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Diese Woche im Krypto-Recht (26. April 2026)

„Law and Ledger“ ist eine Nachrichtensendung mit Schwerpunkt auf rechtlichen Entwicklungen im Kryptobereich, präsentiert von Kelman Law – einer auf den Handel mit digitalen Vermögenswerten spezialisierten Anwaltskanzlei.

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Diese Woche im Krypto-Recht (26. April 2026)

Diese Woche im Krypto-Recht

Der folgende Meinungsbeitrag wurde von Alex Forehand und Michael Handelsman für Kelman.Law verfasst.

Die letzte Aprilwoche markierte einen entscheidenden Wandel im Krypto-Recht: die Verlagerung zentraler Krypto-Produkte und -Infrastrukturen in regulierte Rahmenbedingungen – gepaart mit einer Ausweitung der Durchsetzung auf bisher übersehene Bereiche des Marktes. Von erwarteten Änderungen der US-Derivatevorschriften über die Expansion des europäischen Bankwesens bis hin zu neuartigen Rechtsstreitigkeiten über die Kontrolle von Token – der rechtliche Rahmen rund um digitale Vermögenswerte wird immer enger und ausgereifter.

USA bereit für die Einführung von Perpetual Futures

Kryptobörsen bereiten sich darauf vor, in den Vereinigten Staaten Perpetual Futures einzuführen, noch bevor eine mögliche Regeländerung durch die Commodity Futures Trading Commission in Kraft tritt. Perpetual Futures – seit langem ein fester Bestandteil des Offshore-Kryptohandels – bewegten sich aufgrund ihrer hohen Hebelwirkung und ihrer kontinuierlichen Struktur historisch gesehen in regulatorischen Grauzonen. Ein formeller US-Rahmen könnte diese Produkte unter direkte behördliche Aufsicht stellen. Sollte dies genehmigt werden, würde dies einen bedeutenden Wendepunkt darstellen, da eines der wichtigsten Handelsprodukte im Kryptobereich in ein konformes US-Umfeld verlagert und die Abhängigkeit von Offshore-Plattformen verringert würde. Weiterlesen: https://www.reuters.com/legal/government/crypto-exchanges-gear-up-launch-us-perpetual-futures-ahead-rule-change-2026-04-22/

Société Générale erweitert Krypto-Dienstleistungen im Rahmen von MiCA

Die Société Générale baut ihre Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte über ihre Einheit SG-Forge aus und bietet Stablecoin- und Verwahrungslösungen im Rahmen der europäischen Verordnung über Märkte für Krypto-Vermögenswerte (MiCA) an. Dieser Schritt spiegelt das wachsende Vertrauen regulierter Banken in die Bewältigung von Krypto-Compliance-Rahmenwerken wider. Die Dynamik hat sich gewandelt: Anstatt dass Krypto-Unternehmen nach Legitimität streben, bauen traditionelle Finanzinstitute nun aktiv eine regulierte Krypto-Infrastruktur auf.

Weitere Informationen: https://www.reuters.com/legal/transactional/societe-generale-takes-more-crypto-firms-clients-sg-forge-ceo-says-2026-04-22/

Großbritannien weitet Durchsetzung auf Peer-to-Peer-Kryptomärkte aus

Behörden im Vereinigten Königreich führten koordinierte Razzien gegen illegale Peer-to-Peer-Kryptohandelsaktivitäten durch, die mit Risiken der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verbunden sind. Der Schwerpunkt der Razzien lag auf nicht registrierten außerbörslichen (OTC) Aktivitäten, die außerhalb formeller Börsenumgebungen stattfinden. Die Regulierungsbehörden gehen über große Börsen hinaus und nehmen die dezentralen und schwerer zu überwachenden Segmente des Krypto-Ökosystems ins Visier, was auf einen breiteren Durchsetzungsbereich hindeutet.

Vollständiger Bericht: https://www.reuters.com/world/uk/uk-targets-illegal-crypto-trading-london-crackdown-2026-04-22/

Ermittlungen gegen Nigel Farage rücken Kryptowährungen im Wahlrecht in den Fokus

Gegen Nigel Farage wird wegen des Vorwurfs ermittelt, er habe eine Spende in Höhe von über 1 Million Pfund von einem Krypto-Investor nicht offengelegt. Der Fall wirft Fragen darüber auf, wie digitale Vermögenswerte im Rahmen der Vorschriften zur politischen Finanzierung und Offenlegung behandelt werden sollten. Kryptowährungen überschneiden sich zunehmend mit dem Wahlrecht und Transparenzvorschriften und erweitern damit ihre rechtliche Relevanz über die Finanzregulierung hinaus auf die demokratische Regierungsführung.

Weiterlesen: https://www.reuters.com/world/uk/uks-farage-accused-breaking-parliamentary-rules-over-undeclared-crypto-donation-2026-04-29/

Justin Suns Klage zielt auf die Kontrollrechte über Token ab

Justin Sun hat Klage gegen World Liberty Financial eingereicht und wirft dem Unternehmen die unrechtmäßige Sperrung von Token sowie Drohungen vor, seine Bestände zu vernichten. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, inwieweit Emittenten die Kontrolle über digitale Vermögenswerte behalten, nachdem diese an Nutzer verteilt wurden. Dieser Fall wirft eine grundlegende rechtliche Frage im Kryptobereich auf: Behalten Token-Emittenten die Kontrolle über Vermögenswerte, die als dezentral vermarktet werden, und welche Rechte haben Investoren tatsächlich?

Erfahren Sie mehr: https://www.reuters.com/legal/government/justin-sun-sues-trump-backed-world-liberty-financial-over-wlfi-token-rights-2026-04-22/

Diese Woche im Krypto-Recht (19. April 2026)

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