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Law and Ledger

Diese Woche im Krypto-Recht (16. Mai 2026)

„Law and Ledger“ ist ein Nachrichtenformat mit Schwerpunkt auf rechtlichen Entwicklungen im Kryptobereich, präsentiert von Kelman Law – einer auf den Handel mit digitalen Vermögenswerten spezialisierten Anwaltskanzlei.

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Diese Woche im Krypto-Recht (16. Mai 2026)

Diese Woche im Krypto-Recht

Der folgende Meinungsbeitrag wurde von Alex Forehand und Michael Handelsman für Kelman.Law verfasst.

Nach einer Woche Pause sind wir wieder da. Diese Woche im Krypto-Recht könnte letztlich als Wendepunkt in der Sichtweise der Regierungen auf digitale Vermögenswerte in Erinnerung bleiben. Die politischen Entscheidungsträger debattieren nicht mehr darüber, ob Kryptowährungen in das Finanzsystem gehören – sie legen nun aktiv fest, wie diese reguliert, integriert und kontrolliert werden sollen. Von bedeutenden US-Gesetzesinitiativen und politischen Kurswechseln der SEC bis hin zu eskalierenden Zuständigkeitsstreitigkeiten und Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit entwickelt sich der rechtliche Rahmen rund um digitale Vermögenswerte weiterhin rasant weiter.

Senatsausschuss bringt den CLARITY Act voran

Der Bankenausschuss des US-Senats hat den lang erwarteten CLARITY Act vorangetrieben und damit einen der bislang bedeutendsten legislativen Schritte zur Festlegung des regulatorischen Status digitaler Vermögenswerte unternommen. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, klarere Grenzen zwischen Vermögenswerten zu ziehen, die von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC als Wertpapiere reguliert werden, und solchen, die von der Commodity Futures Trading Commission als Rohstoffe behandelt werden. Nach Jahren regulatorischer Unklarheit scheinen sich die Gesetzgeber nun auf die Schaffung eines formellen Rahmens für die Marktstruktur zu konzentrieren. Die Debatte dreht sich zunehmend nicht mehr darum, ob Kryptowährungen existieren sollten, sondern darum, welche Aufsichtsbehörde welche Teile der Branche kontrolliert. Weiterlesen: https://www.reuters.com/legal/transactional/us-senate-committee-weigh-crypto-bill-milestone-digital-assets-2026-05-14/

Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit prägen die Krypto-Aufsicht

Eine neue Untersuchung von Reuters beleuchtete die zunehmende Aufmerksamkeit, die der Schnittstelle zwischen Krypto-Infrastruktur und der Durchsetzung von Sanktionen, geopolitischen Aktivitäten sowie grenzüberschreitenden Geldströmen gewidmet wird. Der Bericht untersuchte, wie Börsen, Blockchain-Netzwerke und politisch vernetzte Unternehmen innerhalb breiterer globaler Finanzökosysteme interagieren können. Die Regulierung von Kryptowährungen wird zunehmend von Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit und Sanktionen bestimmt und nicht mehr nur von rein finanziellen Überlegungen. Grenzüberschreitende Blockchain-Aktivitäten ziehen weltweit verstärkte Aufmerksamkeit von politischen Entscheidungsträgern und Vollzugsbehörden auf sich.

Vollständiger Bericht: https://www.reuters.com/investigations/how-trumps-crypto-venture-irans-top-exchange-tapped-into-same-industry-networks-2026-05-18/

Die US-Börsenaufsicht SEC prüft den Handel mit tokenisierten Aktien

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC bereitet Berichten zufolge einen Rahmen für eine „Innovationsausnahme“ vor, der den Handel mit tokenisierten Aktien auf Krypto-Plattformen ermöglichen könnte. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, könnte er den Blockchain-basierten Handel mit tokenisierten Repräsentationen traditioneller Aktien ermöglichen. Dies könnte eine der bislang größten rechtlichen Verschiebungen zwischen traditionellen Wertpapiermärkten und Krypto-Infrastruktur darstellen und signalisieren, dass die Regulierungsbehörden möglicherweise darauf hinarbeiten, die Funktionsweise des Wertpapierhandels aktiv zu modernisieren.

Weiterlesen: https://www.reuters.com/legal/government/sec-readies-plan-trading-crypto-versions-stocks-bloomberg-news-reports-2026-05-18/

CFTC verklagt Minnesota wegen Gesetzes zu Prognosemärkten

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat eine Bundesklage eingereicht, mit der sie ein neues Gesetz in Minnesota anficht, das Betreiber und Nutzer bestimmter Plattformen für Ereignisverträge unter Strafe stellt. Die Bundesaufsichtsbehörden argumentieren, dass das Landesgesetz in die Zuständigkeit der CFTC für bundesweit regulierte Derivatemärkte eingreift. Der Streit verschärft den wachsenden Konflikt um die Vorrangstellung des Bundesrechts und die Kontrolle über Prognosemärkte weiter – ein Thema, das letztlich die Zuständigkeitsgrenzen bei kryptonahe Finanzprodukten neu definieren könnte.

Lesen Sie die Ankündigung: https://www.cftc.gov/PressRoom/PressReleases/9233-26

Bitcoin-Fog-Berufung wirft wichtige Fragen zur Zuständigkeit auf

Das Berufungsgericht der Vereinigten Staaten für den District of Columbia Circuit hörte die mündlichen Ausführungen in der Berufung von Roman Sterlingov, dessen Verurteilung im Zusammenhang mit dem Krypto-Mixing-Dienst Bitcoin Fog stand. Die Verteidigung argumentierte, dass die Regierung den Gerichtsstand unzulässig geschaffen habe, indem sie sich auf den von Washington D.C. aus erfolgten verdeckten Zugriff auf eine ausländische Plattform stützte. Der Fall wirft grundlegende Fragen darüber auf, wie weit sich die strafrechtliche Zuständigkeit der USA auf globale Krypto-Plattformen und internetbasierte Dienste erstreckt, die außerhalb der Vereinigten Staaten betrieben werden.

Weitere Informationen: https://www.jdsupra.com/legalnews/fintech-five-lowenstein-s-fintech-4555626/

SEC hebt jahrzehntealte „No-Deny“-Regelung für Vergleiche auf

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat die Regel 202.5(e) offiziell aufgehoben und damit die langjährige Praxis der Behörde beendet, wonach sich Beklagte im Rahmen eines Vergleichs verhalten mussten, Vorwürfe öffentlich zu bestreiten. Diese Regelung bestand seit mehr als fünfzig Jahren und wurde häufig bei Vergleichen im Bereich der Krypto-Durchsetzung angewendet. Krypto-Beklagte und andere regulierte Unternehmen können nun Durchsetzungsmaßnahmen beilegen und gleichzeitig die Behauptungen der Behörde weiterhin öffentlich kritisieren, was eine erhebliche Veränderung in der Vergleichsdynamik und den Rechten auf öffentliche Interessenvertretung darstellt.

Erfahren Sie mehr: https://seekingalpha.com/news/4594652-sec-rescinds-policy-requiring-non-denial-agreements-in-settlements * * *

In diesem sich ständig wandelnden Umfeld ist es wichtiger denn je, auf dem Laufenden zu bleiben und die Vorschriften einzuhalten. Ganz gleich, ob Sie Investor, Unternehmer oder ein im Kryptowährungsbereich tätiges Unternehmen sind – unser Team steht Ihnen zur Seite. Wir bieten die rechtliche Beratung, die Sie benötigen, um diese spannenden Entwicklungen zu meistern. Wenn Sie glauben, dass wir Ihnen helfen können, vereinbaren Sie hier einen Beratungstermin. Archiv „Diese Woche im Krypto-Recht“:

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