streits um den CLARITY Act und Jamie Dimons Angriff auf Armstrong am 1. Juni.</span></li>
- <li><span style="font-weight: 400;">Armstrong argumentiert, dass die Rivalität Innovationen vorantreiben werde, und stellt Krypto-Regelungen als Test für die Wettbewerbsfähigkeit der USA dar.</span></li>
- </ul>
- <p><span style="font-weight: 400;">
Eine optimistische Sicht auf die Rivalität der Großmächte
Brian Armstrong, Geschäftsführer der größten US-Kryptobörse, stellte den sich verschärfenden Wettstreit mit China eher als Chance denn als Bedrohung dar und fügte hinzu:
Im vergangenen Jahr hat Armstrong viel Zeit darauf verwendet, die Politik im Bereich digitaler Vermögenswerte als eine Frage der nationalen Wettbewerbsfähigkeit darzustellen, und davor gewarnt, dass der Vorteil zweifellos an die Konkurrenten fließen werde, sollte die USA ihre eigene Krypto- und Stablecoin-Industrie behindern. Er argumentierte zudem, dass ein Verbot verzinslicher Stablecoins lediglich der digitalen Zentralbankwährung (CBDC) Chinas und Offshore-Token, die bereits außerhalb der US-Regelungen operieren, Auftrieb geben würde.„Der Wettbewerb mit China könnte das Beste sein, was Amerika seit dem Kalten Krieg passiert ist. Wir haben die Welt so lange angeführt, aber wir sind ein wenig selbstgefällig geworden. Wettbewerb fördert Spitzenleistungen.“
Das Bestreben, ein umfassendes Gesetz zur Struktur des Kryptomarktes zu verabschieden, hat die Branche gegen Teile des traditionellen Bankensektors aufgebracht, und die Rhetorik ist persönlich geworden. Anfang dieses Monats griff JPMorgan-Chef Jamie Dimon Armstrong in ungewöhnlich deutlichen Worten an und bezeichnete ihn als „Voll von Scheiße“.
Auf der anderen Seite wirft Armstrong den Großbanken weiterhin vor, sie versuchten, „die Konkurrenz auszuschalten“, indem sie auf Regulierung setzen, anstatt neuere Konkurrenten durch Innovation zu übertrumpfen.

Das China-Argument ist in diesem Kampf das schlagkräftigste Argument der Branche, denn indem sie die heimischen Kryptoregeln als Front im Wettstreit zwischen den USA und China umdeuten, wollen Armstrong und seine Verbündeten eine weniger strenge Regulierung als eine Frage des Patriotismus darstellen. Diese Botschaft stößt in Washington auf offene Ohren, da Präsident Trump sich mit Armstrong traf, bevor er die Gesetzgeber öffentlich in Bezug auf die Kryptogesetzgebung unter Druck setzte – was zeigt, wie eng sich die Börse an die Agenda der Regierung angelehnt hat.
Warum Armstrong immer wieder auf China zurückkommt
Für Armstrong dient der Verweis auf China einem strategischen Zweck, der über die Geopolitik hinausgeht, da er die kommerziellen Interessen von Coinbase zu Fragen der nationalen Sicherheit und der wirtschaftlichen Führungsrolle erhebt – ein Rahmen, der über Parteigrenzen hinweg Anklang findet, was bei eng gefassten Lobbybemühungen der Branche nicht der Fall ist.
Bitcoin.com News berichtete über seine Liste von Bereichen, in denen seiner Meinung nach die globale Finanzwelt noch einer Modernisierung bedarf, sowie über sein Bestreben, das Base-Netzwerk von Coinbase als zentrale Finanzinfrastruktur zu positionieren – beides Themen,
die von der Darstellung eines dringenden nationalen Wettbewerbs profitieren.Kritiker argumentieren jedoch, dass die Verpackung der politischen Wunschliste eines privaten Unternehmens in die Flagge die komplexen Abwägungen zwischen Verbraucherschutz und Finanzstabilität zu stark vereinfacht. Coinbase selbst hat sich in der Vergangenheit mit Regulierungsbehörden angelegt, wobei die SEC gedroht hatte, die Börse zu verklagen – ein Konflikt, dem Armstrong frontal begegnete.
Allerdings kann es ein zweischneidiges Schwert sein, das Schicksal des Unternehmens so eng an einen einzigen politischen Moment zu binden, sollte sich der Wind in Washington drehen.
Wie geht es weiter
Armstrongs China-Linie dürfte eine große Rolle spielen, wenn der legislative Kampf in seine entscheidende Phase eintritt. Da die Regeln zur Marktstruktur noch ungeklärt sind und die Banken heftigen Widerstand leisten, ist zu erwarten, dass das Argument der Wettbewerbsfähigkeit in Anhörungen, Gastkommentaren und den eigenen Mitteilungen der Börse immer wieder auftauchen wird. Coinbase, das die Öffentlichkeit daran erinnert hat, dass seine Finanzdaten offen sind und es Millionen von BTC auf seiner Plattform verwahrt, verfügt sowohl über die Größe als auch über den Anreiz, den Druck aufrechtzuerhalten.
Ob die Rivalitätserzählung die von Armstrong gewünschten politischen Ergebnisse liefert, bleibt offen, doch seine Botschaft ist unabhängig davon konsistent: Die USA seien selbstgefällig geworden, und Wettbewerb sei das einzige Heilmittel. Für eine Branche, die nach freundlichen Regeln strebt, könnte die Neuausrichtung der Debatte auf China sich als ihre bislang nachhaltigste Strategie erweisen.












