„Law and Ledger“ ist eine Nachrichtensendung mit Schwerpunkt auf rechtlichen Entwicklungen im Kryptobereich, präsentiert von Kelman Law – einer auf den Handel mit digitalen Vermögenswerten spezialisierten Anwaltskanzlei.
Diese Woche im Krypto-Recht (12. April 2026)

Diese Woche im Krypto-Recht
Der folgende Meinungsbeitrag wurde von Alex Forehand und Michael Handelsman für Kelman.Law verfasst.
Diese Woche im Krypto-Recht zeigte sich eine deutliche Verlagerung vom Experimentieren hin zur Integration. Gerichte stärkten die Bundesbehörden, Regulierungsbehörden präzisierten ihre Prioritäten bei der Durchsetzung, und traditionelle Finanzinstitute drangen tiefer in den Bereich der digitalen Vermögenswerte vor. Gleichzeitig arbeiteten politische Entscheidungsträger sowohl auf staatlicher als auch auf internationaler Ebene weiter an der Entwicklung detaillierterer Compliance-Rahmenwerke.
Bundesgericht blockiert Verfahren in Arizona gegen Kalshi
Ein US-Bundesrichter schloss sich der Commodity Futures Trading Commission an und hinderte Arizona daran, strafrechtliche Schritte gegen die Prognosemarktplattform Kalshi einzuleiten. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass bundesweit regulierte Derivateplattformen möglicherweise nicht unter die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten fallen, und bekräftigte damit die Doktrin der Bundesvorrangigkeit. Diese Entscheidung stärkt die rechtliche Position von bundesweit regulierten krypto-nahen Plattformen und signalisiert, dass Bundesstaaten bei dem Versuch, bereits unter Bundesaufsicht stehende Märkte zu regulieren, an Grenzen stoßen könnten.
Weiterlesen: https://www.reuters.com/world/us-judge-blocks-arizona-criminal-case-against-kalshi-cftcs-request-2026-04-10/
Krakens Zugang zur Federal Reserve löst politische Debatte aus
Kraken hat sich ein Hauptkonto bei der Federal Reserve gesichert, das dem Unternehmen direkten Zugang zu den US-Zahlungssystemen gewährt. Gesetzgeber haben bereits Bedenken hinsichtlich systemischer Risiken, Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und der Frage geäußert, ob Krypto-Unternehmen Zugang zur zentralen Finanzinfrastruktur gewährt wird, ohne dass entsprechende regulatorische Schutzmaßnahmen bestehen. Diese Entwicklung könnte zu einem wichtigen rechtlichen und politischen Streitpunkt werden, da die Regulierungsbehörden bei der Integration von Krypto-Unternehmen in das Bankensystem die finanzielle Inklusion gegen systemische Risiken abwägen.
Umfassende Berichterstattung: https://www.reuters.com/legal/transactional/crypto-giant-krakens-fed-payment-account-sparks-concerns-about-risks-2026-04-10/
Wisconsin nimmt Krypto-Geldautomaten ins Visier, um Betrug zu bekämpfen
Wisconsin hat ein Gesetz erlassen, das Krypto-ATM-Transaktionen auf 1.000 US-Dollar pro Tag begrenzt und Betreiber verpflichtet, Betrugsopfern den Schaden zu ersetzen. Das Gesetz schreibt zudem Verbraucherwarnungen und Meldepflichten vor, was den wachsenden Fokus auf die Krypto-Infrastruktur für Privatkunden widerspiegelt. Die Regulierungsbehörden nehmen zunehmend „Einstiegsmöglichkeiten“ in die Kryptomärkte ins Visier, was signalisiert, dass sich die Bemühungen zum Verbraucherschutz über die Börsen hinaus auf Zugangspunkte wie Geldautomaten ausweiten.
Weitere Informationen: https://www.the-sun.com/news/16200053/wisconsin-law-spend-limit-cryptocurrency-machines-scams/
SEC passt Strategie zur Durchsetzung von Krypto-Vorschriften an
Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC ändert ihren Durchsetzungsansatz und legt größeren Schwerpunkt auf Betrug, Anlegerschäden und Fälle mit großer Tragweite. Anstatt eine große Anzahl neuartiger oder medienwirksamer Fälle zu verfolgen, scheint sich die Behörde auf gezielte Durchsetzung und individuelle Verantwortlichkeit zu konzentrieren. Dies signalisiert eine Reifung der Durchsetzungsstrategie im Kryptobereich – wobei substanzieller Anlegerschutz Vorrang vor breiteren, eher experimentellen Rechtstheorien hat.
Lesen Sie die Analyse: https://www.reuters.com/legal/legalindustry/sec-enforcement-recalibrates-toward-core-investor-protection–pracin-2026-04-14/
Britische FCA treibt umfassende Krypto-Regulierung voran
Die Financial Conduct Authority hat eine formelle Konsultation zu einem umfassenden neuen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen gestartet. Die vorgeschlagenen Regeln decken Handelsplattformen, Verwahrung, Staking und andere Schlüsselbereiche ab, wobei die Umsetzung bis 2027 erwartet wird. Die Konsultation spiegelt einen Übergang von einer allgemeinen Politik zu detaillierter Regelsetzung wider und bietet Unternehmen, die auf dem britischen Markt tätig sind oder in diesen eintreten, mehr Klarheit.
Vollständiger Bericht: https://www.reuters.com/legal/government/uk-financial-watchdog-consult-proposed-crypto-regulations-2026-04-15/
Deutsche Börse investiert 200 Millionen Dollar in Kraken
Die Deutsche Börse hat eine Beteiligung in Höhe von 200 Millionen US-Dollar an Kraken erworben. Die Investition unterstreicht die zunehmende Annäherung zwischen der traditionellen Finanzmarktinfrastruktur und Krypto-Plattformen. Institutionelles Kapital fließt in Krypto-Unternehmen, die innerhalb etablierter regulatorischer Rahmenbedingungen operieren können, wodurch die Grenzen zwischen traditioneller Finanzwirtschaft und digitalen Vermögenswerten weiter verschwimmen.
Weiterlesen: https://www.reuters.com/business/deutsche-boerse-acquires-200-mln-stake-kraken-2026-04-14/
In diesem sich wandelnden Umfeld ist es wichtiger denn je, informiert und konform zu bleiben. Ganz gleich, ob Sie Investor, Unternehmer oder ein Unternehmen sind, das im Bereich Kryptowährungen tätig ist – unser Team steht Ihnen gerne zur Seite. Wir bieten die rechtliche Beratung, die Sie benötigen, um diese spannenden Entwicklungen zu meistern. Wenn Sie glauben, dass wir Ihnen helfen können, vereinbaren Sie hier einen Beratungstermin.

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