Eine Analyse der Devere Group zeigt, dass die versteckten Kosten für den Transport des weltweiten Öls um fast 1.900 % in die Höhe geschossen sind – ein Hinweis auf ein Risikoniveau, das nach Ansicht einiger Analysten angesichts der zunehmenden Spannungen rund um die Straße von Hormus weitaus bedeutender sein könnte als die jüngste Ölpreiserholung.
Ein Anstieg um 1.900 % könnte eine noch deutlichere Warnung sein als die Ölpreise

Wichtigste Erkenntnisse
- Die Kriegsrisikoprämien für Tanker, die die Straße von Hormus durchqueren, sind um fast 1.900 % in die Höhe geschnellt.
- Eine einzige Durchfahrt für einen 100-Millionen-Dollar-Tanker könnte nun Versicherungskosten in Höhe von etwa 5 Millionen Dollar verursachen.
- Steigende Transportkosten könnten sich auf die Kraftstoffpreise, die Inflation und die allgemeine Marktvolatilität auswirken.
Ein Anstieg um 1.900 % überschattet die Öl-Rallye
Die Ölpreise stiegen am 22. Juli sprunghaft an, nachdem das US-Zentralkommando in der elften Nacht in Folge Luftangriffe gegen den Iran durchgeführt hatte, wodurch der Preis für Brent-Rohöl auf über 94 US-Dollar pro Barrel stieg. Doch während Rohöl um etwa 4 % zulegte, sind die Prämien für Kriegsrisikoversicherungen für Tanker, die die Straße von Hormus durchqueren, laut einer Analyse der Devere Group, einem globalen Finanzberatungs- und Vermögensverwaltungsunternehmen, um fast 1.900 % in die Höhe geschnellt.
Die Eskalation erfolgt vor dem Hintergrund von Verkehrsbeeinträchtigungen in der Straße von Hormus, da die US-Streitkräfte ihre Militäroperationen fortsetzten und die Spannungen rund um die strategisch wichtige Wasserstraße weiterhin hoch blieben.
Die Kosten für die Versicherung eines großen Rohöltankers sind laut Zahlen der Lloyd’s Market Association, auf die sich die Devere Group beruft, von rund 0,25 % seines Rumpfwerts vor dem Konflikt auf etwa 5 % gestiegen. Für einen Tanker im Wert von 100 Millionen US-Dollar erhöht sich die Versicherungsprämie für eine einzige Fahrt durch die Meerenge damit von etwa 250.000 US-Dollar auf rund 5 Millionen US-Dollar. Nigel Green, CEO der Devere Group, sagte:
„Wenn diese Prämie um fast 1.900 % steigt, zeigt das, dass diejenigen, die dem physischen Risiko am nächsten stehen, die Gefahr als real und aktuell einschätzen – und nicht als etwas, das aus Hoffnung heraus im Preis eingepreist ist.“
Bis zum 22. Juli hatte Brent-Rohöl um fast 4 % zugelegt, während West Texas Intermediate um etwa 3,8 % stieg. Die Märkte blieben äußerst volatil, da Händler das Risiko längerer Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus einschätzten.
Die Energieader der Welt steht unter zunehmendem Druck
Die Analyse der US-Energieinformationsbehörde (EIA) zu den wichtigsten Öltransitengpässen der Welt schätzt, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2025 täglich etwa 20,9 Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus transportiert wurden– das entspricht rund 20 % des weltweiten Erdölverbrauchs und einem Viertel des gesamten Ölhandels auf dem Seeweg. Zwar verfügen Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Iran über begrenzte Pipeline-Alternativen, doch können diese Routen nur einen Bruchteil der Mengen umleiten, die normalerweise durch die Meerenge fließen.
Die Internationale Energieagentur (IEA) gab an, dass rund 80 % der Öltransporte durch die Straße von Hormuz für Asien bestimmt sind, wodurch Länder wie China, Indien, Japan und Südkorea besonders anfällig für längere Unterbrechungen sind. Die Agentur wies zudem darauf hin, dass die verfügbaren Pipeline-Alternativen nur einen begrenzten Anteil dieser Exporte umleiten können.
Die Ölpreise schwankten wiederholt aufgrund von Entwicklungen im Zusammenhang mit dieser Seestraße. Zuvor war der Preis für Brent-Rohöl zurückgegangen, als Händler auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran reagierten, das mit der Wiederöffnung der Straße von Hormuz verbunden war – was verdeutlicht, wie schnell sich die Markterwartungen ändern können.
Höhere Kosten könnten über die Energiemärkte hinausgehen
Die Ölpreise spiegeln Erwartungen hinsichtlich des künftigen Angebots wider, während Kriegsrisikoprämien die unmittelbaren Kosten für den Betrieb in einem Konfliktgebiet widerspiegeln. Die sich vergrößernde Kluft zwischen Rohölpreisen und Versicherungskosten zeigt, wie drastisch Versicherer die Bedrohung für Schiffe einpreisen. Green wies zudem auf die Divergenz zwischen Rohölpreisen und Versicherungskosten hin und betonte:
„Der Ölpreis ist um 4 % gestiegen. Die Versicherungskosten für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus sind um fast 1.900 % gestiegen.“
Höhere Versicherungsprämien fließen letztendlich in die Kosten für den Öltransport ein und erhöhen die Frachtkosten, die sich auf Raffinerien, Kraftstoffhändler, Fluggesellschaften, Hersteller und letztlich auch auf die Verbraucher auswirken können. Reedereien sahen sich zudem mit Tanker-Transitgebühren in Millionenhöhe konfrontiert, was die Kosten für Fahrten durch die Region zusätzlich in die Höhe trieb.
Anhaltende Preissteigerungen könnten die Zahl der Tanker verringern, die bereit sind, diese Route zu nutzen, was die Transportkapazitäten selbst ohne eine formelle Sperrung einschränken würde. Höhere Transportkosten könnten dann neuen Druck auf die Kraftstoffpreise, die Inflation, die Renditen von Staatsanleihen und die Aktienmärkte ausüben.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












