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Law and Ledger

Diese Woche im Krypto-Recht (19. April 2026)

„Law and Ledger“ ist eine Nachrichtensendung mit Schwerpunkt auf rechtlichen Entwicklungen im Kryptobereich, präsentiert von Kelman Law – einer auf den Handel mit digitalen Vermögenswerten spezialisierten Anwaltskanzlei.

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Diese Woche im Krypto-Recht (19. April 2026)

Diese Woche im Krypto-Recht

Der folgende Meinungsbeitrag wurde von Alex Forehand und Michael Handelsman für Kelman.Law verfasst.

Diese Woche im Krypto-Recht stand ein prägendes Thema des Jahres 2026 im Mittelpunkt: Digitale Vermögenswerte dringen immer tiefer in den Mainstream-Finanzsektor vor, während sich Rechtsstreitigkeiten und Bedenken hinsichtlich systemischer Risiken verschärfen. Von einem geplanten großen Bitcoin-ETF und neuem Bankenzugang für Krypto-Unternehmen bis hin zu wachsendem internationalem Druck für eine Koordinierung bei Stablecoins und einer potenziell folgenschweren Konfrontation zwischen Bundesstaaten und Bundesregierung über Prognosemärkte – Regulierungsbehörden und Institutionen gestalten weiterhin die nächste Phase des Krypto-Rechts.

Goldman Sachs beantragt Bitcoin-ETF

Goldman Sachs hat bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einen Antrag auf Auflegung eines Bitcoin-ETF gestellt – ein weiteres Signal dafür, dass digitale Vermögenswerte zunehmend in regulierte Anlageprodukte integriert werden. Der Antrag unterstreicht das anhaltende Vertrauen institutioneller Anleger in Krypto-Engagements im Rahmen des Wertpapierrechts und verwischt gleichzeitig die Grenze zwischen traditionellen Finanzmärkten und Märkten für digitale Vermögenswerte weiter. Jedes neue registrierte Produkt mit Krypto-Bezug zieht digitale Vermögenswerte tiefer in die konventionelle Wertpapierregulierung hinein, beschleunigt die Mainstream-Akzeptanz und verstärkt gleichzeitig den Einfluss traditioneller Regulierungsstrukturen.

Weiterlesen: https://www.reuters.com/legal/transactional/goldman-sachs-files-its-first-bitcoin-etf-product-2026-04-14/

Pakistan öffnet Bankennetz für lizenzierte Krypto-Unternehmen

Die pakistanische Zentralbank gab bekannt, dass lizenzierte Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte nun Zugang zum Bankensystem erhalten, was einen bemerkenswerten Wandel von Restriktionen hin zu einer regulierten Integration markiert. Der Schritt folgt auf ein neues Lizenzierungssystem, das Verifizierungsverfahren und strenge Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche vorschreibt. Pakistans Ansatz spiegelt einen breiteren globalen Trend wider, weg von vollständigen Verboten und hin zu einer beaufsichtigten Akzeptanz – wobei Lizenzierung und Zugang zum Bankensystem als Regulierungsinstrumente anstelle von Verboten eingesetzt werden.

Vollständige Berichterstattung: https://www.reuters.com/world/asia-pacific/pakistan-cenbank-opens-formal-banking-licensed-virtual-asset-service-providers-2026-04-15/

BIS fordert globale Koordinierung bei Stablecoins

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnte, dass eine fragmentierte Regulierung von Stablecoins zu Instabilität, regulatorischer Arbitrage und Risiken für die Geldpolitik führen könnte. Die BIZ drängte auf eine koordinierte internationale Aufsicht – einer der bislang deutlichsten Aufrufe zu einem harmonisierten globalen Rahmen für Stablecoins. Da Stablecoins zunehmend als Zahlungsinfrastruktur fungieren, könnte eine uneinheitliche Regulierung zu einem systemischen Risiko werden, wodurch die Aufsicht über Stablecoins von der Marktregulierung auf die internationale Finanzpolitik ausgeweitet wird.

Lesen Sie den Bericht: https://www.reuters.com/business/finance/global-cooperation-stablecoins-critically-important-bis-says-2026-04-20/

Frankreich drängt auf Euro-denominierte Stablecoins

Frankreich setzt sich für eine stärkere rechtliche Absicherung von eurogestützten Stablecoins ein, da politische Entscheidungsträger Bedenken hinsichtlich der Dominanz des US-Dollars im digitalen Zahlungsverkehr äußern. Französische Regierungsvertreter stellten das Thema als eine Frage der finanziellen Souveränität dar und warnten, dass Europa ohne stärkere Unterstützung für inländische Emittenten Gefahr laufe, die Kontrolle über neue Zahlungswege abzugeben. Die Regulierung von Stablecoins ist zunehmend mit geopolitischen und geldpolitischen Überlegungen verflochten und nicht mehr nur eine Frage der Finanzinnovation.

Weitere Informationen: https://www.reuters.com/business/finance/french-finance-minister-calls-euro-based-stablecoins-2026-04-17/

New York geht gegen Coinbase und Gemini wegen Prognosemärkten vor

Der Generalstaatsanwalt von New York hat Coinbase und Gemini verklagt und behauptet, ihre Plattformen für Ereignisverträge stellten nach staatlichem Recht illegales Glücksspiel dar. Die Börsen argumentieren, dass diese Produkte unter die Bundesregulierung für Derivate fallen, was zu einem potenziell erheblichen Zuständigkeitskonflikt zwischen staatlicher Behörde und Bundesaufsicht führen könnte. Dieser Streit könnte zu einem wichtigen Testfall für die Vorrangstellung des Bundesrechts in kryptobezogenen Märkten werden und letztlich die landesweite Regulierung von Prognosemärkten prägen.

Vollständige Meldung: https://www.wsj.com/politics/policy/new-york-sues-coinbase-gemini-over-crypto-exchanges-prediction-markets-d6d007bc

In diesem sich ständig wandelnden Umfeld ist es wichtiger denn je, informiert und konform zu bleiben. Ganz gleich, ob Sie Investor, Unternehmer oder ein Unternehmen sind, das im Bereich Kryptowährungen tätig ist – unser Team steht Ihnen gerne zur Seite. Wir bieten Ihnen die rechtliche Beratung, die Sie benötigen, um diese spannenden Entwicklungen zu meistern. Wenn Sie glauben, dass wir Ihnen helfen können, vereinbaren Sie hier einen Beratungstermin.

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