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Law and Ledger

Diese Woche im Krypto-Recht (23. Mai 2026)

„Law and Ledger“ ist ein Nachrichtenformat mit Schwerpunkt auf rechtlichen Entwicklungen im Kryptobereich, präsentiert von Kelman Law – einer auf den Handel mit digitalen Vermögenswerten spezialisierten Anwaltskanzlei.

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Diese Woche im Krypto-Recht (23. Mai 2026)

Diese Woche im Krypto-Recht

Der folgende Meinungsbeitrag wurde von Alex Forehand und Michael Handelsman für Kelman.Law verfasst.

Die letzte volle Maiwoche lieferte weitere Anzeichen dafür, dass die Krypto-Regulierung in eine neue Phase eintritt. Mehrere der bedeutendsten Rechtsstreitigkeiten der Branche scheinen sich dem Ende zu nähern, während sich politische Entscheidungsträger und Finanzinstitute zunehmend auf umfassendere Fragen der Marktstruktur, der Finanzstabilität und des systemischen Risikos konzentrieren. Gleichzeitig richten große Krypto-Unternehmen ihren Blick wieder auf die öffentlichen Märkte, was auf ein erneutes Vertrauen in das regulatorische Umfeld hindeutet.

Blockchain.com strebt Börsengang an

Blockchain.com hat Berichten zufolge vertraulich einen Antrag auf einen Börsengang in den USA gestellt und ist damit das jüngste große Krypto-Unternehmen, das den Zugang zu den öffentlichen Kapitalmärkten anstrebt. Dieser Schritt folgt auf eine Phase erheblicher regulatorischer Unsicherheit und Durchsetzungsmaßnahmen, die viele Krypto-Unternehmen dazu veranlasst hatten, ihre Ambitionen auf den öffentlichen Markt zu verschieben. Ein erfolgreicher Börsengang würde wachsendes Vertrauen signalisieren, dass das regulatorische Umfeld ausreichend stabil geworden ist, damit große Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte als börsennotierte Gesellschaften agieren können. Er deutet auch darauf hin, dass institutionelle Anleger zunehmend Vertrauen in Krypto-bezogene Unternehmen gewinnen. Weiterlesen: https://www.reuters.com/legal/government/crypto-exchange-blockchaincom-confidentially-files-ipo-2026-05-21/

EZB bremst die Ausweitung von Euro-Stablecoins

Die Europäische Zentralbank warnte vor Vorschlägen, die auf eine breitere Einführung von auf den Euro lautenden Stablecoins abzielen. Vertreter der EZB äußerten Bedenken, dass eine weitreichende Einführung von Stablecoins Risiken für Banken und die allgemeine Finanzstabilität mit sich bringen könnte. Die Debatte verdeutlicht eine wachsende Kluft zwischen Europa und den Vereinigten Staaten in Bezug auf die Politik im Bereich digitaler Vermögenswerte. Stablecoins werden zunehmend nicht nur als Krypto-Produkte, sondern als potenzielle Konkurrenten für traditionelle Bank- und Zahlungssysteme angesehen.

Weiterlesen: https://www.reuters.com/business/finance/ecb-rebuffs-proposals-boost-euro-stablecoins-too-risky-2026-05-22/

Fenwick & West einigt sich in FTX-bezogenen Ansprüchen

Fenwick & West hat sich bereit erklärt, 54 Millionen US-Dollar zu zahlen, um Ansprüche aus seiner juristischen Tätigkeit für FTX beizulegen. Der Vergleich gehört zu den jüngsten Entwicklungen, die sich aus dem Zusammenbruch von FTX und der daraus resultierenden Welle von Rechtsstreitigkeiten ergeben. Das rechtliche Risiko durch große Krypto-Pleiten erstreckt sich mittlerweile über Gründer und Börsen hinaus. Anwälte, Wirtschaftsprüfer, Berater und andere professionelle Berater sehen sich zunehmend einer genauen Prüfung hinsichtlich ihrer Rolle in hochkarätigen Krypto-Unternehmen ausgesetzt.

Weitere Informationen: https://www.investing.com/news/stock-market-news/law-firm-fenwick-agrees-to-pay-54-million-in-settlement-over-ftx-work-4707937

CFTC will Strafe gegen Gemini zurückziehen

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) will eine zuvor gegen Gemini verhängte Strafe in Höhe von 5 Millionen US-Dollar zurückziehen. Nach Angaben der Behörde stützte sich die ursprüngliche Durchsetzungsmaßnahme möglicherweise auf fehlerhafte Informationen von Whistleblowern und problematische Ermittlungsmethoden. Diese Entwicklung geht über eine bloße Verlangsamung der Durchsetzungsmaßnahmen hinaus. Die Regulierungsbehörden überprüfen nun Entscheidungen, die im Rahmen früherer Durchsetzungskampagnen getroffen wurden, und machen diese in einigen Fällen rückgängig, was möglicherweise die Beziehung der Regierung zur Branche neu gestalten wird.

Weiterlesen: https://www.reuters.com/business/us-regulator-moves-withdraw-5-million-penalty-against-winklevoss-crypto-exchange-2026-05-28/

Wachsende Besorgnis über kryptowährungsbezogene Bankrisiken in Europa

Ein hochrangiger Vertreter von UniCredit warnte, dass Europa möglicherweise weniger gut als die Vereinigten Staaten darauf vorbereitet sei, finanzielle Schocks zu bewältigen, die durch Engagements in Kryptowährungen und Stablecoins entstehen könnten. Die Äußerungen spiegeln die wachsende Besorgnis unter politischen Entscheidungsträgern und Finanzinstituten wider, wie sich kryptowährungsbedingte Belastungen auf traditionelle Bankensysteme auswirken könnten. Die Debatte um die Regulierung von Kryptowährungen konzentriert sich zunehmend auf systemische Risiken und Finanzstabilität und nicht mehr ausschließlich auf den Anlegerschutz. Die Regulierungsbehörden widmen der potenziellen Wechselwirkung zwischen digitalen Vermögenswerten und dem Bankensektor insgesamt größere Aufmerksamkeit.

Weiterlesen: https://www.reuters.com/legal/transactional/europe-less-able-than-us-contain-crypto-bank-shocks-unicredit-director-says-2026-05-28/


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